Zu Ehren der schöpferischen Quelle + zum Wohle aller


Worum geht's?

auf den Punkt gebracht

TEIL 1 - grobstofflich

Ernährung
Sonnenseite des Darbens
Gesund schrumpfen heute
Bitteres nutzen
Unterstützende Therapie Goldgrube


TEIL 2 - feinstofflich

Wachsen
Wenig genutzer Weg
Steilvorlagen
Warum & wozu?

Handbuch 16



Gesund schrumpfen

Keiner meine Großeltern starb im Altersheim. Sie wurden 65 bis 95 Jahre alt. Immer fanden sie den Weg nach Hause. Als nicht mehr alles allein ging, hatten sie das Glück mit einem ihrer Kinder zusammen zu wohnen. Auch meine Eltern waren nicht im Altersheim, wurden 63 und 62. Pflegen brauchte ich sie nicht.

Heute ist Altersheim fast die Regel geworden, dazu kommen sehr oft Demenz und Siechtum. Was führte und führt weiterhin zu dieser galoppierenden Veränderung, in knapp 3 Generationen, in weniger als 65 Jahren?

Jetzt – 2026 – bin ich 69, mache mir berechtigte Hoffnung entgegen dem allgemeinen Trend ohne Altersheim, Demenz und Siechtum meinen Weg auf die andere Seite zu finden. Wie es dazu kommt?

Das ist eine längere Geschichte. Der hier relevante Teil beginnt damit, dass ich bereits mit 30 Jahren nicht schließende Fußwunden hatte. Und das obwohl ich 4 Jahre zuvor Vegetarier geworden war und 4x im Monat einen Tag gefastet hatte. Irgend wie widersprüchlich, oder?

Auf jeden Fall war das mein persönlicher, durchaus unfreiwilliger Einstieg in das Thema Gesundheit. Er wurde zum ständigen dazu Lernen eines Quereinsteigers ohne Ausbildung, kein Ende abzusehen. Beflügelt von eigenen Problem und ungebremst von erworbenen wissenschaftlichen und beruflichen Voreinstellungen, gibt es für mich nur eine Messlatte – Erfolg oder Misserfolg.

Wer Konformität mit wissenschaftlich Anerkanntem erwartet, ist hier falsch. Wissenschaftlich Anerkanntes ist mir eine Quelle der Information und der Inspiration, ein viel bedankter Ausgangspunkt für den nächsten Schritt. Es ist eine, aber keinesfalls die alleinige Quelle.

Hier geht es um ein großes Bild das sich aus den Details ergibt.

Um es nicht zu verwischen – das große Bild - überlasse ich es ihnen bei Bedarf die Details auf ihren praktische und/oder wissenschaftliche Haltbarkeit zu prüfen, oder auch nicht. Sie können das ganze gern als autobiographischen Tatsachenroman betrachten.

Damit es trotzdem keine Märchenstunde wird halte ich mich so gut ich kann an die Vorgaben von C.G. Jung. Bei der Traumdeutung trennt er strickt zwischen: Wenn ich von meinem Leben erzähle, ist vergleichbar mit einem Traum. Da sind die Erlebnisse so wie sie waren. Ich kann sie beschreiben. Doch sie entscheiden ob sie das für bare Münze nehmen oder nicht, was sie davon glauben. Obwohl sie nicht dabei waren.

Dann bekommen sie zu hören was mir zum Erlebten einfällt. Vielleicht auch, dass meine damaligen Einfälle anders waren als die heutigen, dass sie sich mittlerweile geändert haben. Und schließlich kommt meine Interpretation dazu. Was ich daraus gelernt habe, oder auch nicht. Ich versuche sie nachvollziehen zu lassen wie ich mich im fortgesetzten Traum meines Lebens zu dem geformt habe was ich heute bin.

Das können sie sich anschauen. Dann wird ihnen dazu etwas einfallen. Und sie werden es interpretieren. Ihre Einfälle, ihre Interpretation. Ob und wie sie es in ihrem Traum, in der Formung ihres Lebens berücksichtigen, dabei möchte ich ihnen nicht rein reden. Sie dürfen.



TEIL - 1

Ernährung im Laufe der Zeit

Die Geschichte der Menschheit beginnt nach gegenwärtiger Auffassung vor etwa 2 Millionen Jahren mit dem Homo erectus, dem gemeinsamen Vorfahren von Homo sapiens und Neandertalern. Die früheste sicher datierte Anwesenheit von Homininen in Europa laut wikipediaexterner link ist durch 1,42 Millionen Jahre alte Steinwerkzeuge aus der Fundstätte Korolevo in der Ukraine belegt, und wird dem Homo erectus zugeschrieben.

Die jüngere Geschichte

Elektrische Kühlschränke für Privathaushalte gibt es in den USA seit 1920, ein paar Jahre später in Europa. Erste Supermärkte mit Selbstbedienung kamen 1930 in den USA und 1939 in Deutschland dazu. Ab 1954 ging bei uns der Einzelhandel Schritt für Schritt zur Selbstbedienung über. Seither kann ich mir das ganze Jahr über mehr oder weniger kaufen was ich will.

Die uralte Geschichte

Wie war die Ernährungslage in den vielen Jahren vor der jüngsten Revolution durch Kühlschrank & Supermarkt?

Die bisherigen ältestens Homo sapiens Funde datieren rund 300.000 Jahre zurück. Unter den verschiedenen Vorstufen von Homo Sapiens kommen die bisherigen ältesten Funde mit 7,2 Millionen Jahren aus Bulgarien. Lucy ist 4 Millionen Jahre alt, Homo erectus & Home habilis etwa 2 Millionen. Sie waren alle Jäger und Sammler, Mischköstler gemäß den jahreszeitlichen Angeboten der jeweiligen Umgebung.

Und Rohköstler waren sie bis Homo erectus gesichert vor rund 1 Million Jahre Feuer nutzbar machte und Kochen begann. Vermutet wird Feuernutzung allerdings so früh wie vor 4 Millionen Jahren. Wenn es was zu essen gab, wurde gegessen so viel wie möglich. Die nächste Mahlzeit war häufig ungewiss, die Pausen zwischen den Mahlzeiten gerne mal Tage.

Vor mindestens 12.000 Jahren begann der Ackerbau mit Anbau von Getreiden und entsprechender Vorratswirschaft, Voraussetzung für permanente Siedlungen und geregelte Mahlzeiten. Die Ernährung wandelte sich radikal weg von nomadischem jagen & sammeln was die Natur zutrug, hin zu aktiver mit-Gestaltung was die Natur hervorbringt - auf jeden Fall Kohlehydrat-lastig.

Mit den ständig verfügbaren "schnellen" Kalorien aus Kohlehydraten wurde das Gehirn immer dominanter. Es verschlingt heute etwa 20% der Gesamtenergie bei nur 2% Körpergewicht. Wir sind hirnlastig geworden, potentiell schlau, mit allen Vor- und Nachteilen.

Daraus entwickelte sich nahezu verzögerungsfrei ein Wohlstandsgefälle, Kopfarbeit vs. Malochen, reich vs. arm, Völlerrei vs. Darben. Zivilisationskrankheiten tauchten parallel und dank dieser Schlauheit auf, damals wie heute eine Folge von Überernährung plus Bewegungsmangel.

Zumindest in den gemäßigten Klimazonen spielten die Jahreszeiten trotz Vorratswirtschaft weiterhin kräftig mit und sorgten für den Erhalt einer jährlichen Periode des Darbens. Ich musste ich mir wie jeder Bär für den kommenden Winter einen Rettungsring anfuttern. Von seinem Umfang und der Länge des Winters hing es ab ob ich überhaupt wieder essen würde. War er nicht dick genug bin ich nämlich verhungert.

Unsere biologischen Anlagen laufen noch immer gemäß diesem bis vor kurzem überlebensnotwendigen Geniestreich der Evolution - dem Rettungsring, der uns sicher durch die Zeiten des Darbens bringt. Aber wir brauchen ihn nicht mehr.

Die Lösung wird zum Problem

Wie mittlerweile bekannt bildet Bauchfett Hormone info box.
Siehe Kapitel „Fettgewebe als Syntheseort von Hormonen und Botenstoffen“ im Buch Fit und gesund von 1 bis Hundert von Dietger Mathies
Die Forschung dazu hat gerade erst begonnen. Die Frage was für Hormone seit etwa 40.000 Jahren vom Bauchfett gebildet werden, und wie sie sich auswirken, lässt sich wissenschaftlich abgesichert nicht beantworten. Wie dem auch sei, hier meine Meinung zu diesem Geniestreich der Evolution.

Die ehemals überlebensnotwendigen Hormone bringen:
Sobald das Fett alle, der Rettungsring aufgebraucht ist, hört die Produktion dieser Hormone wieder auf. Evolution ist eben sachdienlich. Aber auch langsam. Sie kann die durch Kühlschrank & Supermarkt so schnell geänderten Umstände (noch) nicht berücksichtigen.

Und hier sind wir beim von uns Menschen selbst gemachten Problem. Durch Kühlschrank & Supermarkt verfügbares ganzjähriges Essen hebelt das evolutionär angelegte gesund schrumpfen aus. Statt im Jahreszeit gemäßen Wechsel Gewicht zu- und dann wieder abzulegen, bilden wir jetzt Jahresringe, bei vielen sichtbar, bei manchen nicht (sie sind trotzdem da).



Die gern gemiedene Sonnenseite des Darbens - gesund schrumpfen

Das Gegenstück von Essen ist die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten. Diese Vorgänge ergänzen sich wie die beiden Flügel eines Vogels. Wenn einer von beiden nicht richtig funktioniert ist fliegen unmöglich. Auf Völlerei muss daher, um gesund bleiben zu können, Darben folgen - in vergleichbarem Ausmaß.

Das war früher jahreszeitlich geregelt, eingeschliffen über Millionen Jahre. Der Mensch wurde zum Experten im Völlen und Darben weil er wenig Wahl hatte. Doch das Leben fährt immer mehrgleisig, macht aus Not Tugend, in scheinbar Sinnlosem sind geniale Strategien verpackt, die wir erst entdecken wenn sie nicht mehr zum Tragen kommen können.

Mit Kühlschrank & Supermarkt haben wir gemeint ein Problem Lösen zu können, haben das jährliche Darben abgeschafft und - dabei neue Probleme geschaffen. Wie der Zauberlehrlinginfo box.
Demenz und Siechtum sind entstanden wie die Überschwemmung im Märchen Der Zauberlehrling:
Wir wollten uns doch nur das Leben einfacher machen. Doch die Sache läuft völlig schief. Dinge passieren die wir uns nicht haben vorstellen können, aber im Rückblick gesehen passieren mussten. Und im wirklichen Leben kommt der tatsächliche Meister nicht und stellt mit einem Zauberspruch gekonnt den Ausgangzustand wieder her. Nein, wenn wir die selbst eingebrockte Suppe nicht selber auslöffeln, dann bleibt es halt so.
Jährliches Darben (ver)birgt nämlich zwei schwergewichtige, aber nur schwer sichtbare Geschenke ohne die wir nicht gesund bleiben können.

1 - der Kamin wird gefegt

Die Verdauung selbst hat auch zwei Flügel – Kohlehydrat Verdauung und Fettverdauung. Wie oben schon gesagt kommt Fettverdauung erst zum Einsatz wenn die Kohlehydrate aus gehen. Was nicht gesagt wurde ist, dass die dank Kühlschrank & Supermarkt ganzjährig laufende Kohlehydrat Verdauung langsam verrußt wie ein nie geputzter Kamin.

Das Ayurvedische Konzept für diese Stoffwechselblockierung, das allmähliche Verrußen, heißt Ama info box.
Ama ist ein zentraler Begriff in der Ayurveda, der sich auf unverdautes oder toxisches Material bezieht, das im Körper entsteht, wenn die Verdauung schwach ist. Es wird als eine der Hauptursachen für viele Krankheiten angesehen und kann sowohl physische als auch psychische Probleme verursachen.

Ursachen von Ama: Die Bildung von Ama ist eng mit einer schwachen Verdauung, auch bekannt als Agni, verbunden. Folgende Faktoren können zur Ansammlung von Ama führen:
  • Ungesunde Ernährung (z. B. verarbeitete Lebensmittel, übermäßiges Essen)
  • Stress und unregelmäßige Essgewohnheiten
  • Unzureichender Schlaf
  • Emotionale Probleme (z. B. unterdrückte Emotionen)
Symptome von Ama: Die Ansammlung von Ama kann sich durch verschiedene Symptome äußern, darunter:
  • Müdigkeit und Schweregefühl
  • Verdauungsprobleme (z. B. Blähungen, Verstopfung)
  • Konzentrationsschwierigkeiten, im Extrem Brainfog & Wortfindungstörungen
  • Hautprobleme (z. B. Akne, Ekzeme)
  • Gelenkschmerzen und Entzündungen
Auswirkungen von Ama auf die Gesundheit: Ama kann die Körperfunktionen erheblich stören, indem es die Nährstoffaufnahme behindert und die Entgiftung des Körpers erschwert. Dies kann zu einer Vielzahl von Krankheiten führen, darunter:
  • Autoimmunerkrankungen
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Verdauungsstörungen als Startpunkt für Morbus Crohn, Leaky Gut...
Die Behandlung von Ama erfordert oft eine Kombination aus Ernährungsanpassungen, Kräutern und Lebensstiländerungen, um die Verdauung zu stärken und die Ansammlung von Toxinen zu reduzieren.

Quelle: Search Assist KI von DuckDuckGO, von mit zugfügtes
Und die wirksamste Methode für die Beseitigung von Ama ist fasten. Anschaulich gesagt, sobald die Kohlehydrate ausgehen und der Körper in die Fettverdauung umschaltet kommt der Kaminfeger.

Und er kommt nur dann. Ist er über Jahrzehnte nicht gekommen verruße ich immer mehr. Der Kamin zieht immer schlechter, Rauch bleibt in der Wohnung, es kommt zu Explosionen im Kamin..., das unschöne Wort dafür ist Siechtum.

2 - Sondermüll wird entsorgt

Ein Teil unserer Abfallprodukte ist fettlöslich. Manche davon sind sehr schwer zu entsorgeninfo box,
Es geht hauptsächlich um Neurotoxine oder Nervengifte wie Schwermetalle, Aluminium, Azofarbstoffe, PCB, organische Lösungsmittel (VOCs); detaillierte Info zu den verschiedenen Klassen fettlöslicher Toxine einschließlich ihrer Ausleitungsmethoden, und den unmittelbare Verbindung von Körper, Emotionen und Geist über die Nervenzellen finden sie im Handbuch 6GiN-link.
müssen daher in Sondermüll Deponien notgelagert werden, dort wo Fett ist: Nerven, Gelenkschleimhaut, Rettungsring.

Mit dem herbstlichen Aufspecken hat der Körper sukzessiv fettlösliche Toxine aus Nerven und Gelenkschleimhaut in den wachsenden Rettungsring umgelagert, weil sie dort weniger stören. Wenn so gegen Ende Februar die unfreiwillige Fastenzeit begann, werden diese Toxine allmählich ins Blut mobilisiert.

Das erste was es nach der erzwungenen Fastenzeit im Frühjahr wächst und als Nahrung zu Verfügung steht sind grüne Pflanzen, Blätter, Gräser... alles grün, grün, grün. Die grüne Farbe kommt vom Chlorophyll. Chlorophyll-haltiges Essen bietet Idealbedingungen um einen großen Teil dieser jetzt ins Blut mobilisierten fettlöslichen Toxine, insbesondere Metalle, auszuscheiden.

Über Jahrzehnte in den Nerven aufgelaufene fettlösliche Toxine garantieren Fehlfunktionen vor allem in Nerven & Gelenkschleimhaut. Demenz & Gelenkdegeneration werden dadurch vorprogrammiert.



Gesund schrumpfen heute

Ob ich es wollte oder nicht, vor Kühlschrank & Supermarkt haben mich etwa 4-6 Wochen Fasten von Ende Februar bis Mitte/Ende April mit anschließender 8-Wochen-Gründiät jedes Jahr gründlich sauber gemacht.

Dieser FrühjahrsputzGiN-link, ein Geschenk der Natur, war immer unbeliebt. Er ist unbequem, extrem unbequem. Ich musste mein halbes Leben darauf ausrichten. Und seine Vorteile erschlossen sich nicht.

Erst seit der Frühjahrsputz nicht mehr stattfand bekommen wir im Laufe der Jahre die aus seinem Wegfallen erwachsenden Probleme zu sehen. Sie sind massiv, so massiv dass ich mein halbes leben daraus ausrichten müsst um sie zu vermeiden: Siechtum & Demenz.

Genau das ist in den letzten Jahrzehnten passiert. Wir haben es geschafft die im Frühjahrsputz verborgenen Geschenke auszuschlagen, sie flächendeckend zu unterlaufen.

Doch wer A sagt, das ganze Jahr ohne Pause durch futtert, muss auch B sagen. Und das wäre? Aufräumen, putzen - mit extra Aufwand weil es jetzt nicht mehr von selbst passiert. Wenn ich in unserer Zeit gnädig altern und sterben möchte, dann muss ich die ausgeschlagenen Geschenke ersetzen, mit Vergleichbares irgendwie selbst erarbeiten.

Ununterbrochene Kohlehydrat Verdauung führt unweigerlich zu Siechtum, spätestens im fortgeschrittenen Alter. Und die in den Nerven auflaufenden fettlöslichen Toxine machen mich zusätzlich dement – garantiert. Fakt ist, sowohl Siechtum wie auch Demenz waren vermeidbar, uns sie sind es auch noch heute! Nur eben anders.

Es gibt viele Versuche den ehemals im Jahresverlauf eingebauten Frühjahrsputz im moderne Raum zu geben. Mit mäßigem Erfolg wie sich galoppierend verschärfendes Siechtum und Demenz belegen.

Das Problem ist so alt wie der es auslösende Wohlstand. Der Luxus nicht darben zu müssen barg schon immer unbequeme Konsequenzen, die wir als Zivilisationskrankheiten verharmlosen. Sie sind nicht unvermeidbar. Es ist noch wie vor notwendig mein halbes Leben darauf auszurichten. Der Aufwand ist nicht mehr geworden, aber freiwillig.

Ich muss nicht mehr bloß, ich muss jetzt wollen. Zusätzlich.

traditionelle Fasten Systeme

Trotzdem wurden die Ursachen von Zivilisationskrankheiten schon in der Vergangenheit immer wieder ergründet - die "Unbequemen" haben bestehende Problem angeschaut und nach Lösungen gesucht.

Alle Kulturen haben Fasten-Systeme entwickelt, sie oft religiös eingebunden, um diese lästigen aber gesundheitlich sehr effektiven Maßnahmen zu popularisieren und sie die Routinen des Lebens einzubauen, entweder geballt im Frühjahr oder übers Jahr verteilt.

Die Regeln dabei sind unterschiedlich. Was sie gemeinsam haben ist das Potential der Umschaltung von Kohlehydrat- in Fettverdauung zu erwirken. Hier ein paar Beispiele: Was sie auch gemeinsam haben ist, dass die Regeln und damit das Umschalten in die Fettverbrennung leicht unterlaufen werden können. So ist vom ursprünglich strikten Fasten der Christen meist nicht viel mehr übrig geblieben als Fleisch durch Fisch zu ersetzen. Auch damals musste ich schon wollen.

moderne Ansätze

Es gibt: Was noch fehlt ist Verstehen, dass ohne gesund schrumpfen bleibende Gesundheit nicht möglich ist. Und das so freiwillig ist wie fasten, nicht mit Disziplin erzwungen und nicht gekauft werden kann: Es kann nur Tragen wenn ich möchte! Ich brauche ein sehr starkes Motiv um zu darben oder zu entgiften - bis ich den Erfolg spüre und ab dann weiß dass es den Aufwand wert ist. Dann bekommt es Selbstläufer Potential, kann in mein Leben mit der Selbstverständlichkeit aktiv eingebaut werden, die früher durch die Umstände erzwungen war.

Im Durchschnitt enden erzwungene Abnehmkuren in der Pizzeria. Das bleibt so, bis ich mich nicht mehr als Opfer eines verhassten Prozesses empfinde, in den mich andere getrieben oder den ich mir selbst aufgezwungen habe. Auch gekaufte Entgiftung bringt im Durchschnitt keine Änderung des ursächlichen Lebenswandels hervor, eher seine Intensivierung info box.
Ein Freund von mir, Reto hieß er, wusste von meiner Spezialisierung auf Leberthemen, und dass er eins hatte. Er fragte mich um Rat und ich empfahl ihm Bitterstoffe. Die halfen auch prima, nur ging er jetzt statt 1x pro Woche 3x pro Woche in die Kneipe.


Uns fehlt Vertrauen. Das Leben ist wohlwollend, auch wenn mal es nicht so aussieht. Oberflächlich betrachtet, aus dem Blickwinkel momentaner Bequemlichkeit ist Darben ein Problem. Seine Lösung erschafft potentielle Freiräume. Deren Nutzung und Erhaltung hängt jedoch davon ab, dass ich die im Problem verborgenen Vorteile auch ergründe, sie anerkenne und freiwillig in mein Leben einbaue. Sonst bilden sich in den erschlossenen Freiräumen nur neue Zwänge.

uns fehlt Vertrauen in das empirische Wissen um diese einfachen Zusammenhänge und ihre Sinnhaftigkeit. Und es fehlt die Bereitschaft es in meinem Leben wissbegierig auf die Probe zu stellen, es auszuprobieren, und es falls erfolgreich in mein Leben einzubauen.

Im vorliegenden Fall müsste ich trotz Wohlstand freiwillig darben. Ohne die angeblichen Vorteile zu kennen, die sich ja erst mit fortschreitendem Alter als ausbleibende Demenz und ausbleibendes Siechtum zeigen.

Und wenn ich es nicht freiwillig tue trägt es nicht. Die zukünftigen angeblichen Vorteile empfinde ich ohne Vertrauen in das Wohlwollen des Lebens lediglich als märchenhaftes Versprechen, als ein "vielleicht", eine Art mögliches aber fernes Paradies. So bleibt Darben eine ständige Strafe im jetzt, ich erlebe mich als Opfer einer Art Hölle auf Erden.

Also was soll`s? Ich bin kein Asket, und schon gar kein Masochist, und verrückt bin ich auch nicht, oder?

Das sind die Etiketten des gesammelten Widerstandes wenn Freiwilligkeit und Vertrauen fehlen. Die breite Masse, unser Gesundheitssystem, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik - wenn es darum geht auf die Bequemlichkeiten des Wohlstandes freiwillig zu verzichten, sind sie genauso enthusiastisch wie ich: Nur über meine Leiche!

Die Standard Antwort des Biologie darauf lautet: Wer nicht hören will muss fühlen. Auch ich habe mich erbittert gesträubt. Bis mir mein Körper die Pistole auf die Brust setze, in Form eine Diabetes Typ-2. Das war ich erst 30. Im Nachhinein betrachtet war es ein Glücksfall.

Ich wurde rechtzeitig von meinem Körper dazu gedrängt die Anfänge von Siechtum und Demenz an und in mir selbst betrachten. Das war freiwillig, niemand hat mir dazu geraten. Wie ich es geschafft habe? Mit 30 ist es einfacher die Reißleine zu ziehen als mit 60.
Gesund schrumpfenGiN-link ausführlich


Bitteres nutzen

An meiner Gesundheit verdient außer mir selbst niemand etwas. Und bei meiner Krankheit legt außer mir niemand etwas drauf. Das mag sich bitter anhören. Ist es auch, und damit kommen wir zu einer anderen gesellschaftlich bedenklichen Entwicklung – der Vermeidung von Bitter.

Bitteres im Essen

Ursprünglich waren Bitterstoffe in der Nahrung reichlich enthalten. Bis wir sie systematisch entfernt haben weil wir bitteren Geschmack nicht mögen. Bitteres kommt nicht mehr auf den Tisch, wird mit "minderwertigem" Essen assoziiert, ist nicht salonfähig. Hat das irgend welche Nachteile? Und falls ja, welche?

Bitterstoffe sind für die Verdauung notwendig! Wenn sie nicht im Essen mitgeliefert werden muss sie unser Körper selber machen, genauer unsere Leber. Das ist eine von uns mutwillig geschaffene zusätzliche Arbeit, die ich meinem Leber wieder abnehmen kann indem ich Bitterstoffe zuführe.

Die Leber muss jeden Tag Gallensaft produzieren. Wer schon mal grün oder gelb erbrochen hat, der weiß wie bitter Gallensaft schmeckt. Es wird täglich etwa ein Liter davon gebraucht. Da sind eine Menge Bitterstoffe drin, richtig viele.

Weil keine Bitterstoffe mehr im Essen sind gehen bi zu 30% der Leberenergie gehen in die Herstellung von Bitterstoffen. Wenn ich ihr diese Bitterstoffe fertig gebe, dann kann sie diesen Arbeitsaufwand in andere Aufgaben stecken, z.B ins gesund schrumpfen. Dafür ist sie auch zuständig. Und das kam/kommt zu kurz.

Eine Fettleber ist wie eine Fabrik, die sich vergrößert um einer gewachsene Auftragslage Herr zu werden. „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“, wie es Eckart v. Hirschhausen mit seinem Buchtitel humorvoll ausdrückt. Sie kann sich auch wieder gesund schrumpfen - sobald sich die Auftragslage entschärft.

Bitterstoffe geben ist eine sehr umfangreiche Entschärfung. Wenn Bitterstoffe wieder zum regelmäßigen Bestandteil meiner Nahrung werden, entlastet das meine Leber auf Dauer. Altlasten die wegen Überarbeitung notgedrungen liegen blieben, können Schritt für Schritt abgebaut werden, ich werde körperlich „sauberer“ und damit gesünder, vorausgesetzt:

Ein Freund von mir, Reto hieß er, wusste von meiner Spezialisierung auf Leberthemen, und dass er eins hatte. Er fragte mich um Rat und ich empfahl ihm Bitterstoffe. Die halfen auch prima, nur ging er jetzt statt 1x pro Woche 3x pro Woche in die Kneipe.

über Bitterstoffe: LeberzauberGiN-link

Bittere Gefühle

Mit unseren Gefühlen läuft es parallel. Ebenso gründlich wie wir Bitterstoffe aus dem Essen verbannt haben, versuchen wir es bei den Gefühlen - den igitt-Faktor vollständig eliminieren.

Meine Lebenserfahrungen kommen ja in ähnlicher geschmacklicher Vielfalt wie meine Nahrung, sie schmecken süß, sauer, scharf (heiß), würzig (salzig), zusammenziehend (astringierend) und (igitt!) bitter. Wie beim Essen versuchen wir . Die bittere Seite des Lebens wird unterdrückt - mit ähnlichem Misserfolg. Und analog zum beim Essen wird die Verdauung meiner Erfahrungen dadurch schwieriger.

Warum mag ich bittere Lebenserfahrungen nicht? Ich weiß nicht ob es bei ihnen genauso ist, aber bei mir liegt es daran, dass sie ent-täuschend sind, dass sie mein Selbstbild herausfordern, und damit das Bild das ich mir von meinem Gegenüber, meiner Umwelt, der Welt, dem Universum gemacht habe. Sie zeigen mir auf wo ich unklar bin, wo ich mich selbst belüge. Das schmeckt halt gar nicht.

Anders als die ebenfalls nicht gemochten Bitterstoffe im Essen kann ich bittere Lebenserfahrungen nicht meiden, ich kann sie nur unverdaut herunterschlucken. Ihre Bitterkeit nimmt Kraft meiner Selbstlügen ständig zu bis ich sie dann irgendwann und irgend wo wieder auskotzen muss. Gezielt wegschauen kostet und zieht gleichzeitig mehr von dem an, was ich zu vermeiden trachte. Da führt nur ein Weg raus.

Wenn es mir gelingt die bitteren Seiten des Lebens zu verdauen, jede meiner ent-Täuschungen als einen erfolgreichen Schritt zu mir Selbst zu feiern, dann gibt es immer weniger im Leben was ich nicht verdauen kann. Immer mehr meiner Erfahrungen lassen mich dann wachsen weil ich mir den darin wohnenden Nährwert freiwillig erschließe.

Emotionale Narben, wenn liebevoll entstört, werden zu Rangabzeichen der Lebenserfahrung. Jede Enttäuschung birgt das Potential, dass ich mich so in Zukunft nicht mehr täuschen lasse. Dazu müsste ich an den Punkt kommen, denen die mich enttäuscht haben herzlich danken zu können und es auch zu tun. Nicht als Lippenbekenntnis, sondern mit der redlichen Dankbarkeit geboren aus meiner täglichen Erfahrung ohne diese ehemalige Selbst-Täuschung leben zu dürfen. Hier ein deutliches Beispielinfo box.
Ein paar Wochen nach dem Tod meines Vaters hatte ich einen Traum aus dem ich schweißgebadet und mit allen Muskeln verkrampft aufwachte. Ein Stück aus seinem After kommender Schleim driftete in Zeitlupe ganz langsam im freien Raum über eine Strecke von 2-3m auf meinen Mund zu. Der Traum wiederholte sich im nächsten Monat. Dann alle 2 Wochen. Dann 2x die Woche. Dann wurde er zum Tagtraum, erst 1x am Tag, dann 2x am Tag...

Bereits nach der 2. Wiederholung hatte ich die Dringlichkeit verstanden und begonnen mich bezüglich Traumdeutung weiterzubilden. Doch nichts aus den Theorien der Traumdeutung hatte einen Effekt auf den Traum selber. Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto kürzer wurde der Abstand zwischen den Träumen. Ich wurde in die Ecke getrieben. Am Ende blieb nur eine Möglichkeit – schlucken.

Das tat ich dann auch, mit Erfolg. Der Traum wiederholte sich nie wieder. Der Prozess der Deutung konnte nun beginnen: Das Stück Schleim waren kein Exkrement meines Vaters gewesen. Es waren meine eigenen dunklen Seiten die ich auf ihn projiziert hatte, und die er mit jetzt zurück gab. Ich hatte mich nicht vor Teilen von ihm geekelt, sondern vor Teilen von mir selbst. Die hatte er eine Zeit lang für mich getragen, und jetzt, wo er der Verantwortung für seinen Sohn körperlich enthoben war, bestand er gewissenhaft darauf sie mir zurück zu geben. Ich bin jetzt meinem Vater aufrichtig dankbar.


Dazu hat es diese anderen Personen gebraucht, und dafür danke ich ihnen. Ob wir danach getrennte oder gemeinsame Wege gehen, hat auf meine Dankbarkeit keinen Einfluss. Je mehr Enttäuschung in mir zu Dankbarkeit reifen, desto mehr schrumpft sich mein Ego gesund, desto gesünder werde ich emotional.

Ohne zyklisches emotionales gesund schrumpfen blase ich meinen emotionalen Rettungsring so weit auf dass ich mich nicht mehr rühren kann. Ich gehe zwar nicht unter, aber mit schwimmen ist nichts. Derartig aufgebläht kann mich (emotional) nicht mehr bewegen, ich treibe nur noch. Da müsste jemand mal die Luft raus lassen.
Sieht der Sonnenuntergang manchmal so aus als würde die Sonne aufsteigen?
Weißt du wie sich eine treue Liebe anfühlt?
Du weinst. Du sagst dass du dich verbrannt hast.
Kennst du jemand der nicht vom Rauch vernebelt ist?
Jelal'uddin Rumiinfo box
Jelal'uddin Rumi (1207-1273), persischer Dichter & Sufi-Mystiker. In seinen Gedichten scheinen sich trunkene Liebe für Gott und Liebe für die/den Geliebten in der Sprache zu treffen. Das berauschende Element dieser Liebe wird manchmal auch mit Wein und Trunkenheit versinnbildlicht.

mehr Gedichte von RumiGiN-link
mehr bitteren Seiten des LebensGiN-link



Unterstützende Therapie

Zusammenfassung:

Mit der geschichtlichen Hinwendung zum Ackerbau und der damit verbundenen Sesshaftigkeit plus Vorratswirtschaft ist unsere Ernährung Kohlehydrat-lastig und Kohlehydrat-lästig geworden. Als "schnelle Kalorien" bedienen sie feinstoffliche Aktivität (denken, fühlen, ..) besser als die Jäger & Sammler Diät. Es wird möglich den Lebensunterhalt anders als durch jagen & sammeln zu verdienen, auf Kosten des Bewegungsprofils.

Ein Schlauchen braucht sich nicht viel zu bewegen, kann das ganz Jahr Kohlehydrate essen... Bewegung wird freiwillig, darben wird freiwillig. Und wenn ich es nicht tue, siehe oben.

An diesem Wendepunkt der Geschichte sind Zivilisationskrankheiten bei uns eingezogen. Das Gehirn konnte sich so weit entwickeln, dass es etwa 20% unserer Energie verbraucht. Mein Gehirn will schnelle Kalorien, welche die einfach zu verdauen und gleich verfügbar sind - Zucker, Chips, Red Bull... - alles vorwiegend Kohlehydrate.

Das Bewegungsprofil aller, ausgenommen Sportlern und Malochern, passt nur selten zum Ernährungsprofil. Kohlehydrat Überkonsum vereint mit physiologisch ungünstigen Weißmehlen und Weißzucker plus ungezügelten Snacks führt über ein Viertel der Menschen in den Insulinüberschuss. Das Problem ist unter dem Namen Zucker Achterbahn (engl. sugar roller coaster) bekannt. Es ist der Einstieg in Diabetes Typ-2.

Insulin Resistenz

Wer noch in den Typ-2 Anfängen steckt, kann vieles selber machen. Solange die Bauchspeicheldrüse nicht degeneriert ist und die Langerhans'schen Inseln arbeiten, ist das Problem reversibel. Ohne regelmäßiges freiwilliges Darben bleibt es allerdings ein Rückzugsgefecht. Freiwilliges regelmäßiges Darben schafft die solide Basis, auf der sich gezielte Supplementierung aufbauen lässt. Das versetzt den Körper in die Lage bereits aufgelaufene Altlasten abzuarbeiten. Voraussetzung für diesen Weg sind Eigeninitiative und Mitverantwortung.

Insbesondere am Anfang braucht es Verlaufskontrolle. Ich schlage dafür eine Methode vor, deren Messwerte langlebiger sind als Blutuntersuchungen, zunächst 2x pro Jahr, später 1x:

Basis Info OLIGO/checkGiN-link

Im OLIGO/check zeigt sich Insulinresistenz schon bevor sie schulmedizinisch diagnostiziert wird, anhand folgenden Musters von dunkelgelb bis roten Messwerten, genannt "Der Süße":
ausführlicher der SüsseGiN-link

Je mehr Kupfer & Zink nach rechts desto dringender braucht die Leber Bitterstoffe. Im gelben bis orangen Bereich zeigt es eine Fettleber an die bei Rot in Zirrhose übergeht.



größeres Ungleichgewicht

Wer auf dem diesem Weg des Insulinüberschusses schon in chronische Nebennieren- oder Schilddrüsen Themen hineingerutscht ist, braucht umfassendere therapeutische Unterstützung, am besten von jemand der die Fortbildungen von Lothar Ursinus umsetzt. Wie bei jedem größeren Therapeuten Netzwerk ist der Grad der Umsetzung recht unterschiedlich. Vertrauen tue ich Barbara Sperber. Man darf sie kontaktieren - barbara.sperber(at)web.de - und um Orientierung bitten.

Die lgm-hh.de (Laborgemeinschaft für ganzheitliche Medizin) bietet entsprechende Vital- und Stoffwechselanalysen, Geschäftsführer Lothar Ursinus. Mehr Info auf ursinus.de.

Mit seinem allgemein verständlichen Buch Was dein Blut dir sagt ermöglicht Lothar Ursinus jedem die wichtigsten Ergebnisse der Blutuntersuchung selbst zu interpretieren. Das Buch für Fachleute heißt Blutwerte ganzheitlich interpretieren.

Die folgende Info stammt überwiegend aus Fortbildungen von Lothar Ursinus.

Stoffwechsel & Hormone

Der Aufbau körpereigener Stoffe (Anabolismus) und der Abbau von Stoffwechselprodukten (Katabolismus), d.h. Entgiftung, Lieferung von Baustoffen plus Energiegewinnung sind energetisch gekoppelt. Denn die hier gewonnene Energie dient dem Aufbau komplexer Moleküle (Anabolismus).

Abbau ist die Reaktion des Körpers auf Belastung, führt in gewissem Ausmaß zur Verbrauch (Zerstörung) von Körpersubstanz, die dann wieder aufbauend ersetzt werden müssen. Je robuster dieses Gleichgewicht von Abbau und Aufbau ist – meine Stoffwechsel (Metabolismus) - desto gesünder (belastbarer) bin ich.

Die Steuerung dieses Gleichgewichts ist auf der körperlichen Seite hormonell. Auch hier braucht es ein robustes Gleichgewicht - zwischen den Hormonen die den Aufbau fördern (anabol) und denen die den Abbau (katabol) fördern.

zu viel Insulin auf lange Sicht

Insulin ist ein Hormon mit der Hauptaufgabe den Blutzuckerspiegel zu senken. Das dient dem körperlichen Aufbau. Kein anderes Hormon kann das – den Blutzuckerspiegel senken.

Sein Gegenspieler Glucagon ist dafür zuständig, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen, und damit die Energiegewinnung. Das kostet körperlichen Abbau. Glucagon ist nicht allein, auch Adrenalin, Cortisol, Schilddrüsenhormone und Somatostatin können das.

Langfristiger Überschuss von Insulin zwingt den Körper dazu mehr Blutzucker hebenden Hormone zu produzieren um das notwendige Stoffwechsel-Gleichgewicht zu erhalten. Diese zusätzlichen Hormone, nur gebraucht um den Blutzucker zu regulieren, haben noch weitere Aufgaben/Auswirkungen. Die werden gar nicht gebraucht, sind „zu viel“. Der Hormonhaushalt entgleist um das Stoffwechsel Gleichgewicht zu erhalten.

Diese von ständigem Insulinüberschuss getriggerte Entgleisung verläuft schrittweise in einem bevorzugten Muster.

Zunächst führt es zu einer Cortisol Überproduktion in der Nebennierenrinde. Cortisol ist ein Stresshormon, das Stresshormon Nr. 1. Seine eigentliche Funktion ist das Freisetzen der Energiereserven des Körpers als Vorbereitung auf eine bevorstehende Flucht oder Kampf.

Übertrieben gesagt führt Cortisol dazu dass ich nur noch entweder drauf hauen oder abhauen kann, auch wenn die Situation etwas dazwischen erfordert. Die meisten Situation fordern etwas dazwischen.

Reicht die kompensatorische Überproduktion von Cortisol nicht mehr um das Stoffwechsel Gleichgewicht zu erhalten, werden auch vermehrt Schilddrüsenhormone produziert. Hier wird es dann richtig bunt weil die Regulation der Schilddrüse neben dem Hauptregelkreis weitere Rückkopplungsschleifen hat. Alle Schilddrüsenprobleme können sich entwickeln, vor allem „Ermüdung“.



Goldgrube


Auf ärztliche Behandlung fußende Statistik sagt dass Stand 2019 mehr als 10% der Deutschen Diabetes haben. Es ist die am schnellsten wachsende Wohlstandkrankheit weltweit. Die dazu führende Verkettung habe ich oben geschildert.

Wer das Wort Diabetes hört denkt sofort an Insulinpflicht weil die Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig oder gar nicht mehr arbeiten. Das trifft auf Diabetes Typ-1 zu.

Deutlich weniger als 10% der diagnostizierten Diabetes Fälle sind Typ-1, die überwältigende Mehrheit ist Typ-2. Und Typ-2 hat keinen Insulin Mangel.

Typ-2, korrekter Name Insulin-Resistenz oder Insulin-Insuffizienz hat jede Menge Insulin, kann es aber nicht nutzen. Wegen Bewegungsmangel, zu viele und/oder zu schlechte Kohlehydrate (Weiß-Mehl & -Zucker), weil Co-Faktoren fehlen, wegen Konkurrenz um Chrom das für noch wichtigere Aufgaben abgezogen wird.

wenn Chrom knapp wird ausklappen Chrom ist Bestandteil von Chrommodulin, ein kleines chrombindendes Peptid, das die Aktivität des Insulinrezeptors verstärkt. Die Hypothese lautet, dass Chrom nach der Aufnahme in die Zellen an Chromodulin bindet und dadurch die Insulinwirkung verbessert. Zwar gibt es experimentelle Befunde, die diese Idee unterstützen, doch sind die Details bis heute nicht vollständig geklärt. In der Praxis ist Chrom bereits Standard Supplement bei Diabetes.

Noch zwingender für's Überleben als Energiegewinnung ist die Beseitigung freier Radikale. Dort ist Chrom für die Regeneration von Glutathion essentiell. Im Ernstfall wird alles verfügbare Chrom in die Entschärfung freier Radikale abkommandiert. Chrom wird also rar sobald "zu viele" freie Radikale (Stress) entstehen.
mehr über freie Radikalelink gleiche seite

Insulingaben sorgen unter diesen Umständen dafür dass der Körper die Eigenproduktion senkt / senken muss. Er hat ja genug Insulin, bekommt es dann noch zusätzlich in den Hintern geblasen. Natürlich hemmt das langfristig die eigene Produktion. Insulinresistenz = Insulinüberschuss!

In dieser Situation Insulin zu geben/nehmen ist ähnlich sinnvoll wie bei Virenbefall Antibiotika - gar nicht. Es sind Geschäftsideen deren jegliches Wohlwollen fehlt, das korrekte Wort dafür ist kriminell.

Ursachen abstellen ist unbequem für die Betroffenen. Sie müssten sich ändern. Wir müssten uns ändern. Gerne lassen wir uns daher auf beschwichtigende Erklärungen und Symptom unterdrückende Maßnahmen ein. Das Problem wächst, die Maßnahmen wachsen und generieren einen Wirtschaftszweig den es sonst nicht gäbe.





TEIL - 2

Wachsen - das Komplement von schrumpfen

Dass alles Wachstum sich zyklisch mit Schrumpfen abwechseln muss, führt uns die Natur jährlich vor Augen. Die Pflanzen ziehen sich teilweise bis zur Unsichtbarkeit in ihre Wurzeln zurück, überleben erstarrend nur als Samen oder Skelette ihrer Selbst, um dann mit Urgewalt in wenigen Tagen das Land grün zu überschwemmen.

Wenn es um die Biologie geht, braucht üppiges Wachstum ein ebenso üppiges Schrumpfen im ständigen Wechsel. Jede Nacht ist ein kleiner Winter, jede Mahlzeit mündet in gleich großer Ausscheidung. Wer nicht g'scheit schrumpfen kann, wird auch nicht g'scheit wachsen können, und umgekehrt.

Das ist in anderen Bereichen des Lebens ebenso. Wie oben bereits beschrieben ist Schrumpfen bitter - geschmacklich und gefühlt. Wir wollen kein Bitter, wollen nicht schrumpfen, obwohl es das Wachstum fördert, gesund ist. Und darum ist auch heute noch die meiste Medizin bitter, zumindest gefühlt, selbst wenn alle Bitterstoffe die es in der Apotheke gibt geschmacklich erstklassig verkleidet sind.

Das wirklich Bittere am Krank sein ist Tatsache dass ich mein Leben ändern müsste, um zu verhindern dass die Krankheit wiederkommt oder sich eine neuen Weg durch meinen Körper sucht.

Mir einzugestehen dass eine Wendung in meinem Leben braucht, dass ich bisher für in die richtige Richtung gehend betrachtet habe, dazu müsste ich schrumpfen. Ein bisschen zumindest. Ein Zacken wurde aus meiner Krone gebrochen, einer der da nicht rein gehört hat. Und ich muss mich jetzt entscheiden, ob ich den Zacken schnellst möglich optisch ersetze - bevor es jemand anders merkt, und dann so tun als wäre nichts passiert. Das wäre eine Art schrumpfen - krank schrumpfen.

Oder ob ich den unbequemen Weg gehe, mein bisheriges Leben durchleuchte und hinterfragen. Ob ich bereit bin mich so zu ändern das ich gesund bleiben und meinen nächsten Wachstumsschritt gehen kann. Das wäre auch eine Art Schrumpfen - gesund schrumpfen.

Wachsen & schrumpfen - eine Zwickmühle

Mein unbegrenztes Wachstum führt dazu dass es mir in die Nase regnet. Unbegrenztes Schrumpfen führt dazu dass ich mit Stelzen unter'm Teppich laufen kann. In den Extremen heißt es Größenwahn und Minderwertigkeitskomplex. Beides ist nicht gut.

Das Gute liegt dazwischen, so ziemlich genau in der Mitte. Es schätzen zu lernen ist ein Lernprozess und geht über die Extreme. Anschaulich gesehen ist es wie ein Ping-Pong-Spiel mit der Aufgabe Netzroller zu produzieren. Und mein Gegenüber meint - eine Meinung die ich teile - die Aufgabe zu haben Netzroller meinerseits zu verhindern und seinerseits welche zu produzieren.

Erst wenn ich meine Meinung ändere, erkenne das Netzroller nur in beidseitigem Einvernehmen und mit gegenseitiger Unterstützung häufig werden können, fängt das Spiel schrittchenweise Ergebnisse zu bringen.

Für diese Erkenntnis braucht es bestimmte Erlebnisse, günstige Umstände, verständige Mitspieler. Eine Menge Dinge müssen sich vorteilhaft verketten damit es stattfinden kann. Bis dahin ist es hauen & stechen, das was mir eine Gesellschaft mit und trotz Idealismen in Lehrbüchern als täglich notwendigen Kampf ums Überleben beigebracht hat.

Wenn ich den gemeistert habe, er sozusagen ohne großen Aufwand nebenbei läuft, dann habe ich die notwendige Muße und Ressourcen um mich weiterer Entwicklung zuzuwenden. Die bestünde darin andere dafür zu gewinnen das Ping-Pong-Spiel anders zu spielen, um als Gesellschaft den nächsten evolutionären Schritt zu machen. Denn alleine macht Fortschreiten keinen Spaß, es sei denn man mag Vereinsamung.

Wie dem auch sei, Wachsen & Schrumpfen findet in jedem Fall statt, egal mit welcher Meinung wir das Spiel spielen. Allerdings ist der Abrieb sehr unterschiedlich, sozusagen meinungsabhängig.

Selbst wenn meine Mitspieler der Meinung sind meine Netzroller verhindern zu sollen, kann ich darauf hin arbeiten. Ich habe dann sogar ideale Trainingsbedingungen, richtig viel Widerstand zum d'ran wachsen. So kann ich richtig gut werden wenn ich durchhalte, werde irgendwann unschlagbar. Denn ich spiele ja nach anderen Regeln, definiere für mich Erfolg jenseits von persönlichem Gewinnen & Verlieren. Auch wenn es meine "Gegner" zunächst nicht mitbekommen.

Spätestens wenn verlieren meine Laune nicht im gleichen Maße trübt wie das bei ihnen der Fall ist, wenn verlorenes Spiel mit Das war toll, es hat solchen Spaß gemacht! und gewonnenes nicht mit I am the greatest! quittiert wird, beginnen sich Mitspieler zu fragen was die Kriterien meiner guten Laune sind. Auch ihnen wäre es lieber sie könnten sich jedes mal freuen, auch bei Verlust.

Die Widrigkeiten für so eine Lebenseinstellung sind enorm. Auf diesem Weg bekomme ich an jeder Ecke schillernde Möglichkeiten geboten ihn zu verlassen, und die Frage wie ich auf ihm bleiben konnte, kann ich auch heute noch nicht wissenschaftlich fundiert beantworten. Aber ich habe es geschafft, danke an alle.

Vielleicht kennen sie diese berühmten Zeilen aus einem Gedicht von Robert Frost:
(poetisches Originalinfo box)
The Road not Taken

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;


Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,


And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.


I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I—
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.


Robert Lee Frost (1874 - 1963) war ein US-amerikanischer Dichter. Er zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts und ist keiner literarischen Strömung eindeutig zuzuordnen.
Zwei Wege trennten sich tief im Wald,
und ich - ich nahm den weniger benutzten.
Das machte den ganzen Unterschied.


Mein weniger genutzter Weg

Stellen sie sich vor sie haben ein Erlebnis das sie nicht beschreiben können. Ein Stummfilm ohne Bilder – dazu ohne Geruch, ohne Geschmack, ohne Eindrücke des Tastsinn. Ein Traum der keine Spuren hinterlassen hat, und doch fühlen sie sich danach grundsätzlich anders. Sie entscheiden ab jetzt grundsätzlich anders - zu ihrer eigenen Verwunderung.

Ihr Leben krempelt sich um und das einzige was sie wissen ist, dass es von dem Erlebnis verursacht wird. Sie können es nicht als Traum abtun. Ein umgekrempeltes Leben lässt sich nicht verheimlichen, nicht mal vor mir selbst. Und dann stehe ich da mit meiner Erklärungsnot für Tatsachen jenseits alles Erklärungen.

Ich sehe die aufrichtigen Fragezeichen in den Augen aller meiner Freunde, Verwandten und Bekannten - weil ich sie selber habe. Was soll ich ihnen sagen? Was soll ich mir sagen? Ich könnte eine Märchenstunde abhalten, mein prägendes Erlebnis mit Null Wahrnehmungs-Erinnerung phantasievoll so ausschmücken, dass der Unterschied zwischen dem Georg davor und dem Georg danach für mich und andere akzeptabel wird.

Dazu müsste ich mich selber belügen. Es würde nicht reichen mir ein X für ein U vorzumachen - ich kannte das X ja überhaupt nicht. Es passt in nichts hinein was ich bis zu diesem Zeitpunkt erlebt hat.

Keine Ahnung was mich davon abhielt mir dazu eine Story aus bisher Bekanntem aus den Fingern zu saugen und 1001 Nacht hinein zu interpretieren. Es wäre gegangen. Es hätte schön werden können, eine Geschäftsidee, ... Es wäre die sichere Seite gewesen. Danke (wem?), dass ich es nicht getan habe.

Statt dessen entschied ich mich für's weglaufen, den weniger genutzten Weg. Ab in die weite Welt, neue Freunde und Bekanntschaften suchen, die den Georg von vorher nicht kennen. Menschen begegnen vor denen ich nicht rechtfertigen muss, was ich vor mir selber nicht rechtfertigen kann.

Man könnte auch sagen ich entschied mir selber zu trauen, zu meiner inneren nicht salonfähigen Wahrheit zu stehen. Man könnte sagen ich entschied mich dafür heimlich zu leuchten statt in den 50 anerkannten Schattierungen von grau zu verweilen. Nichts davon ist wahr. Ich konnte einfach nicht anders.

Wie gern würde ich mich auch hier an C.G. Jung's Vorgaben zur Traumdeutung halten. Aber sie lassen sich auf mein Erlebnis nicht anwenden. Ich kann nicht mal eine Beschreibung liefern. Zum nicht Beschreibbaren fällt mir nichts ein. Und was interpretieren angeht, wie wenn es nicht mal Einfälle gibt?

mein Erlebnis

Es hat sich besser angefühlt als alle anderen davor, und es ist heute noch so geheimnisvoll wie damals.

In meinem 23. Lebensjahr musste ein Bruch des Mittelhandknochens des rechten vierten Fingers operiert werden. Die geplante örtliche Narkose verrutschte, eine Vollnarkose wurde zusätzlich fällig. Als nächstes "wachte" ich auf, schwebte wie ein mit Helium gefüllter Luftballon in der oberen linken Ecke des OP-Saales und schaute auf eine Gruppe von medizinischem Personal.

Sie umstanden meinen Körper und richteten den Bruch. Meine Hand wurde mit gespreizten Fingern auf eine Art Brett gespannt. Ich spürte nichts davon, kein Schmerz, keine Gefühle, keine Gedanken, keinerlei Verbindung zu meinen Körper. Ich schaute lediglich unbeteiligt zu. Mein Körper war mir so fremd oder so bekannt wie die vier Menschen, die ihn umstanden und denen ich nie zuvor begegnet war.

Aber ich konnte die Decke fühlen, die mich davon abhielt weiter aufzusteigen. Ich konnte den Luftzug hören, und spüren wie er mich in Richtung des Luft-Auslasses der Klimaanlage sog, in der linken oberen Ecke des Raumes. Ich hörte genau was die Menschen sagten, kann mich aber nicht an die Worte erinnern. Plötzlich gab es einen Ruck und alles wurde schwarz.

In diese Lücke zwischen „schwarz werden“ und „wieder aufwachen“ geschah was ich nicht beschreiben kann, wozu mir nichts einfällt und in das ich nichts hineininterpretieren kann.

Wie vielen Menschen mit einem Nahtoderlebnis ging mir die Angst vor dem Tod abhanden. Ich hätte nichts dagegen gehabt auf der anderen Seite zu bleiben.

der Beweis

Als ich aus der Narkose aufwachte stand ein Mann in weißer Krankenhausbekleidung neben meinem Bett. Er trat heran und ich sagte:

Sie sind doch der Arzt, der mich operiert hat.

Es war eine Feststellung meinerseits weil ich ihn von der Decke aus zu gesehen hatte. Ich erkannte ihn zweifelsfrei, obwohl er eine OP-Maske getragen und nie aufgeblickt hatte.

Ja, erwiderte er, aber woher weißt du das? Du hast mich nie zuvor gesehen.

meine Verarbeitung

Soviel zu Ausgangssituation. Und zur jetzigen. Wenn ich ehrlich bin hat sich nichts daran geändert, außer mir. Ich bin anders geworden, im vergeblichen Versuch Assoziationen zu meinem Erlebnis liefern und es interpretieren zu können. Das kann ich immer noch nicht.

Es hat Jahre gebraucht mein Erlebnis zu verdauen – die Lücke selbst. In dieser Zeit habe ich mich mit den Umständen beschäftigt. Damit, was die Lücke umgab, z.B. dem Beweis dass es kein Traum gewesen sein konnte. Dazu fiel mir jede Menge ein, Interpretationen boten sich zuhauf an.

Es ist so ähnlich wie mit dem Tod einer geliebten Person. Das Interessante ist diese unbeschreibliche und nicht beschreibbare Lücke zwischen leben & nicht leben. Beschäftigen tue ich mich aber mit den Formalitäten & Ritualen der Beerdigung, dem Papierkram, den ganzen Umständen, allem anderen außer – der Lücke.

So ist das mit den Eckpfeilern im Leben – ich darf aber ich muss nicht. Die Mysterien sind da, zeigen sich immer wieder. Und ich kann mir aussuchen wie ich mit ihnen lebe. Weg schauen oder hin gucken, das ist hier die Frage.

mehr dazuGiN-link - viel mehr

mehr dazuGiN-link - zusammengefasst



Steilvorlagen vom Universum

Falls ich mich für hin gucken entscheide fängt ein geheimnisvoller Dialog an – zwischen dem Mysterium und mir. Hier einige Beispiele, nicht chronologisch.

Chancen verschlafen

Ich habe 26 Jahre gebraucht um zu bemerken dass der Mond auf mich Einfluss hat. Natürlich waren mir verschiedene Fakten und Meinungen dazu bekannt, rein theoretisch.

Praktisch aufgefallen ist es mir dann als ich eines Nachts nicht schlafen konnte und ein wunderschöner Vollmond ins Fenster schien, aber erst im Folgemonat. Da war es nämlich wieder so. Seitdem haben die Mondzyklen einen Platz in meinem Leben bekommen. Ich richte mich an ihnen aus. Und an anderen nicht nur astronomischen Zyklen auch, sobald ich sie mitbekomme.
Den Willigen führt das Schicksal, den unwilligen schleift es.

Seneca, der Jüngere

Das Traumtor

Ein paar Wochen nach dem Tod meines Vaters hatte ich einen Traum aus dem ich schweißgebadet und mit allen Muskeln verkrampft aufwachte. Ein Stück aus seinem After kommender Schleim driftete in Zeitlupe ganz langsam im freien Raum über eine Strecke von 2-3m auf meinen Mund zu.

Der Traum wiederholte sich im nächsten Monat. Dann alle 2 Wochen. Dann 2x die Woche. Dann wurde er zum Tagtraum, erst 1x am Tag, dann 2x am Tag...

Bereits nach der 2. Wiederholung hatte ich die Dringlichkeit verstanden und begonnen mich bezüglich Traumdeutung weiterzubilden. Doch nichts aus den Theorien der Traumdeutung hatte einen Effekt auf den Traum selber. Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto kürzer wurde der Abstand zwischen den Träumen. Ich wurde in die Ecke getrieben. Am Ende blieb nur eine Möglichkeit – schlucken.

Das tat ich dann auch, mit Erfolg. Der Traum wiederholte sich nie wieder. Der Prozess der Deutung konnte beginnen. Hier das Ergebnis.

Das Stück Schleim waren kein Exkrement meines Vaters gewesen. Es waren meine eigenen dunklen Seiten die ich auf ihn projiziert hatte, und die er mit jetzt zurück gab. Ich hatte mich nicht vor Teilen von ihm geekelt, sondern vor Teilen von mir selbst. Die hatte er eine Zeit lang für mich getragen, und jetzt, wo er der Verantwortung für seinen Sohn körperlich enthoben war, bestand er gewissenhaft darauf sie mir zurück zu geben. Ich bin jetzt meinem Vater aufrichtig dankbar.

Rein gestolpert

Etwa ein Jahr lang hatte ich in den 24-Std. Tag meines Yogalehrers geteilt. Vieles was er tat färbte dadurch einfach auf mich ab, auch das was man von außen nicht sehen konnte. Ich schlief wenn er schlief, aß was und wenn er aß, meditierte wenn er meditierte, machte Yogaübungen wenn...

Dann ging mir das Geld aus und ich machte mich auf welches zu verdienen. Zum Abschied bat er mich nach einem geeigneten Haus für ein Yoga Zentrum Ausschau zu halten. Über Finanzierung haben wir nicht gesprochen. Ich reiste ab mit der Einstellung "Anschauen tut nicht weh, dann schnellst möglichst höflich verabschieden".

Die Hauseigentümerin mochte ich sofort. Es waren zwei Gebäude, so Vertrauen erweckend wie ihre Besitzerin. Sie wollte ein Gebäude verkaufen und mit ihrer Mutter im anderen leben. Gedanklich war ich schon auf die Straße entkommen und bei ihrer konkreten Frage „Welches der beiden Gebäude möchtest du denn kaufen?“ mit dafür geeigneter Umsetzung beschäftigt.

Total überrascht hörte ich mich aber laut, deutlich und bestimmt sagen: „Beide! Ich möchte beide Gebäude kaufen. Was sollen sie denn kosten?“

Während die Eigentümerin überlegte, tobte es in mir: Das war ich nicht! Ich hatte doch nur etwas höfliches sagen wollen, und dann schnell weg. Trotz unbeschreiblichem innerlichem Aufruhr hatte ich keine Schweißausbrüche, war körperlich so ruhig und gefasst, dass ich beschloss meinem Körper zu vertrauen. „Also gut,“ sagte ich dann zu mir und dem was durch mich geredet hatte, „das war ich nicht, also ist es auch nicht mein Problem. Wer immer das gesagt hat, der darf jetzt die Suppe auslöffeln. Ich helfe gern dabei.“

Wie dem auch sei, in diesem Jahr des Hauskaufs wurden alle Ampeln grün sobald ich mich näherte, nicht nur die Verkehrsampeln. Am Tag der letzten Rate hörte das schlagartig wieder auf, Ampeln in allen Bereichen des Lebens waren wieder mal grün, mal rot.

Elfer reingemacht

Über meine Anstellung bei einem Naturheilverein war zu einer Art Trainer für gesundheitliche Selbsthilfe Methoden geworden. Die ersten Workshops führte ich in der Küche meiner 2-Zi-Wohnung in Wiesbaden durch. Sie kosteten damals DM 30,- pro Tag, und wenn jemand zur Toilette wollte, mussten alle aufstehen.

Bei der Umstellung zum Euro war der Preis auf € 30,- angestiegen, und ich fuhr zu den Seminarorten durch ganz Deutschland. So blieb es lange, und meine damalige Lebensabschnittsgefährtin, selbst Heilpraktikerin, drängte mich dazu, meine Preise zu erhöhen.

Das war eine schwierige Angelegenheit für mich. Schließlich hatte ich 14 Jahre lang mit allem mir zur Verfügung stehenden Ernst versucht, die Maximen des heiligen St. Franziskus von Assisi zu leben: Armut, Hilfsbereitschaft, Keuschheit.

Wie dem auch sei, ich erhöhte Ende 2003 die Preise schließlich auf € 60,- und wurde von Stund' an nicht mehr von Flöhen oder Zecken gebissen. Die hatten mich zuvor als Leckerbissen betrachtet. Außerdem änderte sich das Klientel meiner Workshops. Die Menschen, die jetzt kamen, waren mehr auf den Ausgleich des Gebens und Nehmens bedacht.

Zufallstreffer

Ich war schon 20 Jahre strikter Vegetarier und trotzdem bezüglich Entsäuerung über eine gewisse Grenze nie hinaus gekommen. Im Jahre 2004 ging ich durch eine Beziehungs-Krise, machte deshalb eine emotionale Aufarbeitung, allein im Liegen entsprechend einer schriftlichen Anleitung.

Ich weinte mich durch einen Doppelpack Tempos und schlief nach etwa einer Stunde erschöpft ein. Als ich nach einer weiteren Stunde wieder aufwachte, waren meine Augen so verkrustet, dass ich mich zum Bad tasten und die Verkrustung mit warmem Wasser aufweichen musste.

Was war geschehen? Nach erfolgreicher (Teil-) Klärung meiner Gefühle hatte mein Körper spontan massenhaft saure Schlacken über die Augen entgiftet, ohne dazu ein Basenmittel oder etwas anderes zu benötigen.

Tor erzwungen

Im Frühjahr 2005 machte ich eine Rückführungstherapie, in deren Verlauf ich zwar keine Bilder sah, doch sehr stark mit Gefühlen auf die intuitive Führung meiner Therapeutin reagierte.

Das betreffende Leben hatte im alten Ägypten zu einer Zeit stattgefunden, in der die Priesterschaft aus vollkommen unabhängigen weiblichen und männlichen Linien bestand, die jedoch ihre Arbeit koordinierten und, wo sinnvoll, auch miteinander kooperierten. Ich war ein männlicher Priester mit der speziellen Aufgabe die dazu notwendige Kommunikation aufrecht zu erhalten. Es gab in der weiblichen Linie eine entsprechende Priesterin. Im Verlauf dieser im Tempel der Priesterinnen stattfindenden Treffen gestattete ich meine Verführung.

Das Motiv ihrerseits war, die entstehende sexuelle Energie für ihre Arbeit zu benutzen, während ich in sie verliebt war. Ich empfand die Beziehung als Widerspruch zu meiner Berufung und hatte stärkste Schuldgefühle. Obwohl ich jedes Mal den festen Entschluss fasste, die Beziehung zu beenden, schmolz dieser Entschluss in ihrer Anwesenheit dahin. Ich verlor meine Willenskraft vollständig und wurde zu ihrem Werkzeug. Die sexuelle Beziehung dauerte lange fort.

Obwohl ich im Laufe der Zeit bemerkte, dass ihrerseits keine Rede von Verliebtheit sein konnte, entwickelte ich komplette Hörigkeit. Als ich für sie schließlich energetisch uninteressant wurde, brachte sie mich auf grausame Weise um. Sie folterte mich um die letzten Reste von Lebenskraft aus mir herauszupressen. Sie schnitt zum Schluss meine Hoden ab und hängte sie auf während ich noch lebte.

Die Therapeutin nahm war, dass diese Priesterin in meinem jetzigen Leben als meine Mutter inkarniert war. Der Fokus ihrer Kommentare lag daher auf der sich daraus ergebenden Notwendigkeit meiner Mutter vergeben zu müssen. Meine eigenen Gefühle waren klar anders. Ich fühlte und fühle keine Notwendigkeit meiner Mutter irgendetwas zu vergeben, denn ich habe ihr niemals Schuld zugewiesen.

Als die Priesterin mich umbrachte, fühlte ich Erleichterung und war fast glücklich dass es endlich vorbei war. Meine Vorstellungen von der Größe des durch mein Verhalten entstandenen Schadens und das zugehörige Schuldgefühl löschten meine körperlichen Schmerzen komplett aus. Da ich weder die Hoffnung noch das Selbstvertrauen gehabt hatte, die Situation aus eigener Kraft zu klären, freute ich mich nur noch darauf meinen Körper zu verlassen.

Ich nahm der Priesterin ihre Grausamkeiten nicht übel, war ihr fast dankbar, weil ich selber nicht die Kraft aufgebracht hatte ihr zu widerstehen und diese faule Beziehung zu beenden. Ich verurteilte mich selber so sehr, dass ich mich gerecht bestraft fühlte. Und ich liebte die Priesterin noch immer. Sie war zwar inkarniert, aber nicht als meine Mutter.

Weit übers Tor gesemmelt

Während eines Besuchen bei einem befreundeten Heilpraktiker Ehepaar kam ein Fall zur Sprache, in dem „nichts mehr ging“. Ich machte dazu einen Vorschlag, den wir beschlossen am nächsten Tag umzusetzen.

Krebs verstand ich als Kündigungsandrohung des Körpers an seinen Bewohner: „Weiteres wohnen ist nur erlaubt, wenn du dich grundsätzlich änderst.“ Keine konkreten Forderungen was zu ändern ist, keine Vorschläge wie das geschehen könnte, nur das Unmissverständliche so nicht!

Was es zu ändern gilt verbirgt der oder die Betroffene vor sich selbst. Als Gegengewicht kommt die Angst vor dem Sterben ins Spiel, ein Druckmittel das Verborgene ans Licht zu holen und so wieder heil(er) zu werden.

Die Lebenspartnerin war offensichtlich dominant. Mit Hilfe eine Orgon-Strahlers konzentrierte ich ihre Energie und strahle sie auf den Betroffenen ein. Er produzierte innerhalb weniger Minuten die Symptome eine anaphylaktischen Schocks, und wir standen kurz davor den Notarzt zu rufen. Ich hatte mittlerweile die Energie der Partnerin invertiert und diese eingestrahlt. Die Symptome klangen langsam ab.

Meine Heilpraktiker Freunde hatten die experimentelle Bestätigung meines Verdacht verstanden. Ich hätte ihnen alles weitere überlassen können. Statt dessen fuhr ich fort dem Paar zu erklären was sie nicht sehen wollten. Er starb noch im kommenden Monat.



Warum erzähle ich von meinen Steilvorlagen?

Damit sie mich kennen lernen? Nein - das geht so nicht. Ich habe es getan, um zu zeigen dass etwas Größeres ständig versucht mit mir zu kommunizieren. Und weil ich den verdacht habe dass eben diese Größere auch ständig versucht mit ihnen zu kommunizieren. Ehrlich gesagt bin ich davon überzeugt.

Der anfängliche Aufwand den es braucht um sein Leben so zu verändern dass Demenz und Siechtum so wenig Raum bekommen wie möglich, den habe ich nur deswegen stemmen können, weil ich mich vom Universum unterstützt fühle, weil mir das Universum immer wieder Synchrnizität signalisiert.
Du bist nie allein und hilflos; die Kraft, die die Sterne lenkt, lenkt auch dich.
(P.R. Sarkarinfo box)
You are never alone or helpless the force that guides the stars guides you too.

Prabhat Ranjan Sarkar (1921 – 1990), Indischer Philosoph and Gründer der Yoga-Organisation Ananda Marga.
Wenn sie ihren eigenen ganz anders aussehenden Steilvorlagen Aufmerksamkeit schenken würden, wenn sie auf ihre Steilvorlagen eingehen, sich selber tiefer kennen lernen, dann könnten sie in spätestens 40 Jahren eine ähnlich interessante Autobiographie schreiben, oder mehrere.

Ich hoffe, sie gehen ihren eigenen Weg ohne meinen Weg imitieren zu wollen. Ich bin weder Lehrmeister noch ein besonders gutes Beispiel. Ich bin bestenfalls ein Leerling, ein Mensch, der Erfolg damit hatte die ihm vom Universum gemachten Steilvorlagen aufzugreifen. Da ist jede Menge Luft nach oben.

Ich bin heute leerer als zuvor, immer mehr Leerling. Ich gebe dadurch der Summe aller Möglichkeiten, die mir das Universum täglich anbietet, langsam mehr Raum. Obwohl es von vielen als weniger verlässlich eingeschätzt wird. Ja, es ist nicht die sichere Seite, aber die volle.
Die menschliche Form ist ein Gespenst aus Schmerz und Ablenkung,
manchmal reines Licht manchmal grausam,
das mit aller Macht versucht das Bild zu erweitern
das es von sich selbst so starr festhält.
Jelal'uddin Rumiinfo box
Jelal'uddin Rumi (1207-1273), persischer Dichter & Sufi-Mystiker. In seinen Gedichten scheinen sich trunkene Liebe für Gott und Liebe für die/den Geliebten in der Sprache zu treffen. Das berauschende Element dieser Liebe wird manchmal auch mit Wein und Trunkenheit versinnbildlicht.

mehr Gedichte von RumiGiN-link
Ja, es ist nicht die bequeme Wahl, aber es ist die kreative. Sie wird mich verändern, weil ich der Schöpfung Mitspracherecht einräume.

Dabei hat mir Humor sehr geholfen. Das Leben ist schon komisch, es sei denn ich sehe es als Tragödie. Am Anfang war mein Humor eher von Selbstironie und versteckter Kritik an anderen geprägt. Mein Lachen war selten von Herzen. Doch in dem Maß, wie ich erlebt habe, dass mich Mutter Natur und die universelle Schöpfung auch dann lieben wenn ich Mist baue, in dem Maße kann ich immer herzlicher mit dem Leben mitlachen.

Wie oft haben mir heiß ersehnte Dinge gar nicht mehr geschmeckt, als sie endlich eintrafen. Und wie oft haben mir Dinge, die ich mit aller Macht zu vermeiden suchte, bei ihrem Eintreffen unendlich geholfen!

Schon lange lehren mich meine Erfahrungen, dass ich gar nicht wissen kann, was gut oder was schlecht für mich sein wird. Und wenn ich es noch nicht einmal für mich wissen kann, wie soll ich es dann im Falle von jemand anderem wissen können? Darauf gibt es nur eine Antwort darauf: Gar nicht!

Aber das Universum weiß es! Mutter Natur weiß es! Sie sind voreingenommen für die Erschaffung von Leben, für seine Erhaltung und Weiterentwicklung. Das Universum weiß nicht nur, was gut für mich ist, es tut es auch noch. Es gibt mir Steilvorlagen, so dass ich es erleben und mitreden kann. Das geschieht manchmal entgegen meiner Wünsche, aber immer im Sinne meiner Entwicklung.

Der Prozess ist dynamisch, steht nicht fest. Die nächste Schritt wird von meinem vorherigen mitbestimmt. Je nachdem wie er aussah, schneidert die Schöpfung meine nächste Steilvorlage.

Manchmal und ausschließlich im Rückblick verstehe ich es und manchmal nicht. Früher war nicht verstehen der Punkt, an dem ich angefangen habe zu meckern. Heute ist es der Punkt, an dem ich anfange herzlich zu lachen. Der kosmischen Humor gibt mir die Freude und die Gelassenheit, auf mein Verstehen in der Gewissheit verzichten zu können, dass die Ergebnisse immer lebensbejahend sind.

Apropos Humor, wie sie sicherlich bemerkt haben, finden sie außer dem vagen Geheimtipp gesund schrumpfen keinerlei konkrete Anweisungen oder Methoden, kein Techniken, keine Therapien zum heil werden.

Nun, das liegt daran dass es alles davon ablenkt, worum es wirklich geht: Ohne diese Bereitschaft, ohne dieses Vertrauen werden sie sich an eine von außen vorgegebene Methode klammern wollen, wie ein Krebskranker an eine Chemo. Sie würden ihre Verantwortung und Kreativität abgeben – an die Methode, an das Heilmittel, an den Therapeuten.

Die Kommunikation mit dem Höheren Selbst und damit der Zugang zu meinem Seelenplan bleibt solange blockiert, wie ich von außen kommender Information (Therapeut, Therapie, Therapeutikum) mehr vertrauen, als meinem eigenen Inneren.

Sobald ich diese Bereitschaft aufbringen, wird meine innere Stimme mich zu den geeignetsten Therapien, Therapeuten und Therapeutika führen. Es ist vergleichbar mit einem Navigationsgerät, dass mir nur immer nur mitteilt, was ich an der nächsten Ecke tun sollen: Rechts, links oder geradeaus.

Es zeigt mir keine Generalkarte mit festem Streckenverlauf. Es behält sich vor, mich gegebenenfalls umzuleiten, wegen Stau, einer Baustelle, einem Unfall. Und irgendwann sagt es mir „sie haben ihr Zeil erreicht“.

Ich wünsche ihnen viel Freude auf ihrem Weg. Und die Gelassenheit, sich mit Beurteilung eines Geschehens solange zu gedulden, bis das Wohlwollen des Universums offensichtlich wird.

liche Grüße - Georg Keppler