pH-Streifen - Anwendungen



1. basisches Bad

In heißes Vollbad so viel Natron (oder anderes Basenmittel) einrühren, dass der pH-Wert des Badewassers um 8,5 liegt. Solange der pH-Wert innerhalb einer Badestunde um mehr als eine Skaleneinheit sinkt - also unter 7,5 - "lohnen" sich weitere Basenbäder. Das geht auch mit Fußbädern, wobei der pH Wert viel schneller und tiefer fällt (kleineres Wasservolumen).

2. Speichel

2.1 "Ruhe-pH" des Speichels

Der ideal-pH für Speichel ist 7,0 bis 7,1. Entscheidend ist dabei nicht der pH-Wert des Speichels direkt nach dem Essen oder Trinken sondern zwischen den Mahlzeiten. Der Speichel sollte vor oder zwischen den Mahlzeiten mit einem Mindestabstand von einer halben Stunde zu jeglicher Nahrungsaufnahme gemessen werden, Kaugummi eingeschlossen. Wenn man Speichel so misst, erhält man den "wahren" pH-Wert, so wie er über 20 Stunden am Tag im Mund ist.

Wenn man innerhalb der ersten Minuten nach dem Verzehr einer Zitrone, die den Speichelsaft besonders stark zum Fließen bringt, den pH-Wert misst, ist dieser bei einigermaßen gesunden Menschen immer basisch. - Messen Sie den Speichel auch einmal nach einer stressigen Situation oder früh morgens nach dem Aufwachen.

2.2 Pufferkapazität des Speichels

Wichtig ist auch seine Pufferkapazität, d.h. wie schnell sich der pH des Speichels sich z.B. von Zitronensaft erholt: Auswertung:

3. Schweiß

Der pH-Wert schwankt aufgrund unterschiedlicher Faktoren, die ihn beeinflussen, zwischen 4 und 7, liegt aber meistens bei etwa 4,5 (also im sauren Bereich).

4. Urin

Der Säuregehalt des Urins schwankt in Abhängigkeit der Nahrung, der Psyche und der Tageszeit. Parallel zur Leberaktivität werden in der zweiten Nachthälfte mehr Säuren ausgeschieden. Deshalb sollte der 1. Morgen-Urin einen leicht sauren pH-Wert aufzeigen. Das bestätigt, dass die Säuren, die sich während der Nacht im Stoffwechsel gebildet haben, auch tatsächlich ausgeschieden wurden. Messungen sollten eine Auf- und Abbewegung bzw. einen Kurvenverlauf ergeben. Es kommt nicht unbedingt darauf an, wie hoch die Schwankungen sind, sondern dass Schwankungen überhaupt da sind. Das deutet darauf hin, dass der Körper über eine natürliche Regulation des Säure-Basen-Haushalts verfügt. Ständig basischer Urin könnte auf eine massive Störung im Organismus hinweisen.

Gesunde Werte sind Unsystematische und oder gelegentliche Messungen des Urin-pH Wertes sind nicht aussagekräftig. Wer sich nicht näher mit dem Thema beschäftigen will oder kann, dem steht mit der Messung des Badewassers (siehe oben) eine einfache und aussagekräftige Methode zur Verfügung.