liposomal

aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Liposom

Ein Liposom (griech. lipos ‚Fett‘ und soma ‚Körper‘, Plural: Liposomen) ist ein Bläschen (Vesikel), das eine wässrige Phase einschließt und dessen Membranhülle aus einer Doppelschicht von Molekülen (Doppellipidschicht) besteht. Diese Moleküle sind amphiphil, dass heißt sie weisen sowohl einen unpolaren (lipophilen, fettliebenden), als auch einen polaren (hydrophilen, wasserliebenden) Teil auf. Meist handelt es sich bei den membranbildenden Molekülen um Substanzen aus der Stoffklasse der Lipide, wie zum Beispiel Phospholipide und Fettsäuren. Liposomen dienen als Modell für die Untersuchung der biophysikalischen Eigenschaften von Biomembranen und finden darüber hinaus im kosmetischen, sowie vor allem im medizinischen Bereich (Drug Targeting) Anwendung. Liposomen sind von Mizellen, welche nur über eine einfache Lipidschicht verfügen, zu unterscheiden. (..)

mit einfacheren Worten
(von https://www.lebenskraftpur.de/sinn-und-unsinn-von-liposomalen-produkten)

Liposomen sind kleine Partikel, die aus einer Fettschicht bestehen, genauer gesagt aus einer Doppellipidschicht. Die Fettmoleküle sind so angeordnet, dass sie nach außen und innen hin ein hydrophiles (wasseranziehendes) Milieu schaffen. So kann man im Inneren der Liposomen wasserlösliche Stoffe verpacken. Auch fettlösliche Stoffe lassen sich liposomal verpacken, diese befinden sich dann nicht im Inneren des Liposom, sondern lagern sich in die Fettschicht ein.

Das Besondere an Liposomen ist, dass die Fettschicht dieselbe ist, wie die, aus der unsere Zellmembranen aufgebaut sind. Sobald ein Liposom in Kontakt mit der Zellmembran kommt, verschmilzt es mit ihr. Der Inhalt des Liposoms wird so ins Innere der Zelle befördert. Damit können komplizierte Aufnahmemechanismen umgangen werden, da dieser Vorgang unabhängig vom Inhalt des Liposoms geschieht. Der Inhalt des Liposoms wird einfach durch die Zellmembran geschleust, ohne dass der Körper „erkennt“, was es enthält. (..) Manche Supplements sind aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften vom Körper nicht gut aufnehmbar. Ein Trick, um dieses Problem zu umgehen, ist, den Stoff einfach in ein Liposom zu verpacken, da diese in jedem Fall bioverfügbar sind.*

Ein Nachteil der liposomalen Produkte ist definitiv ihre verkürze Haltbarkeit gegenüber konventionellen Supplements in Pulver- oder Kapselform. Wenn die Liposomen unstabilisiert in einer Lösung sind, beginnen sie, sich zusammenzulagern. Sie verklumpen sozusagen und werden zu groß, um von der Zelle aufgenommen werden zu können. Das ist zwar nicht schädlich, aber der gesamte Effekt der Liposomen ist dahin. (..) Die beiden gängigsten Stabilisatoren sind Ethanol und Kaliumsorbat. Da Kaliumsorbat ein unnatürlicher Konservierungsstoff ist, erachten wir Ethanol als den sinnvollsten und natürlichsten Stabilisator. Mit Alkohol stabilisierte Produkte halten über ein Jahr und müssen vor dem Öffnen nicht kühl gelagert werden. Einer Einnahme und Dosierung nach Bedarf steht somit nichts im Wege, da die Artikel wie jedes andere Supplement gelagert werden können.

enthaltene Menge Alkohol:
* eine Liste pharmazeutischer Produkte mit u.a. Hepatitis und Influenza Impfstoffen finden sie auf wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Liposom#Liposomale_Fertigarzneimittel)



quellennachweis für fotos, graphiken & bilder:
Liposom / Mizelle - https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9e/Phospholipide_in_Wasser.svg -- Phospholipids_aqueous_solution_structures.svg: User:LadyofHatsderivative work: Matt, Public domain, via Wikimedia Commons
Liposom - https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e0/Liposom.png -- The original uploader was Robert Kropf at German Wikipedia., CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons
Doppelschicht - https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/76/Doppelschicht.PNG -- The original uploader was Robert Kropf at German Wikipedia., CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons