Beziehung(en) in der neuen Energie

Zwillings - Seele oder Seelenfamilie, ein altes Konzept in der Neuen Energie




Vertiefende Information plus links:

Kryon unterscheidet zwischen Seelengefährten und Zwillingsseelen. Erstere kommen nur in diesem aus Freude und zur Verlängerung des Lebens zusammen. Letzteren geht mehr um das gemeinsame Erfüllen eines Potentials oder Zwecks das/der sonst nicht vollständig erfüllt werden kann (siehe hier). Dann gibt es noch die Mischform und Walk-ins.


Jaaa, die Neuen Energien - ein sooo schönes Wort. Wo ist die praktische Bedeutung Anwendung? Also bei mir wirkt sie, die Neue Energie, sich auf alle Beziehungen aus. Und ich meine alle, das heisst alle meine Beziehungen. Und wenn ich mich frage, was denn von meinem Leben unberührt bleibt, wenn sich alle meine Beziehungen ändern, dann fällt mir nichts ein. Das Leben ist Beziehung(en). Ich bin kein Einzelwesen - aber auch! Ich habe keinen Kollektivkörper - aber auch!

Ich hoffe, es ist mir gelungen, sie vollständig zu verwirren. Das ist eine gute Ausgangsposition, um sich mit den Kryon Texten einzulassen. Wenn sie mehr an den körperlichen und psychosomatischen Aspekten von Gesundheit interessiert sind, dann klicken sie bitte hier. Nur für den Fall, das ein letzter Rest von Vernunft in ihnen schlummern sollte, konfrontiere ich sie hier mit meiner Vision von Beziehung(en): Die ergänzende (bessere) Hälfte, nach der wir alle suchen, ohne die wir weder glücklich noch zufrieden werden können, sie existiert! Das nennen viele die Dualseele oder Zwillingsseele. Oft ist die Dualseele für uns physisch nicht erreichbar. Sie ist z.B. nicht auf der Erde inkarniert, oder zur Zeit gar nicht, oder wir haben uns im eigenen Leben so verstrickt, dass wir sie nicht mal vor unserer Nasenspitze sehen könnten.

Graphik: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Azoth-Fouth_woodcut.jpg Wie dem auch sei, wenn meine Dualseele nicht in mein Leben eintritt, dann bleibe ich, zumindest teilweise, unerfüllt. Auf der eine Seite drangen die gegenwärtig vorherrschenden kollektiven Muster mich meine Macht auszuÜben, indem ich versuche andere zu kontrollieren. Hinzu kommen die gern akzeptierten Vorgaben seitens Staat und Kirche, wie eine Familie auszusehen hat. Durch dieses Tandem ist mit jeder anderen Seele als meiner Dualseele Unzufriedenheit und destruktive Reibung vorprogrammiert. Ich erwarte von meinem Partner, dieser einzigartigen Seele, dass sie für mich eine ganz festgelegte Spiegelbildrolle übernimmt. Und am besten, ohne das sie sich etwas derartig UNREALISTISCHES von mir zu erhoffen wagt. Mal ehrlich, ist das gerecht? Kann das gutgehen?

Ich habe einen Traum - einen Traum, in dem der Bund fürs Leben bunt sein darf, einen Traum, in dem jede Seele, ob Mann, ob Frau, ob Kind in den vielfältigen und bunten Beziehungen mit der Umgebung glücklich und zufrieden sein kann. Für den nicht unwahrscheinlichen Fall, dass sie ihre Dualseele weder im Sandkasten noch an anderen Schauplätzen ihres Lebens getroffen und erkannt haben, nur für diesen einzigen Fall lassen sie mich ihnen versichern, das es auch noch andere Wege (Plural!!!) zum glücklich sein und in die Erfüllung gibt. Also ich für meine Person habe noch keine Seele getroffen, mit der ich alle Aspekte, die ich mir von meiner Dualseele erhoffe, ausleben konnte. Mal habe ich die geschlechtliche Erfüllung mit einer Seele erleben dürfen, mal die seelische, ein andermal die mentale und dann wieder die emotionale, und ..., und wenn es richtig toll war, kamen mehrere Aspekte zusammen.

Es kann nicht der Plan kosmischer Weisheit sein, nur weil meine Dualseele nicht verfügbar ist, denn sie stampft gerade Hirse in Timbuktu für ihre 17-köpfige Familie, oder weilt als sphärisches Wesen auf der Venus, dass ich deswegen unerfüllt leben muss. Dieses Leidensszenario riecht viel zu sehr nach dem Pech und Schwefel des alttestamentarischen Rachegottes, als das es aus der liebevollen Herzensenergie des Schöpfers kommen könnte. Nein, dieses Konzept ist menschlich, nicht göttlich. Die Konsequenz? Nun ja, wenn wir in der Lage waren ein solches Leidensszenario zu erschaffen - mit "wir" meine ich nicht nur sie und mich, sondern die Menschheit als generationsübergreifendes Kollektiv von Individuen - dann können wir auch ein Freudensszenarion erschaffen. Wer sonst?

Ich habe da eine Herzensbeziehung mit einer starken Seele. Sie hat zwei Kinder und ist verheiratet. Ich habe manchmal bemerkt, dass sie energetisch anklopft. Zuerst hielt ich sie für eine andere Seele, mit der ich sexuelle Erfüllung erlebt hatte. Wunschdenken und Realität auseinander zu halten, ist mir schon immer schwer gefallen. Da ist die Herzensverbindung mit einem Mann für mich schon unkomplizierter, jedenfalls in dieser Hinsicht. Mit beiden verbindet mich eine sehr sanfte und angenehme Energie. Mit einer vierten Seele kann ich ziemlich gut streiten und die Fetzen fliegen lassen, mit einer fünften Pferde stehlen gehen. Wenn es ums Geschäftliche geht, vertraue ich blind meinem langjährigen Partner, und wenn es ums Essen geht seiner Frau (das ist scherzhaft gemeint). Und wenn ich so um mich herum schaue, dann ist eigentlich jeder Hoffnung, die ich meiner Dualseele entgegenbringe erfüllt, eben nur nicht von einer einzigen Person. Soll ich deswegen schmollen oder jubeln? - Erraten.

Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Taijitu_polarity.PNG Ich versuche, das jubeln zu lernen, jeden Tag ein bisschen mehr. Wieso bin ich eifersüchtig? Wieso steht dem Genuss dieser bereits bestehenden und nun auch bemerkten Herzensverbindung(en) mein Alleinigkeitsanspruch im Wege. Schaffen sie - ich mein hier den Leser und die Leserin - und ich es, unsere anerzogenen und gewählten gegenseitigen Macht- und Kontrollansprüche jeweils auf die Kontrolle unserer selbst zu beschränken? Können wir statt dessen einander herzlich zuhören, in Wahrheit zueinander reden, und in Klarheit miteinander zum Wohle aller handeln, und dabei den freien Willen aller Beteiligten respektieren? Niemand hat behauptet, es sei einfach.

Alles oder Nichts war eine einfache, sich in endlosen Variationen wiederholende Fernsehserie der alten Energie. Es wird Zeit das diese Sendung mit der Neuen Energie gedreht wird. Wir wäre es mit Alles und Nichts. Und wie wäre es, wenn sie das Drehbuch mitschreiben?

Lesen sie, was ihnen schmeckt und wann es ihnen schmeckt. Vom Briefkasten gehen viele zuerst zum Mülleimer. Ich erwarte es von meiner homepage nicht, dass sie in ihrer Gesamtheit allen gefällt. Erwarten sie das bitte auch nicht. Allerdings wäre ich enttäuscht, wenn sie gar nichts finden können, was ihnen gefällt. Ich wäre dann enttäuscht von mir.

Und noch etwas. In allen Religionen finden sie Beispiele von Menschen, die ihre Dualseele gefunden und erkannt haben. In christlicher Terminologie heisst das mystische Hochzeit, bei den Buddhisten "Nirvana" oder auch Shambala, im Zen heißt es Satori, die Hindus nennen es Yoga oder Samadhii. Die Annäherungstechniken sind wie bei jedem Flirt zweigleisig: Gebet (zu Gott oder der geliebten Person sprechen) und Meditation (Gott oder der geliebten Person zuhören), oder in autosuggestiven Affirmationen ausgedrückt ich bin Gott und auch alles andere ist Gott. Worum es wirklich geht, ist natürlich jeweils die Synthese. Kommunikation ist sprechen & zuhören, Realisation ist Gott in mir & in allem anderen zu fühlen: UND!

Die in romantischen Situationen gern gebrauchten Verirrungen sind sinngemäß "du bist mein" und "ich bin dein". Durch solche unbedachten Formulierungen manifestiert sich ein Machtanspruch, der Freiheit in der Beziehung ausschließt. - Ware es nicht schöner, wenn ich meine(n) Dualseele(n) und mir die von Gott gegebene Freiheit erhalte und sie respektiere? Vielleicht kann ich so das Ziel meiner Sehnsucht gleichzeitig in einer einzigen Seele sehen UND in allen anderen Seelen suchen? Vielleicht geht gerade in der Unterscheidung zwischen der zölibatären Ausschliesslichkeit der meisten Religionen und der profanen Vielseitigkeit der meisten anderen Lebensgemeinschaften sowohl der Sinn der mystischen als auch der fleischlichen Ehe verloren. UND statt oder, oder?


Liebe ist, einen Menschen so zu sehen,
wie Gott ihn gemeint hat.

(Khalil Gilbran)

Bezüglich Herzensverbindungen habe ich jedenfalls eines gelernt. Alle Verbindungen sind auf dem Weg zu Herzensverbindungen zu werden. Auf diesem Weg gibt es viele und lange Umwege, aber keine unzähligen und keine endlosen, und vor allem sind sie alle nötige. Ach, und noch etwas habe ich gelernt: Für eine Herzensverbindung braucht es das Einverständnis beider. Liegt sie nicht vor, so ist die Verbindung ruhend, und ich soll sie in Ruhe lassen. Das gilt übrigens auch für alle anderen Arten von Verbindungen und Beziehungen.



"Klingt das fantastisch? Vielleicht glaubst Du es nicht: die Worte auf diese Seite sind für Dich bestimmt. Es ist keinesfalls Zufall, dass Du es ließt. Nur stimmige Situationen ermöglichen es, dass diese Schriften Dich erreichen, und nun hast Du die Verantwortung für Dein Handeln oder nicht - Handeln." (Kryon Band 1, Seite 58)



quellennachweis für fotos, graphiken & bilder:
Yin & Yang - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Taijitu_polarity.PNG
Mond & Sonne - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Azoth-Fouth_woodcut.jpg