über Drehtür
Ausweichstrategien
Während einer Autofahrt 2004 stimmte ich zu eine Kryon Kasette zu hören. Die Stimme von Lee Carroll legte augenblicklich einen Schalter in mir um. Ich war verbunden. Von diesem Moment an habe ich Kryon Channelings ins Deutsche übersetzt um verbunden zu bleiben.
Das ging etwa 240 Channelings lang so, bis zum Frühjahr 2023. Lee Carrol war eine Zeit lang im Krankenhaus gewesen, und als ich dem ersten Channeling nach seiner Genesung zuhörte war meine Verbindung weg. Ich hört nur noch Lee Carroll, ohne Kryon.
Es fühlt sich an wie als Baby entwöhnt zu werden. Ich war hungrig, ich bettelte, schmollte, protestierte - ohne Erfolg...
Übersetzung ist für mich eine Art Trittbrettfahren. Ich fahre mit, aber nicht selbst, so ähnlich wie Mitessen ohne zu kochen, dafür aber Gemüse zu schneiden und abzuspülen. Ich liefere zu und sitze dafür dicht an der Quelle. Dann streikt der Koch.
Ich hatte ja das eine oder andere aufgeschnappt, ab und zu sogar was selber gekocht:
Doch mein selbst Gekochtes war geschmacklich nicht vergleichbar. Darum habe ich weiter übersetzt, darum habe ich mich nach einem neuen Koch umgeschaut dem ich zuliefern kann:
Wie ich es auch wende und drehe, um`s selber kochen komme ich langfristig nicht herum. Auch wenn ich es seit meinem 23igsten Lebensjahr unablässig versucht habe, drum herum zu kommen, das Leben hat mir unbeirrt weiter Steilvorlagen geflankt, und die eine oder andere davon habe ich dann doch ins Tor gestolpert.
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Unausweichliches
Es traf mich mit 23, völlig unvorbereitet: dass ich meinen Körper von außen zu sehen bekam, wie den einer anderen Person. So was ist doch unmöglich, oder? Jedenfalls war es bis zu diesem Moment meine feste Überzeugung gewesen dass so was unmöglich sei. Und doch war es passiert.
nichts bleibt wie es war
Mein Verständnis vom Lebens wurde dadurch umgekrempelt. Es gab mehr als mir erzählt worden war. Und dieses "mehr" war und ist mysteriös.
kommen & gehen
In unserer alltäglichen Wahrnehmung sind Leben & Tod komplett voneinander getrennt, so sehr dass viele meinen es gäbe keine Existenz ohne Körper. Dem ist nicht so. Die wenigen Situationen in denen sich das zeigt haben wir ausgelagert, das Gehen nahezu tabuisiert. Dabei sind doch Kommen & Gehen die natürlichen Eckpfeiler unseres Lebens. Und es wäre schön Neuankömmlinge im Kreis der Familie zu begrüßen, und Abreisende im Kreis der Familie zur Tür zu begleiten.
Mittlerweile bin ich mir gewiss dass es nur ein Leben gibt, (m)eine alternierende Sequenz von Existenzen mit und ohne Körper. Das ist für die meisten eine schwer verdauliche Aussage. Für mich war sie das auch, so schwer verdaulich dass ich über 40 Jahre gebraucht habe sie aussprechen zu können.
Diese Aussage ist nicht neu, viele haben sie gemacht. Sie ist aber kein angelesenes Lippenbekenntnis, ich habe sie mir auf meiner lebenslänglichen Suche redlich erschwitzt. Suchen brachte mir eine nicht endende Reihe kleiner und großer Funde, alle Teile der vom Universum für mich ausgelegten Brotkrumenspur - auf dass ich sicher nach Hause finde. Die größte Kraft im Universum hat das für mich gemacht, unwiderstehlich appetitlich. Mit jedem Fund hat es mich mehr gepackt, das
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