über Startfenster
Das Baustellen-Konzept stammt nicht von mir. Ich habe es aufgegriffen, von Brigitte, jedenfalls das Gerüst "Bereitschaft, Ausrichtung & Umsetzung".Wenn man eine Rakete zum Mond schießen möchte geht das nicht zu jedem beliebeigen Zeitpunkt, es ist zu aufwendig. Die wenige Tage umfassenden Zeiträume in denen es möglich ist nennt man ein launch window. Wenn ich die Gelegenheit verpasst habe, heißt es bis zur nächsten zu warten.
So ähnlich ist es auch mit persönlicher Veränderung. Sie ist vergleichbar aufwendig zu einem Mondflug, und es ist daher extrem hilfreich innerhalb einer der von den Umständen mitgeschaffenen Steilvorlagen (launch windows) zu nutzen. Im Oktober 2003 bekam ich so eine Steilvorlage, und der Tag wurde zu einem jener Daten der auf alles weitere in meinem Leben einen großen Einfluss hat. Sein Einfluss zieht sich wie ein roter aber unsichtbarer Faden durch mein ganzes Leben. Niemand kann ihn sehen, außer mir, und trotzdem ist er da.
Okt-2003
Wie dem auch sei, im Okt-2003 traf ich zum ersten mal Brigitte. Was ich erwartet habe weiß ich nicht mehr. Was ich erhofft hatte war eine Art weiblicher Guru, die mir sagen würde wo es für mich lang geht. Was ich bekommen habe ist persönlicher Kontakt mit jemandem die auf dem Weg zu Gott im eigenen Innern die Nase sehr, sehr weit vorn hat, und die Rolle einer Mittelsfrau konsequent ablehnt:Du kannst zwar noch nicht was ich kann, aber du kannst es lernen! Und wenn du das willst unterstütze ich dich dabei, egal wie lange es dauert.
Wie viele bin ich damit aufgewachsen für wenig zuständig zu sein. Bei körperlichen Problemen soll ich zum Arzt gehen, bei geistigen zum Psychologe, bei religiösen zum Pfarrer, bei rechtlichen zum Anwalt, bei politischen zu einer Partei, ... die machen das für mich. Brigitte hat nichts für mich gemacht. Und doch hat sie genau das was ich auch liebend gern hätte - den direkten Draht zur schöpferischen Quelle, zu Gott, mit niemand dazwischen.
Du hast ihn auch, den direkten Draht!, sagt sie,
Du hast das bloß vergessen. Und weil er nicht genutzt wird ist er eingestaubt, und du kannst ihn nicht sehen. Wische ordentlich Staub, dann kommt er schon zum Vorschein. Dann kannst du ihn nutzen. Sonst staubt er wieder ein.
Jedes mal wenn ich Brigitte begegne, fragt sie auf die eine oder andere Weise wie es meinem direkten Draht geht: Ob und falls ja, wie sehr er noch eingestaubt ist, wie oft ich ihn nutze. Das sind die Momente der Wahrheit. Ich kann Brigitte nicht belügen, denn das andere Ende von Brigittes direktem Draht hört mit.
Deswegen kann/darf/muss auch ich mithören wenn ich die Wahrheit spreche. Was ich in diesen Momenten sage kann ich nicht mehr ungesagt machen, kann es nicht mehr vergessen. Meine Wahrheit ist ans Licht gekommen und wird dort bleiben. Danke schöpferische Quelle und danke Brigitte (sie besteht auf diese Reihenfolge).
Wie das funktioniert? Ich glaube dass es so funktioniert wie ursprünglich die Beichte funktionieren sollte. Wenn jemand einen direkten Draht zu Gott hat und ich mich entscheide vor dieser Person laut die Wahrheit zu sagen (soweit ich das kann), dann hört es auch Gott in mir. Mein direkter Draht geht in diesem Moment auf, ich bin verbunden, jedenfalls vorübergehend.
Es geht nicht um Vergebung meiner Sünden, es geht nicht mal um meine Sünden. Es geht darum mich immer wieder mit der schöpferischen Quelle in mir zu verbinden. Je kräftiger diese Verbindung wird desto weniger ist es mit möglich mich selber zu belügen. Je weniger ich mich selber belüge desto kräftiger wird meine Verbindung - ein Engelskreis (das Gegenteil vom einem Teufelskreis). Und irgendwann wird es Gewohnheit werden, aus der gelegentlichen Verbindung wird eine bleibende werden.
Mit der unermüdlichen Unterstützung von Brigitte bin ich unterwegs im schrittweisen Prozess der re-Aktivierung meiner Verbindung zur schöpferischen Quelle in mir. Das ist der rote Faden der sich durch die ganze Geschichte zieht und den niemand außer mir sehen kann. Doch jetzt wissen sie dass er da ist.

Frühlings Tag-und-Nacht-Gleiche 2023 - ein weiteres Startfenster
Meine Bekanntschaft mit Kryon-Channel Lee Carroll fand Ende 2004 statt. Ich fuhr bei jemandem im Auto mit (Brigitte was daran instrumentell beteiligt) und willigte ein während der Fahrt eine Kryon-Kassette anzuhören.Zuvor hatte ich bereits in Kryon-Bücher geblättert, unverbindlich, so wie ich manchmal in einem Buchladen nach potentiellem Lesestoff stöbere und das meiste unbeeindruckt wieder ins Regal stellte. Die Stimme von Lee Carroll plus Kryon jedoch legte in mir mit dem ersten Wort einen Schalter um. Ich war verbunden.
Ab dann, um die Botschaften Kryon's besser zu verinnerlichen, übersetzte ich für mich selber die jeweils neusten Schriftversionen der Kryon-Channelings ins Deutsche... und warf sie dann in den Papierkorb. Erst beim Geschenk des Venus Transits kam mir die Idee, sie auch anderen übers Internet zugänglich zu machen. Das ging etwa 200 Übersetzungen lang so.
Mit der Frühlings Tag-und-Nacht-Gleiche 2023 wurde mein KRYON-Schalter erneut umgelegt. Lee Carroll war eine Zeit lang im Krankenhaus und es herrschte Funkstille - keinen neuen Channelings auf der Kryon Webseite. Wie lange diese Pause dauerte kann ich nicht mehr genau sagen, vielleicht einen Monat. Dann kam die nächste audio Datei und... meine Verbindung war weg. Ich höre "nur" noch Lee Carroll ohne das Kryon-Gefühl. Kryon ist nicht weg, ich kann nur nicht länger bei Lee Carroll Trittbrett fahren.
Meine Verbindung zur schöpferischen Quelle war oft nicht direkt. Es fällt mir einfacher mich bei jemandem wie Lee Carroll einzuklinken und dort Trittbrett zu fahren. Diese meine indirekte Verbindung konnte ich dadurch intensivieren dass ich die Channelings ins deutsche übersetzt habe.
Dabei ist die Übersetzung selbst nicht das Entscheidende, die Worte sind zweitrangig. Entscheidend ist der Kontakt mit oder der Zugang zur Kryon Energie in der diese Worte eingebettet sind. Wie Lee Carroll selber oft immer wieder betont:
Jeder hat einen direkten Zugang zur Energie der schöpferischen Quelle. Er ist da und es liegt allein an mir ihn zu nutzen.
Schnörkellos ausgedrückt hilft Lee Carroll Leuten wie mir aus, die aus welchen Gründen auch immer ihren direkten Zugang nicht nutzen können/wollen/dürfen/sollen. Ich durfte diesen Service eine lange Zeit in Anspruch nehmen, vielen herzlichen Dank dafür.
Wie es mir mit der "Kündigung" seitens Kryon (nicht seitens Lee Carroll) geht? Etwa so wie einem Baby das entwöhnt wird. Ich bin hungrig, bettle, schmolle, protestiere.. Das alles hilft nicht, gar nicht. Widerstrebend, immer ein Auge auf Lee Carroll gerichtet, schaue ich mich nach anderen Milchquellen um und.. werde immer mal wieder fündig. Gott sei Dank.
Doch eines wird immer offensichtlicher, immer unumgänglicher, langfristig gesehen sind das alles Überbrückungen. Ich werde mich nach meiner eigenen "Milchquelle" umsehen müssen/dürfen. Will ich das, und falls ja wie ist der Plan? Es ist ein Werden.
Ungefähr 1985
Ich hatte schon vorhergehende Steilvorlage der Umstände nutzen können. Etwa 1985 hatte meine Yoga-Phase begonnen, die tägliches Meditieren beinhaltete. Es gab zwei grundlegende Meditationen mit jeweils einem Sanskrit-Mantra. Die Bedeutung des ersten Mantras istich bin Gottund die des zweiten
alles andere im Universum ist auch Gott. Das erste Mantra war für die Meditation in der Stille (sitzend) bestimmt und das zweite vor dem Beginn jedweder Handlung im Laufe des Tages, im Idealfall auch vor jeder mentalen Handlung (Denken & Fühlen).
Ich hatte große Schwierigkeiten mit dem zweiten Mantra. Es fiel mir meisten erst ein nachdem ich eine Handlung begonnen hatte, und auch dann eher wenn mir deren Ausgang nicht passte. Ich bin mit dieser zweiten Lektion nie richtig warm geworden und ringe bis heute mit ihr. Daran zu denken dass ich Gott bin fällt mir leichter als daran zu denken dass alle anderen auch Gott sind. Es ist (m)ein gelebter Widerspruch der mich viele Jahren gewurmt hat, und den ich heute als freundliche Erinnerung daran schätze dass ich noch sehr viel Luft nach oben habe.
Wie dem auch sei, die beiden Mantren sind wie die Flügel eines Vogels. Fliegen funktioniert in dem Ausmaß wie beide Flügel gleich kräftig entwickelt sind. Und ich habe jede Menge Bodenhaftung. Heute meditiere ich nicht mehr wie in meinen Yogazeiten, und doch hat die Bedeutung der beider Mantren in meinem Leben weiter dazu gewonnen. Ich entdecke die beiden "Konzepte" überall. Sie sind Yin und Yang, Mutter Erde und Vater Schöpfer, das Wohl Aller und die Ehrung des Schöpferischen Kraft des Universums, mein Streben in die Einheit und der schöpferische Wille der Einheit allen Seins zu mir, ..., meine Ausrichtung und meine Bereitschaft. Wenn sie ausgeglichen sind, dann wird Umsetzung möglich. Yin und Yang erschaffen ein Kind - meine Veränderung.
Angenommen ich will so eine Veränderung, koste es was es wolle, dann ist die Frage in welche Richtung sie gehen soll. Und hier kommt (m)eine Ausrichtung ins Spiel. Ich kann mich in jede mögliche Richtung verändern die ich will, und all mein Tun hat eine Auswirkung - Ursache und Wirkung (siehe foto rechts; "brewery" heißt Brauerei; viel trinken - viel pinkeln). Die von mir in der Vergangenheit verursachten Wirkungen sind ein sehr großer Faktor in meinem Leben, wirklich sehr groß!
Meine Ausrichtung war erst einmal zu meinem Wohl - me, myself, I. Doch das hat zu den gegenwärtigen Komplikationen geführt die ich so gern verändern würde, koste es was es wolle. Damit mein Leben in weiteren Verlauf weniger kompliziert werde brauche ich eine andere Ausrichtung als die bisherige. Denn ich bin ja mit den Auswirkungen meiner bisherigen Ausrichtung nicht zufrieden, jedenfalls nicht immer und nicht ganz. Es gibt Schwankungen, Gott sei Dank, denn dank dieses Unterschieds kann ich mich fragen unter welchen Umständen ich mich mehr zufrieden fühle und was ich dafür tun kann um diese Umstände zu begünstigen.
In meinem Fall war es so dass ich mich immer dann wohler fühlte wenn meine Ausrichtung das Wohl anderer mit berücksichtigt hat. Es hat nicht so sehr mit den Ergebnissen meines Tuns zu tun, die waren nach wie vor weit gestreut. Die Ergebnisse meines Tuns werden eben von anderen und deren Ausrichtung mitbestimmt. Salopp ausgedrückt ist ein mieses Ergebnis umso erträglicher je mehr meine Ausrichtung das Wohl aller mit berücksichtigt hat.
Wie dem auch sei, ich versuche mich immer weiter zunehmend am "Wohle Aller" zu orientieren. Wenn sie im weiteren Text das Wort Wohlwollen lesen, dann wissen sie was ich damit meine. Falls sie religiös und/oder spirituell orientiert sind empfehle ich den Zusatz und zu Ehren Gottes: zum Wohle aller und zu Ehren Gottes.
Wenn meine Bereitschaft da ist und meine Ausrichtung stimmt, dann kommt die Umsetzung. Ich kann mich dann so verändern dass mein Leben langfristig weniger kompliziert wird. Ich möchte das Wort langfristig nochmals und ausgiebig betonen, denn kurzfristige Komplikationen sind garantiert: Staub wischen ohne Staub aufzuwirbeln geht nicht. Doch am Ende ist es weniger Staub. Und wenn ich oft genug wische, wirble ich kaum noch was auf, auch wenn es beim ersten Mal heftige Hustenanfälle gegeben hat.
Es ist wie eine Investition ohne Garantie dass ich das Ergebnis mögen werde.
Außerdem entsteht das Ergebnis über viele Zwischenergebnisse. Und bei jedem Zwischenergebnis geht es wieder von vorn los mit Bereitschaft, Ausrichtung und Umsetzung, eben eine BAU-stelle. Auf Fragen wie hört das denn nie auf? werde ich auch später eingehen. So viel mal vorab: es hat sich immer gelohnt, auch wenn ich es oft erst spät gemerkt habe.
Und jetzt zu den Details in denen bekanntlich der Teufel steckt.

In seiner früheren Fassung hieß dieses Handbuch "alpha-Gehirnwellen":
Und damit sind wir beim neuen Namen dieses Handbuchs: (m)eine BAU-stelle(n). Dabei steht:
Der Schlüssel zu meiner Veränderung ist ehrlich mit mir selbst zu sein und das ist FREIWILLIG. Ich kann mir jederzeit alles mögliche in die Tasche lügen, und tue das auch oft um mich selbst weiterhin mögen zu können.
Indem ich nach meiner eigenen und fremden Wertung (Familie, Freunde, Partner, Lehrer, Kollegen, ..) nicht salonfähiges unterdrücke, versuche ich so zu sein wie ich gern wäre und/oder wie mich andere gern hätten. Dieses Selbstbild habe ich zum Teil aktiv und zum Teil passiv (von meinen Bezugspersonen übernommen) mit-erschaffen. Es entspricht nicht so sehr dem wer ich bin, es entspricht mehr dem wer ich gern wäre. Mit anderen Worten: es ist nicht ehrlich!
Dieses neue Konzept wurde von älteren Generation nicht geteilt, ja meistens nicht einmal verstanden. Die Bereitschaft unterdrückte Gefühle anzuschauen war selten da - ein Generationenkonflikt von vielen. Für junge Menschen ist es so offensichtlich dass unterdrückte Gefühle sich mit der Zeit aufstauen und irgendwann unkontrolliert entladen müssen, im schlimmsten Fall als Krieg. Und für den jungen Menschen liegt der Lösungsansatz auf der Hand: Gefühle nicht mehr unterdrücken!
Placebo Effekt nutzen
Das, jemandem meine 40% zu verleihen, kann sowohl aus Bewunderung (Hoffnungen), als auch aus Ablehnung (Angst) geschehen. Geschieht es bewusst nennt man es delegieren und ist eine Art gemeinsames Erschaffen mit geteilter Verantwortung und Entscheidungsfindung. Geschieht es unbewusst, dann bin ich immer noch Teil des gemeinsamen Erschaffens, habe jedoch Verantwortung abgegeben und bin an der Entscheidungsfindung nicht beteiligt. Wenn mir das Ergebnis nicht gefällt, ist es leicht zu behaupten ich sei manipuliert worden und zu vergessen dass ich meine Verantwortung abgegeben habe, warum auch immer ich es getan habe: Ich werde dafür bezahlt, ich schulde jemand was, die Situation verlangt es, ich mache es gern...
Bisher Unterdrücktes/Unbewusstes anzuschauen ist freiwillig. Niemand kann mich dazu zwingen. Das Ergebnis ist ungewiss, eine Menge Unbequemlichkeiten sind garantiert und ich habe keine Ahnung was danach sein wird. Mut ist gefordert, und Selbstvertrauen, und die im Angesicht von Widerständen beharrliche Erwartung dass sich der Aufwand lohnt. Als einfacher und noch immer meist begangener Weg winkt ständig die Alternative ungewollte Gefühle zu unterdrücken und weiterhin in mein bereits bestehendes starres Selbstbild zu investieren. Die Möglichkeit es anders zu tun, ziehen viele erst in Betracht wenn Probleme unübersehbar geworden sind und meine starres Selbstbild schmerzhaft in Frage stellen. Chronische Krankheit, eine ungewollte Trennung, usw. Wenn ich lange genug warte dann konfrontiert mich die Welt mit den Scherben meines unhaltbaren Selbstbildes.
Als ich klein war mussten mich meine Eltern ständig auf dem Weg ins Unbekannte bremsen. Ich kannte ja nichts und ich war so neugierig. Das Unbekannte war mir eine Quelle der Freude und Begeisterung: wenn ich etwas erforschen konnte, habe ich mich immer riesig gefreut. Ich war so sehr vom noch nicht Bekannten motiviert das ich es unbedingt kennen lernen wollte! Wann und vor allem warum ist das bloß anders geworden? Ich könnte mich heute noch freuen und begeistert sein, wenn ich etwas mir Unbekanntes erforsche. Und ganz ehrlich, jedes Mal nachdem es passiert ist bin ich auch heute noch im Nachhinein total begeistert und freue mich. Wieso und gegen jede Erfahrung meines bisherigen Lebens habe ich mittlerweile trotzdem Angst davor?
Trotzdem, irgendwie stimmt heute das Verhältnis nicht mehr. Ich bin übervorsichtig geworden, scheue Veränderungen, vermeide Risiken und damit mögliche Begeisterung und Freude. Statt Risiken sorgfältig zu kalkulieren und vorsichtig anzufangen, lass' ich es lieber gleich bleiben und ruhe mich Kraft meiner Angst auf Bekannten aus. Begeisterung und Freude werden zu seltenen Ressourcen. Muss das so sein?
Wie viele Frauen ein "Mama-Gen" haben, diese wissenschaftlich nicht ausreichend erklärbare Verbindung mit den von ihnen Geborenen, so habe ich ein Vorsicht Falle Gen, dass mir meldet wenn jemand versucht mich zu manipulieren. Es schläft nie und seine Auswirkung ist dass ich sehr gern das Gegenteil von dem mache, wohin der von mir empfundene Manipulationsdruck geht. Das ist zwar nicht gerade neutral aber ein Anfang.
Weder ein Mama- noch ein Vorsicht Falle Gen garantieren, dass ich das "richtige" tue. Sie geben mir aber ein sehr verlässliches Signal dass es gerade nicht egal ist was ich tue oder nicht tue. Es ist eine Art persönlicher Rauchmelder für ein Thema das mir wichtig ist, wie z.b. mein Kind oder ein Manipulationsversuch. So eine Rauchmeldung ist nicht intellektuell und auch nicht emotional, sie ist neutral, so was wie du wolltest doch dass ich dir Bescheid sage sobald....
Hier kommt mein Versuch die Vielschichtigkeit von Bereitschaft nicht-intellektuell darzustellen: als Hörspiel, als Dialog mit mir selbst, als nicht ganz so fiktives Selbstgespräch.

In fast allen Kulturen gibt es die Vorstellung von Vorbestimmung, dass ein gewisser Anteil im Leben eines Menschen bereits fest steht ist bevor es stattfindet, dass es für mein Leben einen Rahmen gibt in dem ich mich zwar frei bewegen, ihn aber nicht überschreiten kann. Das bekannteste dieser Konzepte heißt Karma. Vereinfacht hat jede meiner physischen, geistigen und emotionalen Handlungen Konsequenzen die ich irgendwann ausbaden muss. Diese potentiellen Konsequenzen bedingen meinen Handlungsrahmen, der nicht ganz starr ist weil ja alle weiteren Konsequenzen meiner zukünftigen Handlung in seine Gestaltung mit einfließen.
Auch das Hindu Konzept von Karma geht von einem linearen abarbeiten der potentiellen Konsequenzen aus, ähnlich einer Route auf einer Landkarte, obwohl mir mein Karma nicht bewusst ist. Die Route ist also auf der Karte nicht eingetragen, ich muss sie sozusagen auf der Straße an jeder Kreuzung neu erspüren. Dazu brauche ich ein Navi, meine innere Stimme, die mir die nächste Abbiegung ansagt. Trotzdem läuft es in etwa so wie man ein Buch liest, von vorn Seite für Seite nach hinten.
Jeder Mensch hat eine Ausrichtung. Meine Ausrichtung ist zunächst so einmalig wie meine Fingerabdrücke. Die Entstehung meiner Ausrichtung auch. Es ist eine Kombination aus Erlerntem und Erfahrungen im Bedingungsgefüge meiner bisherigen Lebensumstände. Darauf wie sie entstanden ist und vor allem warum, will ich nicht mehr näher eingehen. Das habe ich jahrelang gemacht und mich damit erfolgreich davon abgelenkt meine Ausrichtung so zu sehen wie sie ist. Ich habe mich vorrangig damit beschäftigt nach Ausreden und Entschuldigungen zu suchen die meine gegenwärtige Ausrichtung rechtfertigen und zementieren. Dann brauche ich mich nämlich nicht zu ändern und kann ich im Spiegel weiterhin das sehen was ich gern sehen will.
Der Ton macht die Musik, und die gleichen Worte können Brücken bauen - wenn wir uns "gut fühlen" oder mögen - oder Mauern errichten wenn wir uns nicht mögen. (Das Wortgedicht ist von Ernst Jandl)
Wenn ich jemanden nicht mag wird das vom Reden nicht besser. Ganz im Gegenteil, alles was er/sie sagt kann und wird gegen sie/ihn verwendet werden, denn mögen und nicht mögen beruht auf Gegenseitigkeit. Die Chemie stimmt oder sie stimmt nicht wenn wir uns begegnen. Wenn ich jemanden also nicht mag, wir uns nicht mögen, was kann ich tun wenn wir reden müssen? Wie bringe ich mich dazu jemanden zu mögen, so dass er/sie mich mögen kann, damit die Chemie stimmt und unsere Worte Brücken bauen? Erraten, wenn ich nicht mit dem Mögen anfange, in Vorleistung gehen kann, bleibt's ein Graben. Wenn es mir gelingt mein Gegenüber so zu sehen, wie Gott sie/ihn gemeint hat, dann besteht die Möglichkeit dass wir den Graben gemeinsam zuschütten und eine Brücke bauen.
Die Evolution hält sich also nicht an die Glockenkurve, die statistische Normalverteilung. Bildlich gesprochen würfelt die Evolution ständig wesentlich mehr Sechser als der Zufall erlaubt. Ihr Zufallsgenerator liefert bei jedem fünften Würfeln eine sechs, oder ist es bei jedem vierten? Sie mogelt sozusagen, und zwar so sehr dass es auffällt. Die Evolution ist voreingenommen für die Entwicklung von Leben, sie ist parteiisch. Das hat unser gesunder Menschenverstand schon erfasst bevor es Wissenschaft gab. Sämtliche Schöpfungsmythen sind Versuche diese unwahrscheinlich vielen Sechser zu erklären und zu ehren.
Der Psychologe Abraham Maslow prägte bereits in den 60-iger Jahren den Ausdruck peak experiences (Spitzen Erlebnisse). Das Konzept versank nach seinem Tod weitgehend in den Archiven des Wissens, und ich werde sie mit der gestelzten Fachsprache und der offiziellen Definition verschonen. "Kosmische Pralinen" finde ich sowieso viel schöner.
Ich nahm sie auch in anderen war:
Irgendwann kam die Botschaft an: Ich, Mensch, bin zu Erlebnissen fähig, die über das Menschliche hinausgehen! In mir muss etwas Göttliches stecken, ein Funke zumindest, auch wenn er sich nur für kurze kostbare Momente in diesen Spitzen-Erlebnissen zu einer wahrnehmbaren Flamme entzündet. Und was macht den Unterschied aus zwischen dem undankbar mit dem Fuß aufstampfenden Gör', wenn die angestrebte egozentrische Wiederholung nicht funktioniert, und der Seele, die das Aufflackern ihres eigenen göttlichen Funkens voll des Dankes als nächsten Schritt auf dem Weg nach Hause feiert?
Seine beiden Brüder, etwa 13 und 4, standen daneben und ich deutete nach einer Weile mit dem Kopf zum Fahrstuhl. Der ältere öffnete die Tür und wir gingen hinein. Nichts änderte sich und wir fuhren die vier Stockwerke langsam nach oben wo das Zimmer der Familie war. Ganz allmählich ließ die Spannung in dem Jungen ein bisschen nach. Als wir an der Tür ankamen dauerte es ein Zeit bis sie geöffnet wurde. Der Junge schrie immer noch und wand sich in meinem Griff. Ich hielt in weiter bis der Vater an die Tür kam und sagte dann, wohl wissend dass er mich nicht verstehen würde: "It's o.k., everything o.k.! No need to beat him! Don't beat him!"
Was es braucht um Info zum Übertragen sind ein Sender und ein Empfänger die aufeinander abgestimmt sind. Das mehr als zwei magnetische Felder Resonanzketten bilden ist auch nichts neues. So triggern die elektromagnetischen Veränderung in der Sonne über den Sonnenwind Reaktionen im Erdmagnetfeld die wir u.a. als Polarlichter zu sehen bekommen. Das Erdmagnetfeld wiederum triggert Veränderungen in unsere Stromnetz die sich ggf. als Stromausfälle bemerkbar machen. Und Elektrosensible sind das nächste offensichtliche Glied in der Resonanzkette, wo es ggf. Ausfälle im Nervensystem gibt. Das Nervensystem wäre dann schon das 5. Glied in dieser Resonanzkette. Nummer sechs ist die DNS, die ein eigenes Magnetfeld hat.
Manchmal ist das leichter nachzuvollziehen wie im Fall der DNS wo die einzelnen Moleküle untereinander über das Gesamtfeld kommunizieren, oder bei den morphogentischen Feldern, oder dem (kollektiven) Unbewussten. Manchmal ist es schwer vorstellbar, wie z.B. Astrologie, oder Quantenverschränkung. Denn es widerspricht unserem linearen Denken, das nur wenn-dann-Kausalität zulässt obwohl das kernphysikalisch nicht mehr haltbar ist. An beiden Enden der Resonanzketten, im ganz Kleinen (Teilchenphysik) und im ganz Großen (kosmischer Maßstab), gelten physikalische Gesetze die wir uns zwar teilweise theoretisch erschlossen haben, die aber im täglichen Alltag (noch) keine Rolle spielen. Wir können sie uns nicht vorstellen und deshalb auch nicht wahrnehmen. Trotzdem nutzen wir jeden Tag das Internet und den Rundfunk.
Aus taoistischer Sicht ist es die Aufgabe oder Bestimmung des Menschen Himmel und Erde zu verbinden. Mit Himmel ist die schöpferische Kraft des Universums gemeint. Als Kinder von Vater Himmel und Mutter Erde sind wir aus ihrer Verbindung geboren, verlieren aber im Prozess der Anpassung an das praktischen Leben auf der Erde erst mal unsere Anbindung an die kosmischen Eltern (Yin und Yang). In der Bibel ist dieser erzieherische Prozess in den Kampf ums Überleben auf dem Planeten durch die Parabel vom Sündenfall beschrieben und - grob missinterpretiert.
Es geht nicht um die Verfehlungen des Menschen in seinem durch die Geburt auferlegten Kampf ums Überleben. Es geht um mein Potential mich trotz dieser Umstände an meine kosmische Herkunft zu erinnern und den mir angeborenen Platz als Kind von Gott Vater und Mutter Erde (Yang & Yin) für mich zu beanspruchen und einzunehmen. Das ist auch die wahre Bedeutung des Gebotes du sollst Vater und Mutter ehren.
Diese Urangst ermöglicht es mir/uns:
Angenommen ich reagiere auf jede Art von Kritik mit Rückzug und Kommunikationsabbruch. Ich merke es und möchte es ändern koste es was es wolle. Wenn ich dann das nächste Mal mit geschlossenem Deckel in meinem Schneckenhaus sitze, kann ich mich, sobald ich mich beruhigt habe, dazu entscheiden zu der Person zu gehen die mich kritisiert hat und versuchen herauszufinden warum die Kritik, ob die sie vielleicht berechtigt war, ob die Person einen interessanten Vorschlag hat, sich gar mit Rückzugsverhalten auskennt, ..
Meine Veränderung, wenn es nicht ums gefühlte Überleben geht, ist freiwillig. Ich muss sie wollen, anstreben, bereit sein das Risiko der noch unbekannten Konsequenzen auf mich zu nehmen. Wenn ich mich freiwillig verändert habe, jenseits vom Druck-Zug Spiel gegenseitiger Erwartungen, dann stelle ich meine Umgebung vor eine vollendete Tatsache. Meine Mitmenschen sind dann unter Zugzwang und können sich an diese Veränderung anpassen oder weggehen. Eins von beiden.
Das wird nicht ohne Kommentare und Proteste ablaufen, aber es wird ablaufen und ist von meiner Seite nicht mehr verhandelbar, denn ich bin jetzt anders und lasse mir das nicht mehr nehmen. Nach dieser Stressperiode wird in meinem Leben mehr "Ruhe" einkehren als zuvor, eine bisschen mehr Zufriedenheit, etwas mehr Lebensfreude, Dankbarkeit und Wohlwollen. Ich werde meine Veränderung ab und zu feiern, notfalls heimlich nur mit mir.
Intuition spricht "Gefühlssprache", zunächst nur drei Worte:
Es ist meine Brille, meine Auslegungsgewohnheit die alles von mir Wahrgenommene einfärbt. Das ist normal. Jeder hat seine eigene Brille auf, ist dadurch Christ oder Muslim oder religionsfrei oder.. , Wähler der Grünen/CDU/SPD/AFD/... oder nicht-Wähler, Maskengegner oder -befürworter, Nestflüchter oder Nesthocker, homo- hetero- oder bi- oder a-sexuell, usw., usw.
Irgendwann habe ich die Flöhe husten hören. Z.B. wenn ich unter einer Hochspannungsleitung durchgelaufen bin wurde mir speiübel. Das war vorher nicht so und ist heute auch nicht mehr so. Ich konnte kein anderes Brot mehr essen außer selbst gebackenes aus 80% Bio-Dinkel und 20% Bio-Weizen von einem örtlichen Bauern, selber gemahlen. Auch das war vorher nicht so und ist heute nicht mehr so. Ich könnte noch sehr viel weiteres aufzählen. Zugegeben, ich habe damals entgiftet und das spielte eine wichtige Rolle, aber nicht die einzige und vor allem nicht die wichtigste.
Die Umsetzung stockt in zwei Fällen:
Nehmen wir an ich bin bereit geblieben. Ich brauche mich gar nicht mehr ins Schneckenhaus zurückziehen und trotzdem geht's nicht vorwärts. Wie ist meine Ausrichtung? Hat sie sich verändert? Anfangs hatte ich das Wohl aller im Blick. Mein Rückzug hat niemand geholfen und all meine Beziehungen für alle Beteiligten behindert. Ich habe mich für den unbequemen Weg der eigenen Veränderung entschlossen, damit es für alle Beteiligten leichter wird. Und dann habe ich gemerkt dass ich so meinen Willen besser durchsetzen kann und habe angefangen mein neu erlerntes Verhalten eigennützig auszubauen. Folge, meine Ausrichtung stimmt nicht mehr ganz. Mein Wohl wiegt jetzt schwerer als das Wohl aller.
Als es dann soweit war mit dem Beruf ausüben, hatte ich noch immer nur klare Vorstellungen vom was nicht. Und witzig wie das Leben nun mal ist war einer meiner ersten gewerblichen Tätigkeiten der An- und Verkauf von gebrauchten Autos um ein Haus zu bezahlen. (herzlich lachen und schmunzeln ist erwünscht)

Literatur:
Wer sich ein bisschen Übung in kohärenter Atmung erarbeitet hat kann sich folgende Frage stellen: 
