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auf ein Wort:

über klatschen (Nov-21)

Klatschen ist nicht nur zweideutig, es ist vieldeutig:
  1. Beifall klatschen, Begeisterung & Freude ausdrücken
  2. rhytmisch klatschen um den Takt bei Musik & Tanz zu halten
  3. sich über Abwesende unterhalten
  4. jemanden "an die Wand klatschen möchten" (Konjunktiv)
  5. jemandem "eine klatschen" - eine Ohrfeige geben
  6. neudeutsch: mit Händen und Füßen gegeneinander kämpfen
Was haben diese vielen Bedeutungen gemeinsam?
  • zum klatschen braucht es mindestens zwei, einen der klatscht und einen der beklatscht wird
  • klatschen ist wertend, entweder
    • beifällig (1. und 2.)
    • abfällig (4. bis 6.)
    • oder beides (3.)
Es ist schwierig über jemand zu reden ohne sie/ihn zu bewerten. Und selbst wenn mir gelingt es neutral zu meinen und neutral auszudrücken, garantiert das nicht dass es neutral ankommt. Es ist mindestens genauso schwierig Gehörtes nicht zu bewerten wie über jemand ohne Wertung zu sprechen. Und so kommt es dass in der Kommunikation der Ton die Musik macht. So kommt es dass sich Menschen nur wenig daran erinnern was ich gesagt habe, aber sehr gut daran wie sie sich gefühlt haben als ich es gesagt habe. Wenn wir uns mögen bauen Worte Brücken, und wenn wir uns nicht mögen bauen die gleichen Worte Mauern.
Schweigen ist nicht Gold, aber definitiv besser als reden wenn mögen fehlt oder abhanden gekommen ist. Gold wäre die Stimmung zu klären, so dass sich mögen aufbaut oder wieder einstellen kann. Das Problem? Zum einen ist mögen freiwillig und zum anderen rationell/logisch nicht zugängig. Lippenbekenntnisse und politisch korrekte Ausdruckweise können es begünstigen, aber auf keinen Fall herbei führen. Selbst oder gerade unbewußte Abneigung kommt trotz süßester Worte jenseits der Sprache an - der Ton macht die Musik.

Wie bringe ich jemand dazu mich zu mögen der mich nicht mag? Oder noch herausfordernder, wie bringe ich mich dazu jemand zu mögen den ich nicht mag?

Dafür gibt es leider keine Pille. Im Laufe meines Lebens kann ich mir das erschwitzen, wenn es gut läuft. Wenn es schlecht läuft brauche ich dafür mehrere Leben. Ja, ich bin davon überzeugt dass wir mehrere Leben haben, dass wir immer wieder versuchen dürfen uns an unsere gemeinsame Abstammung zu erinnern, solange bis es eben klappt. Mögen kommt von Möglichkeit - also kein Stress.

Jetzt mal was ganz anderes, scheinbar: das Wort gefallen. Wenn ich jemand gefallen möchte ist das mehr als nur möchten. Ich tue etwas nur um dieser Person zu gefallen, sonst würde es mir nicht in den Sinn kommen. Im Tierreich würde man das als "Signale der Unterwürfigkeit senden" bezeichnen, und wie auch das Wort gefallen ausdrückt bin ich dann bei Adressaten eher im Ansehen gefallen als "gestiegen.

Auf Latein heißt ich möchte gefallen "Placebo". Dieses Wort wird auch benutzt um einen in der Wissenschaft ungewünscheten Effekt zu benennen - den Placebo-Effekt. Sehr früh nutzten pharmazeutischen Unternehmen die wissenschaftliche Methode der Blindversuche, um selbst Test durchführen und ihre eigene Forschungsarbeit überprüfen zu können. Dabei entwickelten sie die Pille mit Zuckerüberzug ohne Wirkstoffe darin. Bei den Versuchen herauszufinden wie ihre medizinischen Drogen funktionieren wurden manchen Probanden solche "leeren" Pillen gegeben. Sie waren für die Forscher klar erkennbar markiert, nicht aber für andere.

Einige Probanden zeigten genau die Reaktionen die sie haben sollten, die von den Forschern vom Wirkstoff erwartet wurde, obwohl nichts in der Pille war. Dieser Effekt machte Forscher fassungslos. Er brachte ihre Daten in Schieflage, sagte ihnen etwas dass sie nicht verstanden und mit ihrer Arbeit nicht in Verbindung bringen konnten, kurz der Placebo-Effekt war ihnen ständig im Weg.

Und an diesem Punkt frage ich mich: Was ist bloß mit den Wissenschaftlern los? Interessant wird es doch besonders da wo Unerwartetes passiert. Warum wird ihr Forschergest nicht geweckt, warum schauen sie nicht richtig hin und sagen: „Meine Güte, da passiert etwas Gewaltiges [der Effekt macht etwa 30% aus] und wir haben keine Ahnung wie. Großartig, lasst uns den Placebo-Effekt untersuchen, lasst uns herausfinden wie man ihn nutzen kann!“

Stattdessen wurde ein politisch korrekte Bezeichnung dafür gefunden, die einen negativen Beigeschmack hat. Die abschätzige Redensweise „jemandem ein Placebo singen“ leitet sich aus dem Beerdigungsritus der katholischen Kirche her. In der spät-mittelalterlichen Totenandacht war es möglich, dass der liturgische Gesang mit dem Vers „ich werde dem Herren gefallen im Lande der Lebenden“ (placebo = ich werde gefallen) von bezahlten Sängern und nicht mehr nur von den Trauernden selbst angestimmt wurde. „Placebo“ galt somit als etwas Scheinheiliges, eine schmeichlerische und unechte Ersatzleistung.

Dabei ist es doch im wahren Sinnes des Wortes wunderbar wenn meine reine Überzeugung das etwas "so wirkt" genau dieses Wirkung erzeugt! Es ist das Geheimnis der Spontanremission, von Homöopathie, der Motor hinter der Beobachtung dass der Glaube Berge versetzt, der Grund warum Voodo bei manchen funktioniert und bei manchen nicht, es ist dass was der FC Bayern bei seinen Spielern als "Siegermentalität" fordert - und teuer bezahlt weil nicht alle sie entwickeln können. Noch nicht!

Was wäre wenn ich statt meine Erwartungen zu unterdrücken die Verantwortung für sie übernehmen würde, wenn ich meine Erwartungen klären und pflegen würde, so dass sie sich selber und dem Wohle aller nicht mehr widersprechen? Das wäre nämlich die zu leistende Arbeit damit aus der chaotischen Summe meiner ungeklärten Erwartungen jene konzertierte Kraft werden kann die Berge versetzt. Das muss ich erst einmal wollen, die Bereitschaft entwickeln diese Herkulesaufgabe anzugehen und meine Erwartungen zu erforschen und dann hygienisch zu machen.

Das geht ohne heulen und Zähne klappern nicht, denn viele meiner Erwartungen stinken mehr zum Himmel als der Stall des Augias, den zu säubern die fünfte von 12 Herkulesaufgaben war. Herkules hatte da einen Trick auf Lager der in der Sage nachgelesen werden kann. So viel mag ich verraten, es war viel Wasser im Spiel. Mein Trick sieht anders aus, und doch haben beide Tricks etwas gemeinsam - die Einsicht viel zu spülen wenn's sauber werden soll. Wer mag kann hier nachlesen:
Ach ja, mein Trick? Neben der tragischen Seite des Lebens auch immer die humorvolle sehen, sie zu suchen falls sie nicht offensichtlich sein sollte und.. zu klatschen.
Corona Zahlen auf hintermbusch.wordpress.com

statistische Auswertung zur gegenwärtigen Übersterblichkeit im Auftrag von Ute Bergner (Landtagsabgeordnete Thüringen, Nov-21) herunterladen
  • Klatschen gehört zu den ersten Klängen, die wir als Kinder selbst erzeugen können. In einer Gruppe wird aus diesem Klang Applaus.

  • Klatschen ist das ursprünglichsten rhythmischen Ausdrucksmittel des Menschen und der Ausgangspunkt für die Herstellung von Perkussionsinstrumenten.
klatschen & singen

Walzer & klatschen

klatschen & singen, Australien

klatschen & Singen, Zambia

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Bohemian Rhapsody geklatsch

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klatschen auf bayrisch

klatschen und singen, afrikanisch

klatschen mit 5 Personen

Ketjak - Stimmrhythmus aus Indonesian

reine Absicht

Experiment von Dr. Masuro Emoto: Drei Gläser werden mit Reis befüllt und mit Wasser übergossen. Dann tat er einen Monat lang jeden Tag folgendes:
  • sagte zum 1. Glas: "Danke!"
  • sagte zum 2. Glas: "Du bist ein Idiot!"
  • sagte zum 3. Glas nichts, ignorierte es komplett
Nach einem Monat geschah folgendes:
  • der Reis im 1. Glas begann zu fermentieren und verbreitete ein starkes angenehmes Aroma
  • der Reis im 2. wurde schwarz
  • der Reis im 3. Glas fing an zu faulen
Dr. Emoto glaubt dass diese Experiment eine wichtige Einsicht liefert, insbesondere hinsichtlich unseres Umgangs mit Kindern. We sollten auf sie Acht geben, ihnen Aufmerksamkeit schenken und mit ihnen reden. Gleichgültigkeit richtet den größten Schaden an.

  • ein Reis-Experiment
  • noch ein Reis-Experiment
  • Placebo Effekt

    aus wikipedia:
    In einem medizinischen Lexikon erscheint der Begriff zum ersten Mal 1785 (..). Der erste dokumentierte Versuch, der mit einer Art Placebo kontrolliert wurde, stammt aus dem Jahre 1784, durchgeführt von dem bedeutenden Naturwissenschaftler und spätern US-Präsidenten Benjamin Franklin. Damals behauptete Franz Anton Mesmer, dass es in dem Körper eine Art „Fluid“ gebe, das er aus der Entfernung beeinflussen könne. Der König von Frankreich rief ein Komitee zusammen, welches ihn auf sein Wirken überprüfen sollte. Dieses Komitee, zu dem auch der junge Benjamin Franklin gehörte, führte nun einige Testreihen durch. So ließen sich Frauen in einem Raum mesmerisieren in dem Glauben, der Ausführende sitze hinter einem Vorhang im Nebenzimmer, wobei die Information richtig oder falsch sein konnte. Franklin gelang es, nachzuweisen, dass der Erfolg der Behandlung nur davon abhängt, ob die Frauen glauben, der Mesmerist sei da, und widerlegte damit die der neuen Mode zugesprochene Wirkungsweise.

    Die ersten kontrollierten klinischen Versuche mit „inerten“ Substanzen wurden von Ärzten entwickelt, die entweder einen Wirkungsnachweis für die Homöopathie erbringen wollten oder die Absicht hatten, diese neue Heilweise als „Humbug“ zu entlarven. Zum ersten Mal wurden Placebos im heutigen Verständnis wohl 1830 durch einen Doktor Herrmann unter Supervision eines Doktors Gigler in einem Militärkrankenhaus der russischen Stadt Sankt Petersburg systematisch verwendet. Dabei sollte untersucht werden, ob eine homöopathische Behandlung wirkt. Diese Studie verglich nicht nur die damals neue homöopathische Behandlung mit der zeitgenössisch üblichen medizinischen Behandlung, sondern führte außerdem wohl erstmals systematisch eine Nichtbehandlungsgruppe ein, die mit Placebos in Form von Pseudopillen ohne Wirkstoff behandelt wurde. Es zeigte sich, dass die Placebo-Gruppe die besten Erfolge hatte.



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