Kräutersalze

Kräutersalz-Mischungen von Maren Roesler

  • magenstarkend
  • verdauungsfördernd
  • appetitanregend
  • stoffwechselfördernd

allen gemeinsam: Asant

Täglich nehmen wir zu unserem Essen Salz - zur Geschmacksverstärkung oder auch zur Geschmacksveränderung, z.B. wenn wir dem Salz noch Kräuter hinzufügen. Das mache ich auch und meistens ziemlich wahl- und gedankenlos, zumindest was die Kräuter anbelangt. Ein bisschen habe ich schon geschaut, was einigermaßen geschmacklich zusammenpasst, also Knoblauch und Currygewürze habe ich nicht gemischt. Aber ich habe nicht darauf geachtet, wie mein Körper auf die Kräuter reagiert. Ich habe nach den geschmacklichen Kriterien ausgewählt. Allerdings nehme ich seit Jahren nur noch das Himalaya-Kristall-Salz und auch bei den Kräutern ist es mir wichtig, dass sie sauber angebaut und verarbeitet werden.

Ich beschäftige mich schon sehr lange mit Kräutern, ich liebe es, sie in der Natur auf den Wiesen, im Wald oder an den Wegrandern zu sehen. Ich mag ihren Geruch, die Energie, die von ihnen ausgeht und ich finde es wunderbar, die getrockneten Kräuter zu vermischen, wie z.B. für den Leberzauber oder das Kräuterviolett. Dabei spüre ich auch, wie wohltuend sie auf meine Organe wirken.

Kräuter-Salze zum Würzen von Speisen machen das natürlich auch, habe ich nur nicht immer darauf geachtet. Auf meine Ernährung und wie mein Körper sich damit fühlt, da schaue ich sehr genau hin. Meinem Kaffee füge ich schon lange eine Gewürzmischung aus Kardamom, Zimt, Muskat und Nelken hinzu, damit mein Magen den Kaffee besser verträgt. Ich mag ihn einfach gerne!

Und nun war die Zeit reif, dass ich die Verbindung zwischen meinem Körper und den Kräuter-Salzen herstelle.

Die Auswahl der Kräuter fiel mir leicht. In erster Linie wollte ich einheimische Kräuter verwenden, dann habe ich darauf geachtet, die warmenden und kühlenden Kräuter (nach der Traditionellen Chinesischen Medizin) nicht zu vermischen. Die Wärmenden unterstützen den Magen, die Verdauung und den Appetit, die Kühlenden den Stoffwechsel. Bei den magenstarkenden Kräuter-Salzen wirken die Kräuter verstärkt auf Magen und Niere, z.B. Angelikakraut (Engelwurz), Anis, Thymian,Liebstöckel und Dill, bei den verdauungsfördernden stehen Leber, Galle und Milz an erster Stelle mit den Kräutern Rosmarin, Kümmel, Schafgarbe, Eberraute und Beifuß und bei den stoffwechselanregenden Kräuter-Salzen Leber, Blase, Nieren und Lunge, hier wirken die Kräuter Petersilie, Brennnessel, Löwenzahn, Nelkenwurz und Gänseblümchen.

Allen Mischungen ist noch eine geringe Menge Asa foetida oder Asant, bei uns besser bekannt als Teufelsdreck, zugefügt. Asant besteht zu 24 bis 65% aus Harz. Der Harzanteil ist z. T. für den bitteren, beißenden Geschmack und den sehr unangenehmen Geruch verantwortlich, der sich allerdings bei Verwendung in einen Geruch ähnlich dem von Zwiebeln und Knoblauch ändert. Meiner Kräutermischung ist Bockshorn beigefügt, um eben diesen starken Eigengeruch zu mildern. Das ätherische Öl, das etwa 6-20 % ausmacht, enthält schwefelhaltige Aromakomponenten.

Die bittere Eigenschaft von Asa foetida ist für alle Organe förderlich.

Guten Appetit wünsche ich mit meinen Kräuter-Salzen, ob in Gemüsegerichten, in Salat-Saucen oder anderen Saucen oder einfach auf einem Butterbrot.

BEZUGSQUELLEN:


Die Salzmischungen

Kräuter-Salz M1 - magenstärkend:
enthält auf 100g Kristall-Salz ca.
  • 10g Angelikakraut
  • je 5g Dillsamen und Thymian
  • 2g Asa foetida mit Bockshorn
Kräuter-Salz M2 - magenstärkend:
enthält auf 100g Kristall-Salz ca.
  • 10g Anis
  • je 5g Liebstöckel und Dost
  • je 2g Angelikakraut und Asa foetida mit Bockshorn
Kräuter-Salz V3 - verdauungsfördernd:
enthält auf 100g Kristall-Salz ca.
  • 20g Rosmarin
  • je 5g Schafgarbe und Beifuß
  • 2g Asa foetida mit Bockshorn
Kräuter-Salz V4 - verdauungsfördernd:
enthält auf 100g Kristall-Salz ca.
  • 20g Kümmel
  • 10g Eberraute
  • 5g Schafgarbe
  • 2g Asa foetida mit Bockshorn
Kräuter-Salz A5 - appetitanregend:
enthält auf 100g Kristall-Salz ca.
  • je 10g Spitzwegerich und Sauerampfer
  • je 5g Schafgarbe und Asa foetida mit Bockshorn
Kräuter-Salz S6 - stoffwechselanregend:
enthält auf 100g Kristall-Salz ca.
  • 50g Petersilie
  • 10g Asa foetida mit Bockshorn
Kräuter-Salz S7 - stoffwechselanregend:
enthält auf 100g Kristall-Salz ca.
  • 30g Brennnessel
  • 20g Löwenzahn
  • 4g Asa foetida mit Bockshorn
Kräuter-Salz S8 - stoffwechselanregend:
enthält auf 100g Kristall-Salz ca.
  • 20g Löwenzahn und Nelkenwurz
  • 10g Gänseblümchen
  • 4g Asa foetida mit Bockshorn

Asant

Quelle für text & foto - http://de.wikipedia.org/wiki/Asant :
Asant (Ferula asafoetida), auch bekannt als Stinkasant (hindi: Hing, urdu: Hei-ng) oder Teufelsdreck, ist eine bis zu 4 m hohe, mehrjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Sie liefert beim Einschneiden der freigelegten, etwa 15 cm dicken Wurzel ein stark nach Knoblauch schmeckendes Gummiharz. Es wird in Afghanistan, Pakistan, im Iran und in Indien als Gewürz benutzt, vor allem aber in der indischen Küche.

Asant besteht zu 24 bis 65% aus Harz. Der Harzanteil ist z. T. für den bitteren, beißenden Geschmack und den sehr unangenehmen Geruch verantwortlich, der sich allerdings bei Verwendung in einen Geruch ähnlich dem von Zwiebeln und Knoblauch ändert. Das ätherische Öl, das etwa 6-20 % ausmacht, enthält schwefelhaltige Aromakomponenten. Asant ist magenberuhigend und wirkt gegen Blähungen, sodass es vor allem bei Bohnengerichten Verwendung findet. Dabei wird es nur in sehr geringen Mengen verwendet und in der Regel als Klumpen unter den Deckel des Kochgeschirrs geklebt, wo es sein Aroma entfalten kann. In geriebener Form kann es auch direkt den Speisen beigegeben werden.

Der aus den Wurzeln austretende Milchsaft wird an der Sonne getrocknet. Dabei verfarbt er sich rotbraun. Die "Ernte" des Saftes zieht sich über 2-3 Monate hin und ergibt Ausbeuten von etwa 1 kg pro Pflanze.

Asant ist besonders beliebt bei indischen Brahmanen, denen der Genuss von Zwiebeln und Knoblauch auch aufgrund ihrer angeblichen aphrodisierenden Wirkung verboten ist.

Das getrocknete Gummiharz des Asant war als Asa foetida über Jahrhunderte fester Bestandteil des Arzneischatzes in Europa, dem Nahen Osten, Persien und Indien. Neben der pharmazeutisch-medizinischen Verwendung war der Asant darüber hinaus in Volksglauben und volkstümlichem Heilwissen verankert. Zur medizinischen Anwendung kamen neben der rohen Droge Asa foetida das entsprechende Asa foetida-Öl und Alkoholauszüge; außerdem wurde das Gummiharz als Raucherdroge verwendet. Indikationen für die Anwendung waren
a) verschiedene Angst- und Nervenstörungen (Nervositat, Hysterie, Hypochondrie),
b) krampfartige Magen-, Leber- und Galleleiden,
c) Impotenz und reduzierter sexueller Antrieb.
Entsprechend war Asant vorwiegend als Nerven- und Beruhigungsmittel sowie als gastrointestinales Spasmolytikum verbreitet. Seit dem Altertum galt Asa foetida außerdem als Aphrodisiakum und wurde über Jahrhunderte in der Liebesmagie eingesetzt.