Handbuch 12

Mein Körper ist der Erfüllungsgehilfe meiner Seele, nicht meines Intellekts, meiner Gedanken, Wünsche, Hoffnungen oder Ängste. Die Loyalität meines Körpers gilt meinem Seelenplan. An den kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Aber mein Körper tut das. Er braucht nichts zu vergessen, also muss er sich auch an nichts erinnern. Mein Körper lügt nicht, weder in der Krankheit, noch in der Gesundheit - laute(r) Körpersprache eben.

Über die Kommunikationsversuche meines Körpers mit mir habe ich eine Art Tagebuch geschrieben, die Selbstgesprächen zum MitlesenGiN-link. Diese Einträge sind die Materialsammlung aus der sich dieses Handbuch zusammensetzt.

Ich bin seit meinem 26igsten Lebensjahr strikter Vegetarier und trotzdem bezüglich Entsäuerung über eine gewisse Grenze nicht hinweg gekommen. Im Jahre 2004 ging ich durch eine emotionale Krise und machte deshalb eine emotionale Aufarbeitung, allein im Liegen entsprechend einer schriftlichen Anleitung. Ich weinte mich durch einen Doppelpack Tempos und schlief nach etwa einer Stunde erschöpft ein. Als ich nach einer weiteren Stunde wieder aufwachte, waren meine Augen so verkrustet, dass ich mich zum Bad tasten und die Verkrustung mit warmem Wasser aufweichen musste. Was war geschehen? Nach erfolgreicher (Teil-) Klärung meiner Gefühle hatte mein Körper spontan massenhaft saure Schlacken über die Augen entgiftet, ohne dazu ein Basenmittel oder etwas anderes zu benötigen.

Unser Körper ist der Erfüllungsgehilfe unserer Seele, nicht der Erfüllungsgehilfe unseres Intellekts, unserer Gedanken oder unseres Egos. Die Loyalität meines Körpers gilt meinem Seelenplan, den ich gefasst habe, als ich bei vollem Bewusstsein von der anderen Seite des Schleiers auf die Erde geschaut habe, und mir unter den möglichen diejenige Startsituation gewählt habe, die der Erfüllung meines Plans am besten dient. Daran kann ich mich leider nicht mehr richtig erinnern, denn ich bin nicht mehr voll bewusst, habe nicht mehr den Überblick, den ich körperlos auf der anderen Seite des Schleiers gehabt habe. Jetzt bin ich mit Körper, habe die kollektiven Gewohnheiten und Einengungen verinnerlicht und kann in meinen besten Zeiten lediglich die groben Umrisse meines Seelenplanes erahnen.

Mein Körper aber weiß es. Er brauchte nichts zu vergessen, also muss er sich auch nicht an etwas erinnern. Der Körper lügt nicht, weder wenn er Krankheit, noch wenn er Gesundheit produziert. Das kann er nämlich beides, jederzeit, und die Frage ist nicht, ob er es kann, sondern warum er es tut. Unter welchen Umständen produziert mein Körper Gesundheit und unter welchen produziert er Krankheit? Die Antwort lautet in beiden Fällen: Wenn es meinem Seelenplan dient!

Das ist eine unbequeme und doch hoffnungsgeladene Botschaft. Ich bin krank, weil es meinem Seelenplan dient und ich bin gesund, weil es meinem Seelenplan dient. Die Konsequenz dieser Erkenntnis ist, dass ich mich nicht so sehr um meine Gesundheit oder Krankheit zu kümmern brauche, denn sie ist das jeweilige automatische Resultat davon, ob ich mich im Sinne meines Lebensplanes weiterentwickle - dann werde ich gesünder - oder ob ich mich davon wegentwickele - dann werde ich kranker. Dabei ist es ziemlich egal, was für Pillen ich zwischendurch schlucke und welche Therapien, Entgiftungen und sonstige Maßnahmen ich durchführe.

Ist das nicht auch eine frohe Botschaft? Wenn es wirklich stimmt, brauche ich gar nicht mehr so angestrengt zu versuchen, die Stoffwechselgeheimnisse meines Körpers zu ergründen, oder die Umstände seiner Zellerneuerung zu beeinflussen. Ich brauche nur noch darauf zu achten, ob er nickt (ich mich gut fühle) oder er den Kopf schüttelt (ich mich schlecht fühle). Sie können sich doch sicher noch an das Kinderspiel Heiß-Kalt erinnern? Mein Spielkamerad versteckt etwas und ich darf nicht gucken. Dann muss ich suchen und wenn ich in die richtige Richtung gehe, sagt mein Kamerad "heiß", wenn ich in die falsche Richtung gehe, sagt er "kalt". Wenn ich immer weiter in die richtige Richtung gehe, sagt er "heißer, heißer", bis ich es gefunden habe. Kann ich das mit meinem Körper spielen?

Der spricht aber kein Deutsch, auch kein Englisch. Und doch flüstert er ständig in einer Sprache in mein Ohr, die niemand anders verstehen kann, als ich - auch kein Therapeut. Denn der kann es erst dann verstehen, wenn mein frustrierter Körper dazu übergeht, mir schwerhörigem Kopfmenschen die Information mittels körperlicher Symptome schmerzreich zu vermitteln.

videoSchattentherapie (~30min Video)

die folgenden Tagebucheinträge finden sie in den Selbstgesprächen zum MitlesenGiN-link:
  • Lichter & Leichter
  • Vom Nabel zum Herzchakra
  • Selbst - Ermächtigung
  • Rumpelstilzchen
  • Traumhaftes Familienstellen
  • Bin ich eine Gefühl- & Konflikt-Kläranlage?
  • Die UFOs sind nicht gelandet!
  • äRR-WIEN der Regenwurm
  • Ein Sünder meutert: Schluss mit Leiden!
  • Das AVOKOKO-Modell
  • Die Indigo Energie von Barak Obama
  • WEM schenkst du deine 40%?
  • Mitschöpfer
  • Der Gelobte Rand
  • Erhöhte Achtsamkeit
  • Der WIR-Faktor oder konnte Kleopatra das Klo putzen?
  • Phasenverschoben
  • Das ANGVIL - Projekt
  • Gute Zeiten, Schlechte Zeiten
  • Von meinen Hörnern & Flügeln
  • Körpersprache
  • Pickel an der Backe
  • Altern
  • Teuflische Beschwerden
  • Mit Sigmund auf der Couch
  • 2012
  • Lebensmut
  • Wahrnehmung
  • Das ist ungerecht!
  • Spitzen-Erlebnisse
  • erleuchtete Diät
  • Hosen runter
  • Was, wie wie oft?
  • Normalverteilung
  • Hau drauf oder Hau ab
  • Wenn alte Wege..
  • Gern zu Hause
  • Gewissheit

  • Nachwort
  • Schlusswort
Handbuch


Gefühle klären - eine unendliche Geschichte?

So weit, so gut - doch was hat das mit Gefühlen zu tun? Nun, die Sprache meines Körpers, mit der er mir Information mitzuteilen versucht, bevor er zur lautstärkeren Symptom- und Schmerzsprache übergeht, sind Gefühle. Wenn ich mein Gefühl den Verlauf meines Handelns mit beeinflussen lasse, wenn ich es dadurch ausdrücke, ändert es sich - ich fühle mich dann etwas besser ("heiß"), oder ich fühle mich etwas schlechter ("kalt"). Wenn ich meine Gefühle unterdrücke, dann werden sie irgendwo in meinem Körper als Erinnerung gespeichert, bestimmte Gefühle oft an bestimmten Orten.

Dort bleiben sie solange, bis ich sie irgendwann einmal ausdrücke. Das hat dann nicht mehr so viel mit der Situation zu tun, in der sie entstanden sind. Ich spiele Heiß-Kalt zeitversetzt und verallgemeinernd. Vormals Unterdrücktes platzt gesammelt in ein Jetzt das nur noch schematische Ähnlichkeit mit den verschiedenen Entstehungsituationen der hervorplatzenden Gefühle hat. Bildlich gesagt haben die vielen Streichhölzer (unterdrückte Gefühle) gemeinsam nach der erstbesten Reibefläche gesucht. Je mehr unterdrückte Gefühle sich ansammeln umso mehr steigt der Druck, umso beliebiger kann die Reibefläche sein. Eugen Roth beschreibt das in einem seiner Gedichte so:
Zum Beispiel mancher sich nichts denkt, im Augenblick wo wer ihn kränkt.

Erst nachts dann, wenn er schlaflos liegt, merkt er, dass er was abgekriegt,

Und ist auf einmal so erbittert, dass ihm vor Zorn die Nase zittert.

Die Kränkung, jetzt erst ausgebrochen, bedarf zur Heilung vieler Wochen;

Vergebens feilt er nun am Wort, das ihm geholfen hätt' sofort.
Ich wähle gewohnheitsmäßig oft die schlechteste aller Möglichkeiten des Umgangs mit meinen Gefühlen - ich unterdrücke sie. Warum? Ich weiß nicht, ob es bei ihnen genauso ist, aber ich habe Angst, dass meine Gefühle mich kontrollieren könnten, und versuche deshalb, sie zu kontrollieren. Das gelingt mir zwar in dem Moment, in dem ich sie unterdrücke, aber dafür kontrollieren sie mich irgendwann später, wenn sie massenhaft aufgestaut ihre Unterdrückung explosionsartig abschütteln und dann in Situationen hervorbrechen, die nur noch entfernt mit ihrer Entstehung zu tun haben.

Ob das mein Leben wohl einfacher macht? Auf keinen Fall! Es macht es eindeutig komplizierter! Ich fange an, zeitversetzt zu leben und mit meinen gestauten Gefühlen Menschen entgegenzutreten, die an ihrer Entstehung nicht beteiligt waren. Das passt einfach nicht (mehr), ich erscheine schräg und ungerecht. In mir läuft ein alter Film ab der mit der gegenwärtigen Realität nicht viel zu tun hat und alle merken es, selbst ich. Das ist krank!

Doch die offensichtliche Lösung - mit meinen Gefühlen gleich bei ihrer Entstehung Heiß-Kalt zu spielen - bringt mich in schlechten Ruf, im Extremfall ins Gefängnis oder ins (psychiatrische) Krankenhaus. Der Druck meiner bisher angestauten Gefühle ist so groß, dass er sich aggressiv-explosiv zu entladen droht, sobald ich auch nur den kleinsten Ansatz zum Heiß-Kalt Spiel mache. Jedenfalls geht es mir so und davor habe ich Angst. Ich möchte lieber höflich bleiben, auch da wo es nicht passt, wo es angemessener und gesünder wäre den Mund gleich aufzumachen. Das Mund aufmachen kann ja höflich verlaufen und trotzdem bestimmt, zumindest könnte ich es lernen. Es ist halt unbequem, nicht nur für mich. Reibung ist dann sofort da, da wo sie hingehört.

Als ich dann mal richtig hingeschaut habe, hab' ich gemerkt, dass ich mich nur in Extremsituationen an die Option des Heiß-Kalt Spiels erinnere. Entweder wenn es mir richtig gut geht und ich es nicht brauche, oder wenn es mir richtig schlecht geht und meine (entstauten) Gefühle mich zu Handlungen zu drängen drohen, die im Gefängnis oder Krankenhaus enden. Es ist so ähnlich wie mit dem Beten, denn das fällt mir nur ganz unten auf der Emotionsleiter ein, oder ganz oben. Auch "Danke!" ist ein Gebet und mein erstes ehrliches Danke hat mir die Tür zum bisherigen Niemandsland zwischen den Extremen eröffnet. So ähnlich ist es mit den Gefühlen. Die Tür zum Heiß-Kalt Spiel, zu den Weiten des bisherigen Niemandslands, öffnet sich am einfachsten dort wo es mir extrem gut geht, wo ich es gar nicht zu brauchen scheine.

Es folgen Beschreibungen einiger meiner Heiß-Kalt Spiele, in der Hoffnung dass es ihnen den Mut gibt mit ihren eigenen anzufangen, den Mut mit ähnlich kleinen Schritten in unscheinbaren täglichen Situationen zu beginnen, die anderen total unwichtig erscheinen und doch für sie die Welt verändern, und zwar bevor es ein Therapeut als Symptom erkennen kann. Wenn Gefühle geklärt wurden, dann wissen es die Nachbarn. Denn es geht nicht ohne weinen, schreien, lachen, schluchzen - ohne Gefühlsausbrüche. Jedenfalls nicht am Anfang. Dazu ist der Staudruck zu hoch. Also legen sie getrost Tempotaschentücher bereit, am besten eine Großpackung wenn Weinen angesagt ist. Gehen sie in einen einsameren Teil des Waldes wenn Schreien angesagt ist, und hängen sie einen Punchingball auf wenn um-sich-schlagen dran ist. Am Anfang mag es ohne die Unterstützung anderer Menschen gar nicht gehen, es sei denn sie wollen es wirklich - egal, was es kostet.

Carl Gustav Jung hat einmal gesagt, dass sich ein innerer Impuls als Schicksal im Außen materialisieren muss, es sei denn man folge ihm innerlich. Ob er wohl das gleiche wie ich gemeint hat, die Sprache des Körpers? Auf jeden Fall habe ich eine Menge innerer Impulse als Schicksal ausgelebt; daran kann ich schon lange nicht mehr vorbeischauen. Ebenso klar ist, dass ich es jetzt nicht mehr im gleichen Ausmaß wie früher tue. Ich folge jetzt mehr meinen inneren Impulsen bevor sie sich materialisieren müssen/können.

Vielleicht glauben sie mein Leben wäre dadurch einfacher geworden? Weil andere es nicht mehr so knallen sehen oder hören können? Weil sich die Sprache meines Körpers nicht mehr so sehr für andere wahrnehmbar ausdrückt, z.B. für einen Therapeuten? Nun, mein Leben ist dadurch anders geworden. Denn ich höre mittlerweile zu - so gut ich es im jeweiligen Moment kann. Und morgen kann ich es noch ein bisschen mehr. Und das sie den Knall nicht mehr hören oder seine Auswirkungen sehen können, heißt noch lange nicht dass es nicht geknallt hat. Er musste halt nicht mehr so lauf werden, der Knall.

Und hier ein paar Fakten aus knalligen Abschnitten meines Lebens (mit Altersangabe): Im Folgenden möchte ich sie mit weiteren Lebensumständen von mir und den daraus erwachsenen Veränderungen bekannt machen. Ich möchte sie damit bekannt machen, wie es anfing dass ich auf die geflüsterten Symptome meines Körpers zu hören lernte, bevor sie sich knallig in Schicksal umsetzten mussten.


Mai-2005: EIGENVERANTWORTUNG

Im Frühjahr 2005 machte ich [auf Maui, Hawaii] eine Rückführungstherapie, in deren Verlauf ich zwar keine Bilder sah, doch sehr stark mit Gefühlen auf die intuitive Führung meiner Therapeutin reagierte.

Das betreffende Leben hatte im alten Ägypten zu einer Zeit stattgefunden, in der die Priesterschaft aus vollkommen unabhängigen weiblichen und männlichen Linien bestand, die jedoch ihre Arbeit koordinierten und, wo sinnvoll, auch miteinander kooperierten. Ich war ein männlicher Priester mit der speziellen Aufgabe die dazu notwendige Kommunikation aufrecht zu erhalten. Es gab in der weiblichen Linie eine entsprechende Priesterin. Im Verlauf dieser im Tempel der Priesterinnen stattfindenden Treffen gestattete ich meine Verführung.

Das Motiv ihrerseits war, die entstehende sexuelle Energie für ihre Arbeit zu benutzen, während ich in sie verliebt war. Ich empfand die Beziehung als Widerspruch zu meiner Berufung und hatte stärkste Schuldgefühle. Obwohl ich jedes Mal den festen Entschluss fasste, die Beziehung zu beenden, schmolz dieser Entschluss in ihrer Anwesenheit dahin. Ich verlor meine Willenskraft vollständig und wurde zu ihrem Werkzeug. Die sexuelle Beziehung dauerte lange fort.

Obwohl ich im Laufe der Zeit bemerkte, dass ihrerseits keine Rede von Verliebtheit sein konnte, entwickelte ich komplette Hörigkeit. Als ich (dadurch) für sie schließlich energetisch uninteressant wurde, brachte sie mich auf grausame Weise um. Sie folterte mich um die letzten Reste von Lebenskraft aus mir herauszupressen. Sie schnitt zum Schluss meine Hoden ab und hängte sie auf während ich noch lebte.

Die Therapeutin nahm war, dass diese Priesterin in meinem jetzigen Leben als meine Mutter inkarniert war. Der Fokus ihrer Kommentare lag daher auf der grausamen, unmenschlichen Behandlung seitens der Priesterin, und der sich daraus ergebenden Notwendigkeit meiner Mutter vergeben zu müssen.

Meine eigenen Gefühle während der Sitzung waren sehr intensiv und sehr klar gewesen. Als die Priesterin mich schließlich umbrachte, fühlte ich Erleichterung und war fast glücklich dass es endlich vorbei war. Das Gefühl der Schuld gegenüber meiner Bruderschaft von Priestern war überwältigend. Meine Vorstellungen von der Größe des durch mein Verhalten entstandenen Schadens und das zugehörige Schuldgefühl löschten meine körperlichen Schmerzen komplett aus. Da ich weder die Hoffnung noch das Selbstvertrauen gehabt hatte, die Situation aus eigener Kraft zu klären, freute ich mich nur noch darauf meinen Körper zu verlassen.

Ich nahm der Priesterin ihre Grausamkeiten nicht Übel, war ihr fast dankbar, weil ich selber nicht die Kraft aufgebracht hatte ihr zu widerstehen und diese faule Beziehung zu beenden. Ich verurteilte mich selber so sehr, dass ich mich gerecht bestraft fühlte. Und trotz allem liebte ich die Priesterin noch immer. Auch heute noch fühle ich keine Notwendigkeit meiner Priesterin / Mutter irgendetwas zu vergeben, denn ich habe ihr niemals Schuld zugewiesen.

Als ich diese Gefühle am Ende der Sitzung äußerte, ging meine Therapeutin nicht darauf ein. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt den Eindruck, dass sie das Gefühl hege ich beschütze meine Mutter.

Die Motivation für die Therapie war bei mir aus den Schwierigkeiten erwachsen, die in der Beziehung zu meiner damaligen Lebenspartnerin herrschten. Sie war - wie auch meine beiden vorhergehenden Lebensabschnittsgefährtinnen - der Meinung, dass viele unserer gemeinsamen Beziehungsprobleme aus der Beziehung zwischen mir und meiner Mutter herrührten. Als ich ihr den Verlauf der Sitzung schilderte, meinte sie sanft aber bestimmt, dass ich versuchen würde meine Mutter zu schützen, und dass ich mich weigern würde die Muster zu ändern die aus meiner Beziehung mit meiner Mutter erwachsen seien, die gleichen Muster, die jetzt unsere Beziehung belasten würden. Ich beschloss, meiner eigenen Wahrnehmung zu trauen, unabhängig davon was andere sagten oder dachten.

Einige Zeit nach der Sitzung entwickelte ich das Gefühl, dass die ägyptische Priesterin eher die jetzige Inkarnation meiner Partnerin als meiner Mutter sei, vermutlich eine Reaktion auf das "Herüberlehnen" meiner Partnerin. Doch dann begann ich zu verstehen dass die Priesterin keine einzelne bestimmte Frau in meinem Leben repräsentierte, sondern alle. Meine eigenen Gefühle während der Rückführung waren, wie bereits erwähnt, ausgesprochen klar gewesen.

Sowohl meine Therapeutin als auch meine Partnerin haben meine Gefühle respektiert und nicht versucht, mich von etwas anderem zu überzeugen. Dafür danke ich beiden herzlich. Und deshalb war es mir auch möglich ohne schlechtes Gewissen ihnen gegenüber im Laufe etlicher Monate die Rückführung letztendlich so interpretieren, wie es für mein gegenwärtiges Leben sinnvoll ist.

Es wurden mir allmählich meine wichtigsten Muster klar, die ich von Ägypten in meine heutige Existenz mit hinüber gebracht hatte. Nur weil ich mich selbst nicht wertschätzte, war es möglich dass die Situation in Ägypten derartig unmenschlich und grausam wurde. Weil das symbiotische Vergnügen im Sex mir mehr wert gewesen war als meine eigene Integrität, hatte ich sowohl jeden Selbstwert als auch meine Identität verloren. Auf der anderen Seite blieb mir immer klar, wer verantwortlich war. Ich habe keinem anderen die Schuld gegeben. Ich habe der Priesterin die Gelegenheit gegeben mein Leben zu bestimmen. Sie nahm diese Gelegenheit bis zur letzten Konsequenz war.

Es war meine (selbstgewählte) Aufgabe in Ägypten gewesen, zu lernen wie ich unter widrigen Umständen Integrität und Selbstwert aufrechterhalten kann. Da ich es damals nicht gelernt habe, begegne ich in diesem Leben ähnlichen Situationen. Ich bin/war wieder ein "Symbiose - Junkie", gebe/gab wieder meine Unabhängigkeit ab indem ich den Meinungen und Werten meiner Partnerinnen mehr Wert bei messe, als den eigenen.

Es macht für mich keinen Sinn (mehr), mich dafür selber zu bestrafen. Das hilft genauso wenig wie jemand anderem die Schuld zu geben oder zu versuchen, ihn/sie zu bestrafen. In diesem Leben hatte ich solche Situationen bisher durch Weglaufen "gelöst". Im Vergleich zu Ägypten ist das ein Fortschritt. Damals habe ich mich umbringen lassen - heute schaffe ich es zu überleben.

Die Lektion ist trotzdem noch dieselbe. In den vergangenen drei Jahren war ich damit beschäftigt gewesen, nach Beziehungsmustern zu graben die andere in mir hatten sehen wollen. Das hatte mich und meine jeweilige Partnerin davon abgehalten die wirkliche Herausforderung zu akzeptieren: sich im Jetzt gegenüber zu treten, ohne angstvoll Vergangenes oder hoffnungsvoll Zukünftiges.


Sep-2006: GRUPPENENERGIE

In meinem Inneren verändert sich vieles so schnell, dass ich nicht einmal mehr genug Zeit zum Zuschauen habe. Vor wenigen Tagen noch hatte ich versucht in einer langen Liste diese Veränderungen zu beschreiben, und anschließend in einer mindestens gleich langen Liste die dazu passenden gesundheitlichen Maßnahmen. Aber ehrlich gesagt befürchte ich, dass beide Listen schneller altern als sie gelesen werden können.

Meine für mich selbst wichtigste Tätigkeit ist zurzeit, die Kryon Channelings von Lee Carroll (seit Aug-05) so schnell wie möglich ins Deutsche zu übersetzen und auf meiner homepage verfügbar zu machen. Die Übersetzungen sind für mich jedes Mal eine Bestätigung dass ich nicht spinne, denn viele der Themen des jeweils aktuellen Channelings sind mir schon eine Weile im Kopf herumgespukt. Ich habe die Energien und teilweise auch ihre Eigenschaften schon wahrgenommen, bevor mir der aktuelle Channeling Text bekannt wird.

Und diese Veränderungen beschleunigen sich immer mehr. Am deutlichsten wurde mir das in persönlichen Begegnungen gezeigt, wie mit meinen Freiburger WG-Mitbewohnern. Entwicklungen, für die ich selber 15 schillernde Jahre im dicht gepackten Leben eines missionarischen Wandermönches brauchte, machte mein Wohnungsgenosse in läppischen 6 Monaten durch, während er absolut unspektakulär, aber unheimlich effektiv seinem ganz normalen Job nachging und eine ganz normale Beziehung pflegte. Ehrlich gesagt, empfand ich es manchmal als ein klein bisschen unfair. Ich fühlte mich wie "Wo" in einer Kryon-Parabel:

So begann Wo den Berg hinaufzusteigen, und er stieg wirklich, drei Jahre lang. Er ging da hin und dort hin; er besuchte Klassen; er lass Bücher; er fastete; er betete; er meditierte; und er folgte den vielen Stufen, die ihn nach seinem Empfinden auf den Gipfel bringen würden. Oh, er rutschte ein paar Mal aus, stieß sich den Ellenbogen, verletzte sich eine Zehe. (Kryon Lächeln) Aber er erhob sich gleich wieder und machte sich erneut auf. "Ich kann das schaffen," murmelte Wo zu sich selber. "Ich weiß, dass ich den Gipfel erreichen kann, weil Spirit gesagt hat, dass ich den Aufstiegs-Status haben kann. Ich werde den Gipfel erreichen!" Und das tat er.

Er stand also da auf dem Gipfel und beanspruchte seinen Aufstiegs-Status, und alles war wunderschön. "Oh, ich fühle den Frieden. Ich weiß, dass das der Beginn eines besseren Lebens ist," sagte er, "und ich weiß, dass ich ein Menge zu lernen habe, doch das war der erste Schritt, und ich habe hart dafür gearbeitet, und es hat Jahre gedauert!" Wo gratulierte sich gerade selber, als er zufällig auf die Rückseite des Berges schaute und vor Schreck nach Luft schnappte! Dort gab es einen Skilift! Einen richtigen Skilift! Und im Lift waren Leute wie er. Sie kamen einer nach dem anderen den Berg hoch. Die Gesamtzeit vom Gipfel des Berges bis zum Fuß des Berges betrug drei Minuten! Sie alle erlebten den Aufstiegs-Status.

Wo rief, "Das ist nicht fair. Es ist wirklich nicht fair." Er begab sich in die Meditation und sagte, "Lieber Spirit, das ist nicht fair. Warum ist das so? Ich habe so viel Zeit und so viel harte Arbeit investiert, um auf den Berg zu kommen. Warum hast du mir nichts vom Skilift gesagt?" Und Spirit antwortet, "Wo, du hast niemals gefragt, oder?" Du hast eine menschliche Vermutung bis ins Extrem getrieben und niemals etwas anderes ins Auge gefasst. Du dachtest, du hattest alles im Griff, du müsstest dafür arbeiten, und das hast du getan. Es war deine Wahl, das Klettern anstrengend zu machen."
(aus: Die Sieben großen Illusionen der Menschen von Gott, Kryon durch Lee Carroll, http://gesund-im-net.de/channeling/kryon2006edmonton.htm)

Das ist aber noch lange nicht alles. Im April letzten Jahres (2005) begann ich, die ersten Anzeichen für etwas zu bemerken, das ich später Gruppenenergie getauft habe. Eines schönen Frühlingstages hatte ich aus heiterem Himmel eine Spontanentleerung, das heißt ich ging zur Toilette und anschließend konnte man "durch meinen geöffneten Mund den Boden sehen". Kurz darauf kam mein obiger frecherweise den Skilift benutzender WG-Genosse von der Arbeit nach Hause. Er hatte für mich unverkennbare Anzeichen einer kleinen Lebensmittelvergiftung. Darauf angesprochen, stellte sich heraus, dass er an seiner Arbeitsstelle eine Kantinenmahlzeit gegessen hatte, die ihm Übel im Magen lag. Mit ein paar Maßnahmen (Bitterstoffe, etc.) ging auch er zur Toilette, und danach konnte man auch "durch seinen geöffneten Mund den Boden sehen". In dem Umfang wie es ihm besser ging, erholte ich mich auch.

Mein Wohnungsgenosse entschloss sich daraufhin, mit Hilfe von Basenmitteln, Algen, etc., seinen Körper ein bisschen sauber zu machen. Dabei legte sein Körper ein Ausmaß von Co-operation an den Tag, das ich vorher nicht gekannt hatte. Wenn er nichts zu tun hatte, schmissen ihn die teilweise heftigen Entgiftungsreaktionen ins Bett. Aber sobald er arbeiten musste, oder etwas Wichtiges vorhatte, stand er unweigerlich fit auf der Matte nur um sofort nach seiner Rückkehr wieder bettlägrig weiter zu entgiften. Ich war fasziniert.

Solche Erlebnisse verdichteten sich, bis ich sie schließlich ernst genug nahm, um sie ab Herbst 2005 in meinen Seminaren mit einzubeziehen. Das ging dann soweit, dass nur einer von uns ein PCB - Cocktail (zur Entgiftung Poly-Chlorierter Biphenyle) einnahm, aber vier von uns daraufhin körperliche Entgiftungssymptome produzierten - eine Dame sogar im 200 km entfernten Freiburg.

Ich begriff langsam, dass die (Qualität der) Gruppenenergie nicht nur ein Faktor, sondern der wichtigste und größte Faktor in diesem Geschehen war, und begann dieses Geschehen so gut es ging zu nutzen. Je herzlicher die Energie in einer Gruppe ist, desto effektiver und sanfter laufen die Entgiftungsprozesse ab. Im Vergleich zu meiner eigenen Erfahrung mit der Schwermetallausleitung im Einzelkämpferstil kann man sich 80% allen Aufwandes sparen, inklusive der beteiligten Mittel und Therapien. Die Voraussetzung dafür ist allerdings eine "herzliche" Gruppe, die sich mindestens einmal alle 14 Tage für ein paar Stunden trifft und gemeinsam die Schwingungen anhebt und sich gegenseitig unterstützt.

Wo möglich, fördere ich die Bildung solcher Gruppen, was immer das im Einzelfall beinhalten mag. Ich habe das mal so ausgedrückt: "Licht ausschalten" ist übrigens ein Synonym für die eigenen Gefühle unterdrücken. "Licht einschalten" bedeutet meinen eigenen Gefühlen (mir selbst) so sehr zu vertrauen, dass ich gegen meine Bequemlichkeit meine Gefühle auch dann ausdrücke, wenn sie Reibung zu erzeugen drohen. Dass ich es lerne sie höflich aber bestimmt jetzt auszudrücken, statt zu gestatten dass sie sich in mir ansammeln bis der Überdruck sie in Situationen platzen lässt, die den Beteiligten ein Vielfaches der Reibung zumutet die ich zu vermeiden trachtete.

Mir den Reflex des "Licht Ausschaltens" abzugewöhnen ist am einfachsten, wenn ich mir regelmäßig Unterstützung von Gleichgesinnten hole und Gleichgesinnten regelmäßig Unterstützung gebe - beides! In der Gruppe erhöhen sich die Schwingungen durch die gemeinsame reine Absicht, den jetzt unbequemen Weg zum (zukünftigen) Wohle Aller zu gehen. Und es ist dann gar nicht mehr so wichtig, was genau dort gemacht wird.

Jedes Medikament, jedes Gerät oder Instrument, jede Therapie (und jeder Therapeut) und sogar jeder Kraftplatz ist wie eine Krücke, die es mir ermöglicht, wieder laufen zu lernen. Ziel ist es, die Krücke letztendlich wieder weg zu legen und ohne sie zu laufen. Nur die Hilfe, die den Empfänger unabhängig von der gebenden Hand macht, ist wirkliche Hilfe. In diesem Sinne ist Therapie hilfreich, immer vorausgesetzt, dass ich laufen lernen will. Solange und in dem Masse wie ein Therapeut heilen will, begibt er sich in eine Täterrolle, und seine willigen oder unwilligen Patienten werden im gleichen Ausmaß eine Opferrolle spielen.


Sep-2006: DAS LIEBE GELD

Mit Geld habe ich mich im Rahmen meiner eigenen Unklarheiten von jeher schwer getan. Ich habe lange gebraucht, bis ich verstanden habe, dass jemandem etwas zu schenken, eine versteckte Machtstrategie sein kann. Wenn mir jemand etwas schuldet, dann habe ich Macht über ihn, weil er sich bewusst oder unbewusst mir gegenüber minderwertig fühlt. Ein Freund hat mal zu mir gesagt: "Sieh zu, dass du den Leuten ihre Macht zurückgegeben hast, bevor sie zur Tür hinaus laufen." Dazu eine wahre Geschichte.

Meine ersten Seminare führte ich in der Küche meiner 2-Zi-Wohnung in Wiesbaden durch. Sie kosteten damals DM 30,- pro Tag, und wenn jemand zur Toilette wollte, mussten alle aufstehen. Es war eine schöne Zeit. Bei der Umstellung zum Euro war der Preis auf € 30,- angestiegen, und ich fuhr zu den Seminarorten durch ganz Deutschland. So blieb es lange, und meine damalige Lebensabschnittsgefährtin, selbst Heilpraktikerin, drängte mich dazu, meine Preise zu erhöhen. Das war eine schwierige Angelegenheit für mich. Schließlich hatte ich 14 Jahre lang mit allem mir zur Verfügung stehenden Ernst versucht, die Maximen des heiligen St. Franziskus von Assisi zu leben: Armut, Hilfsbereitschaft, Keuschheit. Das war mir auch mehr oder weniger gut gelungen, nur hat sich jetzt die Situation verändert. Ich habe dem Lebensabschnitt Mönch den Rücken zugekehrt, doch anscheinend nicht vollständig.

Wie dem auch sei, ich erhöhte Ende 2003 die Preise schließlich auf € 60,- und wurde von Stund an nicht mehr von Flöhen oder Zecken gebissen. Die hatten mich zuvor als Leckerbissen betrachtet. Außerdem änderte sich das Klientel meiner Seminare. Die Menschen, die jetzt kamen, waren mehr auf den Ausgleich des Gebens und Nehmens bedacht. Etwa zur gleichen Zeit hatte ich einen Testkoffer für meine eigenen Zwecke zusammengestellt. Auf die Frage, was der koste, antwortete ich € 900,- und hatte damit eher Abschreckung bezweckt. Doch siehe da, eine ganze Reihe von Menschen entschlossen sich zum Kauf. Mein pekuniäres Weltbild wackelte.

Leider sind meine finanziellen Berührungsängste durch solche positiven Erfahrungen keineswegs endgültig beseitigt. Ich würde nach wie vor am liebsten alles Finanzielle jemand anderem komplett übertragen und gerne ohne einen Cent in der Hosentasche herumlaufen. Stattdessen habe ich allerdings gewählt, eine Familie teilweise zu ernähren [ich lebte damals mit meiner Lebensabschnittsgefährtin und ihrer Tochter in einem kleinen Haus im Hinter-Taunus]. Damit steht dem situationsbedingten Klärungsdruck auf meine Emotionen bezüglich Macht und des Ausgleichs von Geben & Nehmen kein (ehemaliges) Eremitendasein mehr im Wege, das mir bisher die Möglichkeit gegeben hatte, diese Themen zu umgehen. Und trotzdem beinhaltet meine Vorstellung vom Paradies nach wie vor einen gut funktionierenden universellen Tausch-Ring.

In punkto Geld strebe ich folgende "business policy" an:

link zu den Selbstgesprächen zum MitlesenGiN-link


NACHWORT

Warum habe ich meine Selbstgespräche mit ihnen geteilt? Damit sie mich kennen lernen? Nein - das geht so nicht. Ich habe es getan, um ihnen Einblick zu gewähren, wie ich mich selbst tiefer kennen gelernt habe. Ihnen Einblick zu gewähren ist jedoch nicht mein Anliegen, es ist nur Mittel zum Zweck: Ich möchte sie dafür begeistern, sich selber tiefer kennen zu lernen.

Ich hoffe, das klappt auch bei ihnen. Ich hoffe, sie finden ihren eigenen Weg ohne den Versuch, meinen Weg zu gehen oder zu imitieren. Ich bin nämlich kein Lehrmeister. Ich bin bestenfalls ein Lehr Leerling, ein Mensch, der ein bisschen Erfolg damit hatte, mit Gottes Hilfe seine Gefühle zu klären, und der dadurch ein paar Gefühlsmuster loslassen konnte, loslassen durfte.

In diesem Sinne bin ich heute leerer als zuvor, aber eben immer noch Lehrling. In mir gibt es jetzt mehr Raum für die Summe aller Möglichkeiten, die mir mein Lehrmeister, das Universum, täglich bietet. Ich reagiere nicht mehr so vorhersehbar wie früher, weniger zwanghaft. Manche empfinden es als weniger verlässlich. Ich bin eben von vielen fixen Ideen verlassen worden.

Mir hat Humor sehr geholfen. Das Leben ist schon komisch, es sei denn, ich sehe es als Tragödie. Am Anfang war mein Humor eher von Selbstironie und versteckter Kritik an anderen geprägt, und mein Lachen war selten von Herzen. Doch in dem Maß, wie ich erlebt habe, dass mich Mutter Natur und die universelle Schöpfung auch dann lieben, wenn ich Scheiße baue, in dem Maße konnte ich immer herzlicher mit dem Leben mitlachen.

Jetzt meckere ich nicht mehr so viel mit mir und auch nicht mehr so viel über andere.

Wie oft haben mir heiß ersehnte Dinge gar nicht mehr geschmeckt, als sie endlich eintrafen. Und wie oft haben mir Dinge, die ich mit aller Macht zu vermeiden suchte, bei ihrem Eintreffen unendlich geholfen! Schon lange lehren mich meine Erfahrungen, dass ich gar nicht wissen kann, was gut oder was schlecht für mich ist oder sein wird. Und wenn ich es noch nicht einmal für mich wissen kann, wie soll ich es dann im Falle von jemand anderem wissen können? Darauf gibt es nur eine Antwort darauf: Gar nicht!

Aber das Universum weiß es! Mutter Natur weiß es! Und die Menschheit beginnt, das wieder anzuerkennen. Physiker, Biologen, Geologen und viele andere Wissenschaftler kommen alle zum gleichen Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit für das zufällige Erschaffen von Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen ist etwa so, wie eine Sechs nach einer Sechs zu würfeln, und dann noch eine Sechs, und dann noch ein Sechs, und..., Tausend mal hintereinander.

Das Universum hat offensichtlich Vorurteile: Es ist voreingenommen für die Erschaffung von Leben, es ist voreingenommen für die Erhaltung von Leben und es ist voreingenommen für die Entwicklung von Leben. Das Universum weiß nicht nur, was gut für mich ist, es tut es auch noch. Das geschieht mitunter entgegen meiner Wünsche, aber immer im Sinne meiner Entwicklung.

Manchmal sehe ich das und manchmal sehe ich es nicht. Manchmal verstehe ich es und oft verstehe ich es nicht. Früher war nicht verstehen der Punkt, an dem ich angefangen habe zu meckern. Heute ist es der Punkt, an dem ich anfange herzlich zu lachen. Der kosmischen Humor gibt mir die Freude und die Gelassenheit, auf mein Verstehen mit der Gewissheit verzichten zu können, dass die Ergebnisse immer lebensbejahend sind. Der kosmische Humor bringt mich nicht immer gleich zum Lachen - wenn im Betriebsmodus "Tragödie" bin, dauert es eine Weile - aber immer öfter und immer schneller.

Apropos Humor, wie sie sicherlich bemerkt haben, finden sie hier keinerlei Anweisungen und/oder Methoden, kein Techniken, keine Therapien, wie man/Frau seine/ihre Gefühle klären kann, nicht einmal den kleinsten Hinweis. Nun, das liegt daran, dass jede Hoffnung auf eine Wirksame Methode oder Therapie von dem ablenkt, worum es wirklich geht:
Ohne diese Bereitschaft, ohne dieses Vertrauen werden sie sich an eine von außen vorgegebene Methode klammern wollen, wie ein Krebskranker an eine Chemo. Sie würden ihre Verantwortung und Kreativität abgeben – an die Methode, an das Heilmittel, an den Therapeuten,

Das alles wäre nicht im Sinne ihrer Seele. Sie können so ihrem Seelenplan nicht näher kommen. Die Kommunikation mit ihrem Höheren Selbst und damit ihr Zugang zu ihrem Seelenplan bleibt solange blockiert, wie sie von außen kommenden Informationen (Therapeut, Therapie, Therapeutikum) mehr vertrauen, als ihrer eigenen inneren Stimme.

Wenn sie hingegen diese Bereitschaft aufbringen, dann wird sie ihre innere Stimme zu den für sie geeignetsten Therapien, Therapeuten und Therapeutika führen. Das ist vergleichbar mit einem Navigationsgerät, dass ihnen nur immer mitteilt, was sie an der nächsten Ecke tun sollen: Rechts, links oder geradeaus. Es zeigt ihnen keine Generalkarte mit festem Streckenverlauf. Es behält sich vor, sie gegebenenfalls umzuleiten, wenn es einen Stau gibt, eine Baustelle, einen Unfall. Und irgendwann sagt es ihnen, dass sie gerade angekommen sind.

Ich wünsche ihnen viel Freude auf ihrem Weg und die Gelassenheit, sich mit ihrer Einschätzung des Geschehens solange zu gedulden, bis das Wohlwollen des Universums für sie offensichtlich wird.

Georg Keppler - Nov 2016

PS: Hin und wieder habe ich Gedichte von Jelal'uddin Rumi (1207-1273) eingestreut oder Freiraum damit verziert. Seine persischen Liebesgedichte und Liebeslieder sind in die Sufitradition eingebettet, wo trunkene Liebe für Gott und trunkene Liebe für die/den Geliebten sich in der Sprache treffen. Des Persischen nicht mächtig, habe ich diese Gedichte aus dem Englischen übersetzt, und zwar aus:
  1. OPEN SECRET, Versions of Rumi, translated by John Mayne & Coleman Barks, Threshold Books, ISBN 0-939660-06-7
  2. UNSEEN RAIN, Quatrains of Rumi, translated by John Mayne & Coleman Barks, Threshold Books, ISBN 0-939660-16-4
Warum ich bereits Übersetztes nochmal übersetze? Weil ich sie dann verinnerliche, weil der Gott in meinem Innern mich dann stärker anhaucht, denn er geht mit dem Gott im Innern des Dichters und der Übersetzer in Resonanz. Ich bin heute noch zu Tränen gerührt jedesmal wenn ich eines davon aufmerksam lese.
Bleibe in der Begleitung von Liebenden.

Alle anderen Arten von Menschen wollen dir jeweils etwas zeigen.

Eine Krähe wird dich in eine leere Scheune führen,

ein Papagei zu Zucker.
Jelal'uddin Rumi (1207-1273)


SCHLUSSWORT (nicht von mir): Geistführer & Engel

Ich möchte darüber reden, was ich den schlimmst-möglichen Fall der Vermenschlichung von Gott nennen würde, und das berührt den Kern so vieler von euch. Es geht darum, wie ihr Geistführer und Engel visualisiert. Nun, das wird enorm anders werden als vieles, was euch erzählt wurde. Seid deshalb darauf gefasst, anders zu denken. Das wird kein göttliches Wesen schmälern, es nur aufwerten, um es in Ausrichtung mit multi-dimensionalem Denken zu bringen.

Existieren Engel? Gar keine Frage, aber nicht so, wie ihr denkt oder es euch beigebracht wurde. Gibt es geistige Helfer? Gar keine Frage, aber wiederum nicht so, wie ihr denkt. Wenn in vergangenen Zeiten Engel Menschen besucht haben und die Ereignisse von jenen beschrieben wurden, die anwesend waren, um Zeuge der Erfahrung zu sein, dann garantiere ich euch, dass es ziemlich anders war, als sie auf dem Papier ausdrücken konnten. Wenn ein Engel vor einem Menschen erscheint, sieht das wie ein wirbelnder Ball von Energie aus, manchmal sogar wie Feuer, das nicht heiß ist und nichts verbrennt. Engel haben keine menschliche Form und hatten niemals eine. Sie sind multi-dimensionale Wesen, nicht in 3D. Und doch wollt ihr ihnen Haut und Flügel geben und sie mit einem Namen versehen! Warum? Ihr fühlt euch dann besser mit ihnen. Wir verstehen das.

"Wer sind sie?" Ihr gebt ihnen Namen; ihr gebt ihnen Merkmale. Dieser Engel tut dies; jener Engel tut das. Was wäre, wenn ich euch sage, dass sie alle zusammen sind? Ihr würdet reagieren. Ihr würdet sagen: "Ich mag das nicht. Ich möchte, dass sie Individuen sind und verschiedene Dinge tun." Menschen wollen, dass Engel die "himmlischen Fabrikarbeiter Gottes" sind, jeder mit einer Aufgabe. So ist es nicht! Wenn ihr Luft einatmet, stellen sich dann die Moleküle als Individuen mit Namen und Aufgabe auf und betreten dann in einer Reihe eure Lungen? Gewöhnt euch an das Konzept, das sie der Physik entanglement {Verschränkung} nennen. Das ist ein in der Quantenwelt benutztes Wort, welches die seltsamen Merkmale von Materie beschreibt, die "jederzeit mit allem verbunden" zu sein scheint.

Ich möchte, dass ihr euch an etwas gewöhnt, das tiefgreifend und wunderschön ist. Ihr seid ein Teil von allem! Ihr seid nicht davon getrennt. Ihr gehört dazu. Ihr mögt in 3D individuelle Körper sein, aber in der multi-dimensionalen Welt seid ihr mit allem verbunden!

Ich möchte in einem mehr spezifischen und historischen Zusammenhang über geistige Führer und Helfer reden. Die Channelings [Schriften] der Altvordern gehen mit eurer Visualisierung von drei Geistführern einher. Aber ihr solltet euch über diese Nummer "drei" in der neuen Perspektive klar werden, denn ich werde euch jetzt etwas mitteilen, das von 3D abweicht.

Vor 20 Jahren bin ich einfach mit eurer Wahrnehmung von "drei geistigen Führern" einhergegangen. Es war euch dienlich und es gab nicht die Lebensweisheit, irgendetwas anderes zu verstehen. Jetzt gibt es sie. Ich habe Neuigkeiten für euch: Ihr habt keine drei geistigen Führer. Die drei ist lediglich die numerologische Identifizierung von Helfer-Energie. Die Nummer drei wird zum "Wegweiser" zu einer anderen Bedeutung. Ich habe es früher am heutigen Tag gesagt [in einem vorhergehenden Channeling], dass ihr alle durch eine dritte Sprache an meinem Channeling beteiligt seid. Manche von euch hören das überhaupt nicht, was ich mit meinem Partner tue [das Channeling, das ihr lest]. Stattdessen geschehen eure eigenen persönlichen Botschaften und die werden jetzt gerade übermittelt. Darum ist das, was wir "Dritte Sprache" nennen, eine katalytische multi-dimensionale Sprache. Sie katalysiert Energie zwischen euch und mir, und wenn ihr vor mir sitzt und das öffnet, was euer drittes Auge ist, dann ist die Zirbeldrüse weit offen. Dann fängt der Katalysator an zu arbeiten und ihr bekommt intuitive, kommunikative Botschaften.

Der Katalysator wirkt zwischen der Energie, die ihr eingeboren nennt, oder euer Höheres Selbst, und dieser Seite des Schleiers, auf der ich bin. Diese Sprache funktioniert mit eurer Intuition, gibt euch blitzartige Einsichten, gibt euch Anweisungen, hält eure Hand, gibt euch Liebe. Das ist die Dritte Sprache.
(aus: Die Vermenschlichung GottesGiN-link)