Aphorismen, Gebete & Gedichte


Die Weisheit der Indianer

Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst.
Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist, und ob Du zu Träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich will wissen, ob Du es riskierst wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast, ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob Du verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.
Ich will wissen, ob Du mit der Freude - meiner oder Deiner - da sein kannst, ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob Du jemand enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein. Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig. Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist, und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst.
Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern - meinem und Deinem - leben kannst und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: "Ja!"

Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wie viel Geld Du hast.
Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung, erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.

Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist.
Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast.
Ich will wissen, was Dich von Innen hält, wenn sonst alles wegfällt.
Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gerne mit Dir zusammen bist.

(aus dem Internet)





Edward Mac Donald - mein ersten Mentor:



Georg, hör' endlich auf dein Opernglas als Mikroskop zu benutzen.

- - -

Gott wird dich niemals mit einem Problem konfrontieren,
das grösser ist als deine Kapazität, es zu lösen.

Und wenn er es doch einmal tun sollte, dann ist das SEIN Problem.

- - -

Es gibt keine unnötigen Umwege.





VATER UNSER

(aus: Gebete aus der geistigen Welt)


UNSER VATER

DER DU BIST IN UNS UM UNS UND ÜBERALL

DEIN NAME DER DA IST

WEISHEIT UNENDLICHKEIT UND LIEBE

WERDE GEHEILIGT

DEIN UNS VERHEIßENES REICH KOMME JETZT

DEIN WILLE GESCHEH IN ALLEN UNIVERSEN

GIB UNS DAS NEUE BROT FÜR UNSEREN NEUEN LEIB

VERWANDLE ALL UNSERE ANGESAMMELTE SCHULD DURCH DIE

KRAFT DEINER GNADE

UND FÜHRE UNS DURCH DIE VERSUCHUNG DER DUNKELHEIT

MIT DEINEM LICHT

UND FÜHRE UNS IN DEIN LICHT

DENN DEIN IST UND DEIN BLEIBT VATER

DAS REICH UND DIE KRAFT UND DIE HERRLICHKEIT

VON EWIGKEIT ZU EWIGKEIT

AMEN





Eine Definition von Beziehung:

Sie teilten miteinander, was sonst keiner von ihnen gehabt hatte.
(anonym)

- - -


Liebe ist, einen Menschen so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat.
(Khalil Gilbran)

- - -


Willst du Fliegen?

"Wie werde ich ein Schmetterling?" fragte sie.

"Du musst so sehr fliegen wollen, dass du bereit bist dein Dasein als Raupe aufzugeben."

Tina Paulus (aus: Kryon Marshmallow Messages via Internet)

- - -


Ich bin ein Mitschöpfer - ein Emissär der Liebe und des Lichtes.
(anonym)





Das Leben, das ich selbst gewählt


Ehe ich in dieses Erdenleben kam

ward mit gesagt, wie ich es leben würde.

Da war die Kümmernis, da war der Gram,

da war das Elend und die Leidensbürde.

Da war das Laster, das mich packen sollte,

da war der Irrtum, der gefangen nahm.

Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,

da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,

die voller Licht und schöner Träume sind,

wo Klage nicht mehr ist und Plage

und überall der Quell der Gaben rinnt.

Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,

die Seeligkeit des Losgelösten schenkt,

wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden

als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,

mir ward gezeigt die Fülle meiner Mangel.

Mir ward gezeigt die Würde d'raus ich blute,

mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.

Und als ich so mein künftig Leben schaute,

da hört' ein Wesen ich die Frage tun,

ob ich dies zu Leben nicht getraute,

denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme -

"Dies ist das Leben, das ich leben will!" -

gab ich zu Antwort mit entschloß'ner Stimme.

So war's als ich ins neue Leben trat

und nahm auf mich mein neues Schicksal still.

So ward ich geboren in diese Welt.

Ich klage nicht, wenn's oft mir nicht gefällt,

denn ungeboren hab' ich es bejaht.

(Hermann Hesse 1)


<


Todeserfahrung


WIR wissen nichts von diesem Hingehn, das

nicht mit uns teilt. Wir haben keinen Grund,

Bewunderung und Liebe oder Hass

dem Tod zu zeigen, den ein Maskenmund



tragischer Klage wunderlich entstellt.

Noch ist die Welt voll Rollen, die wir spielen.

Solang wir sorgen, ob wir auch gefielen,

spielt auch der Tod, obwohl er nicht gefällt.



Doch als du gingst, da brach in dieser Bühne

ein Streifen Wirklichkeit durch jenen Spalt,

durch den du hingingst: Grün wirklicher Grüne,

wirklicher Sonnenschein, wirklicher Wald,



Wir spielen weiter. Bang und schwer Erlerntes

hersagend und Gebarden dann und wann

aufhebend, aber dein von uns entferntes,

aus unserm Stück entrücktes Dasein kann



uns manchmal überkommen, wie ein Wissen

von jener Wirklichkeit sich niedersenkend,

so dass wir eine Weile hingerissen

das Leben spielen, nicht an Beifall denkend.

(Rainer Maria Rilke)





Aus der Antrittsrede von Nelson Mandela



Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind.

Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich stark sind.

Von unserem Licht, nicht vor unserer Dunkelheit fürchten wir uns am meisten.

Wir fragen uns: "Wer bin ich denn, dass ich brilliant, großartig, talentiert, wunderbar sein könnte?"

Tatsächlich aber: Wer bist du, dass du es nicht sein könntest?

Du bist ein Kind des Geistes. Wenn du dich klein machts, dienst du nicht der Welt.

Es ist nicht erleuchtet, wenn du dich duckst, damit sich andere in deiner Gegenwart nicht unsicher fühlen.

Wir sind geboren, um den Glanz des Geistes, der in uns ist, zu manifestieren.

Er ist nicht nur in manchen von uns, er ist in allen.

Und wenn wir unser Licht leuchten lassen, geben wir anderen die Erlaubnis, es zu tun.

Wenn wir uns von unserer Angst befreien, befreit unsere Gegenwart andere.





über Freude Stolpern

Wo liegt der Unterschied zwischen deinem Erleben der Existenz und dem eines Heiligen?

Der Heilige weiß, das der spirituelle Weg ein nobles Schachspiel mit Gott ist,

und das der Geliebt gerade einen phantastischen Zug gemacht hat,

damit der Heilige jetzt ständig über Freude stolpert und in Lachen ausbrechend sagt

"Ich gebe auf!"

Wohingegen ich fürchte, mein(e) Lieber / Liebe, dass du immer noch glaubst,

du hattest Tausend Züge.

Persisches Gedicht von Hafiz





Scherben

Fang den Tag von heute nicht mit den Scherben von gestern an!

Der Tag von gestern, alle Tage und alle Jahre von früher sind vorbei, begraben in der Zeit.

An ihnen kannst Du nichts mehr ändern!

Hat es Scherben gegeben?

Schlepp sie nicht mit Dir herum!

Denn sie verletzen Dich Tag für Tag, und zum Schluss kannst Du nicht mehr leben.

Es gibt Scherben, die wirst Du los, wenn Du sie Gott in die Hände legst.

Es gibt Scherben, die kannst Du heilen, wenn Du ehrlich vergibst.

Und es gibt Scherben, die Du mit aller Liebe nicht heilen kannst, die musst Du liegen lassen!





Das ist das Leben


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles was geschieht richtig ist. Von da an konnte ich ruhig sein.

Heute weiß ich, das nennt sich *SELBSTACHTUNG*


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine Wahrheit zu leben.

Heute weiß ich, das nennt man *AUTHENTISCH SEIN*


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemand beschämt, ihm seine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif, noch der Mensch dazu bereit war.

Heute weiß ich, das nennt man *SELBSTACHTUNG*


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.

Heute weiß ich, das nennt man *REIFE*


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört weiter grandiose Projekte zu entwerfen. Heute mache ich nur das was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.

Heute weiß ich, das nennt man *EHRLICHKEIT*


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem was mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus,

aber heute weiß ich, das ist *SELBSTLIEBE*.


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt.

Heute habe ich erkannt, das nennt man *EINFACH-SEIN*.


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen, jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick wo ALLES stattfindet.

So lebe ich heute jeden Tag und nenne es *VOLLKOMMENHEIT*.


Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, erkannte ich, dass mein Denken armselig und krank machen kann, als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner.

Diese Verbindung nenne ich heute *HERZENSWEISHEIT*


Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich *DAS IST DAS LEBEN*



(Charlie Chaplin, 16. April 95 zu seinem 70. Geburtstag 2 )




1 aus der e-mail eines aufmerksamen Lesers: "Dieses Gedicht von Hermann Hesse ... stammt nicht von ihm. Ich habe es mir immer wieder mal auf YouTube angesehen. Als ich dieser Tage nach einem druckbaren Text gesucht habe, den ich meiner Mutter übermitteln wollte - da bin ich geradewegs an diese Info (Link) geraten, die mich zu weiteren Nachforschungen bewogen hat: http://www.hermann-hesse.de/archiv/2013/11/23/internet-transporiert-gedichte-die-f%C3%A4lschlicherweise-hermann-hesse-zugeschrieben-w. Es gibt nach meiner Erkenntnis im Moment keinen Urheber und die einzige die die Urheberschaft 2002 für sich beansprucht hatte, das war eine Hexe namens "Saphyra", die für mich nicht in Frage kommt, da das Gedicht bereits 3 Jahre zuvor unter dem Namen Hermann Hesses veröffentlicht worden war (1999)." ==> zurück zum Text

2 aus der e-mail des gleichen aufmerksamen Lesers (wie fussnote 1): "Das Gedicht von Charlie Chaplin ist im stark abweichenden Original von einer Amerikanerin Namens Kim McMillen "When I Loved Myself Enough": Man hat es 2003 ins portugiesische übersetzt - danach wurde es, nachdem es sich in Brasilien "mit dem Namen des neuen Verfassers" verbreitet hatte, ins deutsche zurückübersetzt. Die Überwiegenden Teile aus dem Original sind verschwunden und mit dem "das nennt man" ergänzt worden und zu diesem Geburtstagsgedicht mutiert, dass es so nie gegeben hat. (..)"
Das Original kann man hier lesen: http://www.myinnerspaceblog.com/2012/01/17/when-i-loved-myself-enough-by-kim-mcmillen/
Dort meldet sich auch die Tochter der Autorin zu Wort: "Hi – My name is Alison McMillen. My mom, Kim McMillen wrote a book called ‘When I Loved Myself Enough". The text above is very very very very similar to her book, although it looks like much has been modified in translation. I have seen reference to a poem by Charlie Chaplin and have no idea where the link has come from but I feel very certain that the above poem is a translated version of my mom’s work. Let me know if you have any questions about her book. Thanks - Alison McMillen" ==> zurück zum Text

Kommentar zu den Fußnoten: Urheberschaft wird ja durch das Internet zunehmend aufgeweicht, was ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe: