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Mut - der stille Weg des Meisters

Geoffrey Hoppe

Artikel von Geoffrey Hoppe [1], erschienen in der Apr-26 Ausgabeexterner link des Shaumbra Magazines, übersetzt von Georg Keppler {Fußnoten & geschweifte Klammern eingefügt vom Übersetzer}


Es gibt da ein Wort das in den jüngsten Keahakinfo-box
Altes lemurisches Wort das "Spirit erfahren/erleben" (kea) und "Energie in Aktion/Bewegung" bedeutet. (aus dem crimsoncircle.com Glossarexterner link übersetzt)
Treffen mit Adamus wiederholt aufgekommen ist, und es war weder glitzrig noch dramatisch. Es trat weder in kühnen Erklärungen auf noch in heldenhafter Bildsprache. Tatsächlich wäre es fast unbemerkt durchgerutscht.

Das Wort war Mut. Nun, wenn die meisten Menschen dieses Wort hören, dann denken sie sofort an etwas Großes oder Kühnes, wie zum Beispiel in die Schlacht stürmenm oder Angst mit bloßer Willenskraft zu bewältigen. Das kulturelle Image eines Helden oder Kriegers, der sich durch Widrigkeiten boxt und siegreich daraus hervor geht. Doch Adamus hat von etwas anderem geredet, von sowohl inneren wie äußeren Variationen von Mut, bei Shaumbra [2] geht es um etwas anderes. Die meisten von uns sind des Kämpfens ziemlich müde. Wir haben ganze Leben mit kämpfen verbracht, mit manipulieren und streiten, haben versucht alles richtig zu machen. Wenn jedoch Adamus von Mut spricht, dann zeigt er auf etwas anderes. Es ist etwas viel ruhigeres, und viel intimer.

Wenn ich es in mit einfachen Worten sagen müsste, dann wären es folgende: Mut ist die Bereitschaft sich selber zu erleben ohne wegzulaufen. In dieser Art Mut gibt es keine Waffen, keine Rüstung, keine dramatischen Szenen oder Siege. Es ist einfach nur du, in der Präsenzinfo-box
Obwohl wir PRÄSENZ intellektuell verstehen, ganz entspannt darüber sprechen und als Wahrheit anerkennen, geht sie in der Gangart und im Lärm des täglichen Lebens sehr leicht unter, sobald wir uns aus unserer ziehen lassen. Hier ist eine einfache, direkte Möglichkeit unter gegangene Präsenz erneut zu fühlen anstatt bloß über sie nachzudenken:

mit dir selber bleibend. Nach allem was ich meinem eigenes Leben bemerkt habe, und über Jahre Shaumbra betrachtend, ist es wahrscheinlich das radikalste was ein Mensch tun kann. Der menschliche Geist ist dafür gemacht Unbequemes zu vermeiden. Er sucht Stabilität, Sicherheit, und Kontrolle, und er wird so gut wie alles dafür tun Unsicherheit und emotionale Intensität zu vermeiden. Doch der Weg des Meisters verlangt etwas ganz andere. Er verlangt zu bleiben. Nicht richtig machen oder lösen, oder weglaufen - sondern in der eigenen Erfahrung präsent zu bleiben.

Die meisten von euch wissen bereits das eine oder andere über Mut, auch wenn ihr es nie so genannt habt. Ihr habt in dem Moment Mut gezeigt in dem ihr begonnen habt die Wirklichkeit zu hinterfragen. Ihr habt Glaubenssysteme verlassen, Indentitäten, Rollen und Beziehungen, oder einfach nur das was ihr über euch selber geglaubt habt. Ihr habt diesen Strukturen erlaubt wegzufallen weil sich etwas Tieferes in eurem Inneren gemeldet hat. Das war nicht einfach. Der Kopf sträubt sich gegen diese Art von Veränderung, oft wehren sich Familie und Gesellschaft dagegen, und selbst eure eigenen Ansichten mögen Widerstand leisten. Trotzdem seid ihr diesem inneren Wissen gefolgt. Das war Mut - nicht laut oder dramatisch, aber tief transformierend.

Eine andere Form des Mutes die oft nicht bemerkt wird, ist der Mut zum fühlen. Die meisten Menschen verbringen einen großen Teil ihres Lebens damit Gefühle zu vermeiden, sich abzulenken, Emotionen zu unterdrücken, oder alles dahingehend zu analysieren dass sie nicht wirklich erleben müssen was innen drin abläuft. Shaumbra tendiert zum Gegenteil. Wir begeben uns direkt in die Erfahrung - die Freude, die Trauer, die Verwirrung, die Wellen der Transformation - denn irgendwo tief im Inneren wissen wir, dass es genau Erfahrung selbst ist warum wir hierher gekommen sind. Es geht nicht darum in Emotion zu baden oder sich darin zu verlieren (obwohl wir auch darin gut sind), sondern eher darum Erfahrung ohne Widerstand zu erlauben. Das erfordert wirklichen Mut, besonders in Momenten in denen es keine Straßenkarte gibt, keine Erklärungen, und keine Garantie dafür was auf der anderen Seite ist. over

Die vielleicht größte Form von Mut auf diesem Weg ist der Mut Kontrolle sein zu lassen. Der Kopf des Menschen ist unglaublich gut dafür ausgerüstet das Leben zu meistern, Problemlösungen zu suchen, Ergebnisse vorwegzunehmen, und alles im Rahmen einer sinnvollen Ordnung zu halten. Doch Adamus war sehr klar darin dass der Meister Energie nicht kontrolliert. Stattdessen erlaubt ein Meisten dass Energie ihm dient. Das hört sich einfach an, sogar verlockend, bis du versuchst es zu leben. Kontrolle gehen lassen heißt nicht das die Dinge auseinander fallen, aber es kann sich zuweilen so anfühlen. Es bedeutet über Strategien, über mentale Lösungen und alte Bewältigungsmechanismen hinaus zu gehen, und etwas viel Tieferem zu vertrauen - deinem wahren Selbst. Diese Art Vertrauen kann vom Kopf nicht fabriziert werden; es enfaltet sich durch Erlauben, und Erlauben braucht Mut.

Auf diesem Weg gibt es eine Phase die viele von euch kennen. Es ist der freie, zwischen der Auflösung des alten Selbst und dem noch nicht vollstädig ausgebildeten neuen Selbst liegende Raum. Er kann sich ungewiss anfühlen, orientierungslos machen, sogar unangenehm sein. Der Kopf möchte da möglichst schnell durch, es definieren, richtig machen, doch ein Meister tut etwas anderes. Der Meister bleibt. Diese Bereitschaft mitten im Umbruch präsent zu bleiben ist eine tiefgreifende Form von Mut. Es ist die Bereitschaft präsent zu bleiben während sich alles auflöst von dem du geglaubt hast das du es bist. Das ist nichts für schwache Nerven, und doch seid ihr hier.

Über Neugier

In den jüngsten Botschaften von Adamus ist ein weiteres Wort aufgetaucht: Neugier. Auf den ersten Blick mag es mit Mut nichts zu tun haben, doch wenn wir tiefer gehen, dann wird es klar dass Neugier tatsächlich eine sehr sanfte Form von Mut ist. Wenn etwas Unerwartetes geschieht, versucht der Kopf sofort es zu interpretieren, es zu reparieren, oder sich davor zu schützen. Er stellt Fragen wie: Was habe ich falsch gemacht? oder Wie kann ich das stoppen? Das sind Versuche die Erfahrung so schnell wie möglich zu beenden. Doch Neugier macht etwas ganz anderes. Sie hält die Erfahrung offen. Sie sagt einfach bloß: Hmmmm, das ist interessant. Das mag nicht nach einem großen Unterschied aussehen, doch energetisch ist er enorm. Neugier ermöglicht Bewusstein immitten von Unbekannten präsent zu bleiben, und im Unbekanntes ist es wo Transformation stattfindet.

In diesem Sinn wird Neugier zum sanfteren, etwas entspannteren Ausdruck von Mut. Sie drückt nicht, sie zwingt nicht; sie ermöglicht. Sie versucht nicht den Moment zu kontrollieren; sie lotet ihn aus. Man könnte sagen dass Neugier Mut ohne Anspannung ist. Sie ist die Bereitschaft offen zu bleiben wenn der Kopf zumachen will, präsent zu bleiben wenn der Intellekt Gewissheit verlangt. Das wird besonders wichtig wenn wir uns neuer Wissenschaft nähern. Dem Intellekt steht bei neuer Wissenschaft keine Referenz zur Verfügung. Er kann sie nicht vorhersagen, definieren oder komtrollieren. Doch Neugier gestattes es dass Erfahrung sich ganz natürlich entfaltet, ohne dazwischen funken des Intellekts der Antworten verlangt.

Das markiert einen tiefgreifende Verschiebung auf der Reise. Die meisten Menschen nutzen Mut dazu das Leben zu bewältigen. Aber der Meister nutzt Neugier um das Leben zu entdecken. Statt {bekannte} Ergebnisse zu forcieren oder zu versuchen irgend etwas {bestimmtes} zu erreichen, fängt der Meister an Bewusstsein selbst zu erforschen. Auf der Reise geht es dann weniger um Anstrengung und mehr um Entdeckung. Und in der Entdeckung geschieht etwas bemerkenswertes - Energie fängt an auf andere Weise zu reagieren. Statt etwas zu sein was du verwalten oder manipulieren musst, beginnt Energie dir zu dienen. Nicht weil du es dir erarbeitet hast, sondern weil du es gestattest.

Das kann sich anfangs seltsam anfühlen, besonders für jene unter uns die ganze Leben damit verbracht haben Probleme zu lösen und Dinge zu verwirklichen. Wenn du aufhörst zu versuchen deine Probleme zu lösen, kann sich das wie nichts tun anfühlen. Doch in Wirklichkeit gestattest du etwas viel Natürlicherem und Intelligenterem in Spie zu kommen. Und nochmals, das erfordert Mut - den Mut zu vertrauen, den Mut zu erlauben, den Mut Kontrollzwang loszulassen.

Die wirkliche Frage ist dann vielleicht gar nicht ob du den Mut dazu hast. Der wirkliche Frage ist ob du bei dir bleiben willst, präsent mit dir egal was passiert, denn an diesem Punkt ist es wo sich alles ändert. Nicht durch Anstrengung, Erkämpfen oder Management, sondern durch Präsenz, Zulassen und Vertrauen. Wenn es Adamus in einem Satz zusammenfassen sollte, würde es sich in etwa so anhören:

Der Mensch hat Mut gebraucht um in der Welt zu überleben; der Meister nutzt Neugier um sich selber zu entdecken.

Die Verschiebung von Überleben zu Entdecken verändert alles an der Reise.

Hier in der Villa Ahmyo auf Kona zu sitzen und dem Ozean bei seiner spielerischen Bewegung zuschauend ist einfach zu denken, dass dieser Weg immer friedvoll sein sollte. Und in vieler Hinsicht ist er das. Aber wir sollten nicht so tun als brauche es keinen Mut dazu. Keinen lauten, dramatischen, aber die leise, stetige Bereitschaft offen zu bleiben, präsent zu sein, bei sich zu bleiben sogar wenn alles sich ändert. Besonders jetzt wo die Welt mehr lärmt und chaotischer wird.

Wenn also das nächste Mal etwas Unerwartetes passiert, statt darauf zu reagieren oder versuchen es zu reparieren, atme tief durch und sage schlicht: Hmmmm.. Dieser einfache Moment der Neugier mag das mutigste sein was du an diesem Tag gemacht hast.

Und damit, liebe/r Shaumbra... bleib neugierig.